Hofwoche – Tag 5

17 Okt

So, nach der letzten Folge ist das Misch-Masch zwischen den einzelnen Tagen meiner Hofwoche kaum mehr zu toppen: was nach Tag 5 aussah, war eigentlich Tag 3 (Fenster putzen) und Tag 4 (der Rest). Aber egal…

Die Fensterreinigungs-Aktion am Mittwochmorgen war eine total lustige Schlechtwetteraktivität – das hätte ich mir am Morgen früh kaum zu träumen gewacht. Denn meine Laune war wegen des Regens zuerst eher etwas getrübt. Das änderte sich aber sehr schnell und machte einer ausgelassenen Stimmung Platz. Bei Christofs Aktion mit dem Gabelstapler musste ich so lachen, dass ich tatsächlich fast in die Hose pinkelte – einfach nur köstlich. Als er mich dann bat, ihm aus dem Milchraum den Wasserschlauch zu reichen, konnte ich es mir natürlich nicht verkneifen, ihn gepflegt von oben bis unten nasszuspritzen. Und ich war ganz erstaunt, dass mir Christof nicht postwendend den Eimer mit Putzwasser über den Kopf goss. Denn wäre ich dort oben gestanden, wäre das auf jeden Fall passiert. *grins* Dem Filmteam sagte ich dann, dass ich das Rumgespritze auf keinen Fall wiederholen würde, da ja sonst die ganze Spontanität im Eimer wäre. Entweder sei die Szene per Zufall im Kasten oder dann halt eben nicht. Basta! Passend zu der Wasserschlacht verzogen sich gegen Mittag dann auch die Regenwolken…aber dieses Thema hatte ich ja bereits.

Den Donnerstag Morgen (Tag 4 meiner Hofwoche) hatte ich mir als drehfreien Morgen ausbedungen. Ich wollte für Christof, seine Mutter Rosmarie nd seine Schwester Lotti sowie für das vierköpfige Filmteam kochen: Als Vorspeise eine Teigtasche mit einer Aprikosen-Ziegenkäse-Rosmarin-Füllung auf einem Salatbett. Als Hauptgang servierte ich einen Caipirinha-Lachs auf Kokos-Kartoffelpürée mit glasierten Karotten. Und als kleine Herausforderung kredenzte ich zum Abschluss ein Avocado-Tirami-sù. Am Morgen war ich so also gut beschäftigt. Und meine «Gäste» am Mittag kulinarisch gefordert. *lach* Derweilen ich in Begleitung von Rosmarie in der Küche herumwerkelte, wurde bei Christof drüben die Szene mit Lotti beim Betten machen und Abstauben gedreht. Vielleicht hätte ich bei dieser Haushaltsunterweisung auch dabei sein sollen, denn wer mich kennt weiss, dass solche Tätigkeiten nicht unbedingt zu meinen Stärken gehören. ;-)

Am Nachmittag war dann der Ausflug zum Weinbauern Fredy und seiner Frau Bea geplant, die sich in der ersten Staffel kennen und lieben gelernt hatten. Dieser Ausflug wurde uns von der TV-Gesellschaft anlässlich der 10. Jubiläums-Staffel vorgeschrieben. Christofs Aufgabe war es, diesen Besuch irgendwie einzubringen. So richtig Lust darauf hatten wir jedoch beide nicht. Denn weder er noch ich hatten zu diesen Beiden irgend einen Bezug. Aber wir gaben uns dann doch einen Ruck (hallo Selbstmotivation) und versuchten, dem Ausflug eine faire Chance zu geben. Nicht unbedingt motivationsfördernd war der Auftakt des Besuchs, denn wir mussten wieder und wieder und wieder zum Hof des Weinbauers rauflaufen, bis die Szene endlich zur Zufriedenheit aller im Kasten war. Auf der anderen Seite stellten Christof und ich bei dieser Gelegenheit fest, dass sich das Händchenhalten eigentlich ganz gut anfühlte… ;o)

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Zu Beginn war die Stimmung zwischen Fredy, Bea, Christof und mir auf jeden Fall noch ein wenig gedämpft. Doch mit fortgeschrittener Zeit und ein paar Gläsern Wein tauten wir vier schliesslich auf und hatten einiges zu lachen.

