Momente

Mittwoch, 18.09.13

Frühyoga

Trotz starker Erkältung entschliesse ich mich, meine Yogaübungen zu machen. Vielleicht hilft es meinem zerschlagenen Körper, etwas entspannter zu werden. Ich widerstehe auch der Versuchung, einige der Übungen auszulassen. Und siehe da: nach dem Yoga fühle ich mich wesentlich besser. Nicht, dass die Erkältung weniger geworden wäre, aber ich fühe mich gut gewappnet, den heutigen Tag anzupacken.

 

Montag, 16.09.13

Geführte Meditation

15 Minuten, mit der CD aus dem MBSR-Kurs.

 

Freitag, 06.09.13

Frühyoga

Schlaftrunken tappe ich in mein Atelier – dicht gefolgt von meinen Katzen, die nicht verstehen, dass der erste Gang nicht direkt zu ihrem Futterplatz geht. Ruhig lege ich die Yogamatte aus und schiebe eine Meditations-CD in den Player. Und stehe erst mal an, weil der CD-Player nicht funktioniert. Ohne Musik keine Lust auf Yoga. Aber nicht gleich wieder die guten Vorsätze über den Haufen werfen, sondern die Mini-Anlage erst einmal etwas unsanft bearbeiten. Und siehe da – die CD schnurrt wie ein Kätzchen. Entspannt dehne ich mich durch die 11 Yogaübungen, erstaunt, wie gut ich diese nach so langer Zeit noch hinbekomme.

 

Montag, 18.03.13

Der Smoothie

Die Zutaten auswählen und waschen. Betrachten und überlegen, wie ich sie für das Foto zurechtlegen könnte. Mich an den unterschiedlichen Farben freuen. An den unterschiedlichen Strukturen. Den Smoothie zubereiten und genüsslich trinken.

 

Donnerstag, 14.02.13

Klecksen

Mein neustes Bild ist fertig geworden. Und es gefällt mir sogar selber, DER Wahnsinn. Ich habe so zufrieden vor mich hingekleckst, dass die Zeit nur so verflogen ist. Ich habe keine Musik dazu gehört, mich nicht von Freitag stören lassen und keine Gedanken gewälzt. Im Zentrum war einfach nur das Malen – bis ich das Gefühl hatte, dass das Bild so ist, wie ich das haben möchte. Ein gutes Gefühl!

 

Mittwoch, 13.02.13

Achtsam sein, ohne es als Achtsamkeit wahrzunehmen

Sie ist von mir ein wenig vernachlässigt worden in letzter Zeit, die Achtsamkeit. Mir fehlt die Energie selbst dafür.  Wobei! Beim Malen und beim Schreiben, da bin ich bei mir. Da schweifen die Gedanken nur wenig ab. Da bin ich bei dem, was ich tue. Achtsam. Meine kleine Insel. Ich war also selbst in letzter Zeit immer mal wieder achtsam – und habe es gar nicht gemerkt.

 

Montag, 04.02.13

Von 180 auf 60

Inzwischen glaube ich schon, dass das regelmässige Praktizieren von Meditationsübungen etwas bringt. Ich war echt unter Strom, wie ich mich hingesetzt habe, mein Herz hämmerte wie ein Presslufthammer. Nach und nach wurde ich ruhiger, versuchte, meine Aufmerksamkeit auf den Atem zu konzentrieren. Die Aggression war noch da, aber nicht mehr so einnehmend. Als könne ich sie betrachten. Die anschliessenden Yoga-Übungen haben meinen Körper schön entspannt. Innerlich bin ich zwar immer noch aufgewühlt, aber nicht mehr so unterträglich aggressiv. Es lebe die Achtsamkeit.

