Portrait-Shooting

22 Jul

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Bild

Just hanging around

21 Jul

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…erledigt…

20 Jul

So ko wie nach dem gestrigen Tag war ich wohl schon lange nicht mehr. Nicht nur durch die – z.T. schon ziemlich harte – körperliche Arbeit auf dem Hof, sondern auch weil für mich so vieles immer wieder total neu ist. Angefangen hat der Tag um 6.15 Uhr sehr ruhig und unspektakulär mit Wäsche waschen und Frühstück zubereiten. Danach unter der feucht-warmen Morgensonne Gras von einem Hang runterrechen – der Schweiss floss schon mal in Strömen und die Bremsen waren bissig. *grummel* Für die bevorstehende Rapsernte mussten dann am Strassenrand die ganzen Leitpfosten entfernt werden. Glücklicherweise nicht zu Fuss, sondern mit dem Quad. Mit diesem habe ich mich inzwischen ja angefreundet. Mehr noch, ich finde es inzwischen ganz lustig, bei diesem heissen Wetter umherzucruisen und mir den Wind um die Nase wehen zu lassen. Mit einer schweren Spritze rückte ich danach dem Unkraut zwischen den Pflastersteinen auf dem Hofvorfahrt zu Leibe. Wer braucht schon ein Fitnesscenter, sage ich da nur. Kaum beendet ging es gleich weiter im Takt in die Zuckerrübenfelder, um Schosser, Rapsstauden und hartnäckige Unkräuter, die vom Herbizid verschont wurden, auszureissen. Bei diesen hohen Temperaturen auch eine sehr schweisstreibende Arbeit. Und für mich braucht es sehr grosse Überwindung, durch die Rübenfelder zu streifen, da zwischen den Blättern jene Spinnen sitzen und auf Beute warten. Nicht, dass sie auf mich warten würden, aber ich mag doch nun mal keine Spinnen. *brr schüttel*

Das erledigt, war schon Zeit, das Mittagessen zuzubereiten – viel körperliche Arbeit gleich grossen Hunger. Ich staune selber, wie viel ich an solchen Tagen wegdrücken mag. :o) Kaum gegessen, stand schon der erste Rapsmähdrescher vor der Tür. Nun galt es, den Balken des zweiten Dreschers zu holen, damit dieser nach dem Mähen des ersten Feldes nicht zu viel Zeit mit An- und Abhängen verlieren musste. So viel habe ich bereits gelernt: wenn die Ernte reif ist und das Wetter gut, dann zählt jede Minute. Denn wer weiss, wann das nächste Gewitter kommt… Nun war auch die Zeit für meine kurze Mähdreschereinweisung gekommen. Aus zeitlichen Gründen drehte ich nur mal eine Runde um das ganze Feld, denn schliesslich wartete noch das Gerstenstroh darauf, zusammengetragen zu werden, um dann in schönen Strohballen zu enden. Heu hatte ich ja bereits zusammengetragen. Aber heute hing die Maschine an einem anderen Traktor, mit anderen Einstellungen und überhaupt.

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Also gab es wieder eine sorgfältige Instruktion, bevor ich meine Bahnen über das Feld ziehen konnte. Bis gestern dachte ich ja, dass Heu eine ziemlich kratzige Angelegenheit sein kann. *grins* Aber Heu ist wie Samt im Vergleich zu Gerstenstroh – das sticht und juckt ganz fürchterlich.

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Bei den Querbahnen hatte ich mit dem Kreiselschwader meine liebe Mühe und schaffte es doch tatsächlich, eine ganze Ladung Stroh auf den benachbarten Zuckerrüben zu verteilen. Gut nur, dass ich eine Heugabel mit an Bord hatte, um das Malheur von Hand wieder zu beseitigen. Tja, ist halt alles nicht so einfach. Die grösste Herausforderung war dann aber die «lange» Rückfahrt auf der Hauptstrasse zum Hof. Diese sperrige Ding hinten hat nun mal eine Breite von gut 3.5 Metern. Mir ist gestern so richtig bewusst geworden, was alles an den Strassenrändern rumsteht, das man mal locker beim Vorbeifahren mitnehmen könnte. *grins* Und dann diese brütende Hitze… Inzwischen war der ganze Raps weg und ich konnte die Leitpfosten wieder einstecken. Ist Euch schon mal aufgefallen, dass diese auf der einen Seite zwei Reflektorpunkte haben und auf der anderen Seite einen Reflektorstreifen? Mir nicht. Deswegen habe ich diese Dinger auch einfach nur so reingestöpselt, was meinem liebenswerten «Lehrmeister» beim Runterholen der mit Raps gefüllten Wagen mehr als nur ein Schmunzeln entlockt hat. Für mich war dann erst einmal Pause – ich durfte beim Heu holen gemütlich mitfahren und war nur für das Öffnen des Ladewagens beim Abladen und für das Zusammengabeln des Heus (super für straffe Oberarme ;o) ) für den Kran zuständig. Danach holten wir noch rasch drei Wagen für den Weizen, da die eine Firma glücklicherweise an diesem Abend noch Zeit zum Ernten hatte.