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Wenn ich ehrlich bin, hatte ich am Ende schon ein kleines Räuschchen beisammen – ein Wunder eigentlich, dass ich beim anschliessenden Kirschen pflücken nicht von der Leiter gepurzelt bin. :o)

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Vielleicht trägt ja auch der Wein ein klitzekleinwenig die Schuld daran, dass ich auf die Idee mit dem Singen gekommen bin. Aber ich wollte doch Christof so gerne einmal singen hören – wo er doch seit Jahren im Männerchor singt. Dass die Produktion das Lied dann aus den unterschiedlichen Versuchen, die durch viel Lachen unterbrochen wurden, zusammenschneiden musste, hat mich gestern zwar etwas befremdet, aber eigentlich ist es ja auch egal.

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http://www.3plus.tv/episode/bauer-ledig-sucht/staffel-10-folge-13

Für Christof und mich war es auf jeden Fall lustig, die Abendstimmung war zauberschön und wir beide sind uns an diesem Abend einiges näher gekommen…wenngleich es für verschiedene Medien wohl nicht nahe genug war:

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Muss denn immer gleich rumgeknutscht sein? Gut Ding will halt eben Weile haben…oder auch nicht – wir werden sehen.

 

AUA!

14 Okt

Das…

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…und eine «Schnapsidee»…

…gleich ganz viel AUA!

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Bild

Staub aufwirbeln

12 Okt

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Hofwoche – Tag 4

10 Okt

Eigentlich stimmt der Titel ja nicht wirklich. Denn die gestern ausgestrahlten Szenen wurden nicht an Tag vier sondern an Tag fünf meiner Hofwoche gedreht. Aber das ist ja nicht neu, dass die Ausstrahlung nicht dem tatsächlichen Zeitablauf entspricht… :o)

Dass ich während der Hofwoche gerne pflügen möchte, war von Anfang an ein heimlicher Wunsch von mir. Wann sonst sollte die Gelegenheit kommen, bei einem zweifachen Weltmeister im Drehpflügen Unterricht zu erhalten?!? Also sprach ich Christof am Donnerstagabend darauf an. Er fand es toll, dass ich mich so für sein Hobby interessierte und wollte mir diesen Wunsch auch sehr gerne erfüllen. Dumm nur, dass auf Christofs Felder noch überall die Frucht stand. Das schien er genauso zu bedauern, wie ich. Doch dann kam ihm die zündende Idee, einen Kollegen anzufragen, der bereits Gerste geerntet hatte. Nun war es aber so, dass dieser Kollege das Feld bereits gegrubbert hatte. Hmmmmmm. Ich konnte den Kollegen dann aber mit der Aussicht auf einen selbstgebackenen Kuchen bestechen. Wobei es wohl eher das Angebot von Christof war, das ihn überzeugte: er durfte die Sämaschine von ihm für eben dieses Feld gratis ausleihen. Ich fand das toll, dass Christof das für mich machte. Wirklich total lieb. Eine Szene für den nächsten Tag stand also bereits fest.

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Am Freitagmorgen galt es dann also, eine Story rund um das Pflügen aufzubauen. Ich weiss nicht mehr, wie oft ich ins Büro laufen musste, wie oft ich mir die Pokale anschaute und wie oft wir die Szene mit dem Telefonat drehten. Aber endlich war alles zur Zufriedenheit des Filmteams im Kasten. Und wir machten uns darauf, mich mit dem Traktor anzufreunden. Da ich noch nie zuvor mit einem Traktor gefahren war, wusste ich nicht, wie hart eine Kupplung sein kann. So hart, dass ich nach knapp fünf Minuten bereits das Gefühl hatte, dass mein Oberschenkel kurz vor dem Abfallen ist. *lach* Das Fahren mit dem grossen Pflug im Schlepptau funktionierte erstaunlich gut und auch mit dem Pflügen hatte ich – dank der super Einführung von Christof – keine Probleme. Sein Kompliment ging dann auch runter wie Sahne.

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Für den Nachmittag war dann die Szene mit dem Schweissen angedacht. Christof wusste aus meinem Brief, dass ich gerne schweisse. Und so besorgte er sich extra von einem Verwandten eine super Schweissanlage (er selber hat auch eine, aber eine kleinere), damit wir ev. etwas machen könnten. Ich selber wusste von 3+, dass Christof eine Schweissanlage hat und dachte mir auch, dass es nett sein könnte, wenn wir gemeinsam etwas zusammenbraten könnten. Also packte ich zuhause ein paar meiner x alten Hufeisen ein, die ich für genau solche Zwecke gesammelt habe. Das restliche Material für das «Kunstwerk» hatte ich mir natürlich bereits am Vortag aus seinem Alteisen zusammen gesucht. Schliesslich wollten wir etwas zusammenbraten, das für uns auch irgendwo einen Sinn machte. Und da wir uns am ersten Abend beide an dem schönen Sonnenblumenfeld in der Abendsonne erfreut hatten, sollte es halt eine Sonnenblume werden. Das Schweissen war total lustig – es knisterte, knatterte und lärmte, dass es eine wahre Freude war. Und über das Ergebnis freuten sich Christof und ich wie kleine Kinder.

Sonnenblume

Übrigens: die Sonnenblume steht noch immer in Christofs Garten…

http://www.3plus.tv/episode/bauer-ledig-sucht/staffel-10-folge-12

Hofwoche – Tag 3

3 Okt

Ok, gleich mal vorneweg ein «mea culpa»: wer konnte schon ahnen, dass die ausgestrahlten Szenen munter durcheinander gewürfelt werden und nicht den konkreten Tagen der Hofwoche entsprechen. So wurde also tatsächlich noch der Teil mit dem Unkraut jäten vom Vorabend und dieses elendige Picknick am Mittag nach der Ballonfahrt ausgestrahlt. Letzteres glücklicherweise in sehr abgespeckter Manier. Wenn wir die gestern ausgestrahlten Aktionen alle in einen Tag hätten packen wollen, dann wären wir wohl 18 Stunden vor der Kamera gestanden. *kicher*

Da wir am Vortag so früh aufstehen mussten und sich der Dreh doch etwas in den Abend zog, stand das Filmteam am Mittwoch erst um 9 Uhr auf der Matte. Immerhin. Das Wetter draussen war nicht so berauschend, der Himmel Wolken verhangen, aus denen es tröpfelte. Aber wie heisst es so schön: es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Und Christof hatte an alles gedacht – sogar an ein Schlechtwetterprogramm. Wobei die Idee mit dem Mosten wohl eher von der Produktion kam, denn im Juli hängen an den Bäumen nun mal noch keine reife Äpfel. Egal, denn Äpfel kann man das ganze Jahr durch kaufen – noch Fragen!?! *lol* Das Durchdrehen der Äpfel war eigentlich ganz spassig. Und wenn man den Dreh raus hat auch gar nicht so anstrengend. Selbst wenn man immer und immer und immer wieder drehen muss, weil von dieser Seite noch eine Aufnahme gemacht werden muss, dann von der anderen Seite, dann noch mit Mutter auf dieser Seite und mit Mutter auf der anderen Seite. Das Ergebnis, der Most schmeckte auf alle Fälle seeeeeeeeehr lecker! Nix mit Zuckerzusatz, Konservierungsstoffen oder Geschmackseinbussen durch Pasteurisieren. Natur pur! Und Christof fand, dass er das nun wieder öfter machen wolle – für den Hausgebrauch. Wozu so eine Sendung nicht alles gut sein kann…