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Nach dem kurzen Abendessen bekam ich dann eine Einweisung in den inzwischen fünften Traktor. Mit diesem sollte ich eine Ladung Raps in die Getreidesammelstelle fahren. Üben konnte ich auf dem abgeernteten Rapsfeld und auf der kurzen Strecke zum Hof. Was soll ich sagen: ich fühlte mich nicht wohl bei der Sache. Erstens konnte ich mit dem Traktor nicht so richtig warm werden, zweitens ist es schon ein sehr spezielles Gefühl, wenn beim Bremsen von hinten noch Gewicht nachschiebt. Kaum vorzustellen, wie das bei den zwei gefüllten Wagen ist, die Christoph abliefern sollte. Kurz nach 23 Uhr war unser Abliefertermin. Ich wartete auf dem Traktor auf Christoph, um hinter ihm herzuzuckeln – wusste ja nicht, wo ich hinfahren sollte. Als ich losfahren wollte merkte ich, dass sich die Handbremse nicht lösen liess. Verzweifelt versuchte ich, ihn auf mich aufmerksam zu machen, als er vorbeifuhr…jedoch keine Chance bei der Dunkelheit. Zum Glück gibt es Handys. Die Handbremse funktionierte übrigens tadellos – ich hatte in der Aufregung nur den falschen Hebel erwischt. *seufz* Die Fahrerei war echt eine Katastrophe. Ich sass auf diesem Bock wie auf glühenden Kohlen, ständig darauf gefasst, irgendwo anzurempeln, nicht rechtzeitig bremsen zu können oder mit dem Wagen umzukippen (geht so gar nicht, aber man weiss ja nie). Der Schweiss lief mir nicht nur wegen den warmen Temperaturen den Rücken runter. Ausserdem war viel mehr Verkehr, als ich es mir um diese Zeit vorgestellt hatte. Beim Kreuzen mit einem anderen Traktor mit Anhänger war ich kurz davor, mein lautes Gefährt einfach hinzustellen und schreiend davonzulaufen. Bei der Sammelstelle angekommen schaffte es Christoph dann, mich so weit wieder runterzuholen, dass ich mir durchaus vorstellen konnte, mit dem leeren Wagen wieder zurückzufahren und das vielleicht sogar im vierten oder fünften Gang. *grins* Bei der Sammelstelle wird das Getreide auf Qualität, Feuchtigkeitsgehalt und was weiss ich noch alles geprüft, dann muss man warten, bis alles durchgelaufen und sortiert ist, unterschreibt dann die Quittung und darf wieder losfahren. Ich in der Tat etwas entspannter, als beim Hinfahren. War dann aber trotzdem froh, als ich auf dem Hof stand und den Motor ausschalten konnte. Irgendwie war das für meinen Geschmack gestern fast zu viel Action an einem Tag. Tja. Ich begleitete dann Christoph noch beim Einsammeln der mit Weizen gefüllten Wagen, bevor ich mich so um zwei Uhr morgens in mein gemütlich kleines Wägelchen setzte und Richtung Bett nach Hause brauste. Ich glaube, mein Kopf war noch nicht auf dem Kissen, als ich schon eingeschlafen war.

Noch mehr PS

19 Jul

So, der Raps ist in «trockenen Tüchern» und mein erster «Gehversuch» mit dem Mähdrescher haben Maschine, Instruktor und Fahrerin heil überstanden. *lach* Schon ein lustiges Gefühl, mit einer so grossen Maschine zu hantieren, aber doch einfacher, als ich es mir vorgestellt hatte – auf jeden Fall so lange ich geradeaus fahren und nur das Schneidwerk in der Höhe verstellen musste. ;-) Die Kabine wunderbar klimatisiert und das Fahren fast so ein bisschen wie bei einem PC-Spiel, mit Joystick und so…

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Die Kornblume

18 Jul

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