Nach dem Mittagessen war die Wolkendecke bereits etwas lichter, aber noch immer tropfte es von oben runter. Zeit für ein weiteres Schlechtwetterprogramm. Aber dieses Mal verrate ich lieber noch nichts…

In der Zwischenzeit hatten sich die Wolken verzogen und die Sonne lachte wieder vom Himmel. Einmal mehr denke ich, dass wir mit dem Wetter wirklich Glück hatten. Denn nach unserer Hofwoche zeigte sich der Sommer ja nur noch von seiner feuchtesten Seite. Nicht unbedingt die idealsten Bedingungen für Filmaufnahmen.

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Dem Melken sah ich mit gemischten Gefühlen entgegen und ich musste mich im Vorfeld erst einmal tierisch aufregen. Denn eigentlich war geplant, dass wir um 17.30 im Stall sind. Die Kühe sind ja auch irgendwie Gewohnheitstiere und passen sich einem gegebenen Rhythmus an. Wegen irgendwelchen O-Tönen zögerte sich das Ganze jedoch wieder und wieder hinaus, so dass wir erst um einiges später im Stall eintrafen.

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Bei Christofs ehemaliger Kuh, die extra wegen uns noch nicht gemolken wurde, tropfte daher schon die Milch aus dem Euter, was für sie bestimmt nicht sehr angenehm war. Wir setzten uns dann durch, das arme Tier bereits zu melken, denn es kann schliesslich nichts dafür, wenn die Menschen nicht in der Lage sind, einen Zeitplan einzuhalten. Ich mag es überhaupt nicht, wenn über das Wohl der Tiere einfach so grosszügig hinweg gesehen wird!!! Normalerweise hätte ich mich danach so schnell wohl nicht wieder abgeregt. Aber Christofs ruhige Art scheint nicht nur auf Tiere eine gute Wirkung zu haben, sondern auch auf mich. Selbst meine Nervosität vor meinem Melkauftritt konnte er mir etwas nehmen. Die war aber auch begründet. Zum einen, weil es sich auf diesem Melkschemel sehr wackelig sitzt und weil die Kuh mich nur einmal kurz hätte anschubsen brauchen, damit ich am Boden liege. Und das wäre mir dann schon eher unangenehm gewesen, das könnt Ihr mir glauben. Zum anderen wollte ich, als Laie, dem armen Tier mit der Melkmaschine ja auch keinen Schaden zufügen. Nicht, nachdem sie schon so lange darauf warten musste, endlich gemolken zu werden. Unter Christofs fachkundiger Anleitung funktionierte die Melkerei dann jedoch erstaunlich gut. So gut, dass ich danach sogar etwas stolz auf mich war. Genauso wie Christof – das fand ich besonders süss. Nach dem Melken durfte ich dann noch die beiden Kälber tränken, die auch schon fast am Verhungern waren. Die hatten einen Zug drauf, dass es eine wahre Freude war. Als auch diese Szene im Kasten war, folgten die obligaten O-Töne, es wurden noch ein paar Takte mit dem befreundeten Landwirten geplaudert und natürlich mussten die landwirtschaftlichen Geräte ausgetestet werden. *grins*

http://www.3plus.tv/episode/bauer-ledig-sucht/staffel-10-folge-11

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Nachdem das Filmteam weg war, kümmerte ich mich um das Abendessen (eine Berner Rösti). Auch wenn ich Christofs Mutter bereits ab dem ersten Tag zur Hand ging, war es mir nicht Recht, mich ständig von ihr bekochen lassen – bin ja schon ein grosses Mädchen. Bei einem Gläschen Wein liessen Christof und ich den Abend dann gemütlich ausklingen – auch das muss mal sein.

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