 

Sonntag, 03.02.13

Sitzmeditation und ein warmes Bad

Die Sitzmeditation war heute eher anstrengend. Ich hatte riesige Mühe, zu mir zu finden, mich auf den Atem zu konzentrieren. So war ich dann auch froh, wie die Zeit um war. Das Bad hat mich heute wesentlich mehr entspannt, als die Meditation. Ich konnte mich in dem warmen Wasser wunderbar fallen lassen. Und dann noch ein paar Seiten in einem Buch lesen, das bei mir schon lange auf der Liste der zu lesenden Büchern steht.

 

Mittwoch, 30.01.13

Yoga mit Mama

Nun, so achtsam habe ich die Yoga-Übungen heute wohl nicht ausgeführt. Denn ich musste immer mal wieder ein Auge auf meine Mama halten, die mich bei den Yoga-Übungen tatkräftig unterstützt hat. Schliesslich ist sie nicht mehr die Jüngste und sportlich auch nicht unbedingt sehr aktiv. Und trotzdem waren die Übungen insgesamt entspannend. Ich merke, wie mein Körper die Kombination aus Anspannung und Dehnung regelrecht aufsaugt – eine Wohltat, in der Tat. :-)

 

Dienstag, 29.01.13

Dreimal.

Drei wirklich achtsame Momente hatte ich heute. Habe ich mir „geschaffen“. Nein, eigentlich waren es vier. Die Sitzmeditation am Morgen, dann Selbstwahrnehmung in der Klinik, Yoga nach dem Kraftraining und heute Abend noch mein achtsamer Selbsthass-Erguss. Das nenne ich mal Fortschritt. Vor allem das Niederschreiben meiner ganzen negativen Empfindungen gegen mich hat mich irgendwie beruhigt. Auf der einen Seite zwar auch aufgewühlt. Aber insgesamt doch eher beruhigt.

 

Sonntag, 27.01.13

Sündige Schokolade

Chili-Schokolade

Da gibt es diese tolle Schokolade von Lindt, hauchdünn, mit Chili. Da ich mich schwer damit tue, langsam und gemässigt zu essen (vor allem bei Süssem oder salzigen Knabbereien) sind Achtsamkeitsübungen in Verbindung mit Genussmitteln super. Die zwei Täfelchen, die ich mir genehmigt habe, sind auf meiner Zunge nur so dahingeschmolzen. Da ist zuerst diese Süsse, die bald darauf leicht herb wird und im Gaumen entfaltet sich der Geschmack von Chili. Ganz dezent. Ein harmonisches Geschmackskunstwerk – für über 10 Minuten.

 

Freitag, 25.01.13

„TIMBER!“

Nun, so weit, dass der Baum gefallen wäre, ist es bei meiner heutigen Achtsamkeitsübung nicht gekommen. Aber die Yogaübungen waren schon ziemlich geprägt von Zittern und Wackeln. Mindestens habe ich es dadurch geschafft, doch ca. 40 Minuten etwas runter zu fahren, weil ich mich auf den Körper konzentrieren musste und so die Gedanken etwas in den Hintergrund gerückt sind.

 

Donnerstag, 24.01.13

Leichtes Yoga

Im MBSR-Kurs heute Abend haben wir einige leichte Yoga-Übungen gelernt, die wir in den kommenden Wochen in unseren Alltag einbauen sollen. Ich bin vor längerer Zeit regelmässig ins Yoga gegangen und habe heute wieder festgestellt, wie wohltuend diese Bewegungen für meinen Körper sind. Da ist zum Beispiel die Kindhaltung, die super entspannend für die Rückenmuskeln und den Nacken ist und mir unheimlich gut hilft, innerlich abzuschalten. Oder die Baumhaltung, die zwar etwas wackelig wirkt, wenn man nicht geübt ist, die aber den Geist sehr gut beruhigt, weil es ziemliche Konzentration braucht, um das Gleichgewicht zu halten. Nach einer Stunde war ich wunderbar entspannt. Und ich habe mir fest vorgenommen, die eine oder andere Yoga-Übung irgendwie in meine Tage einzubauen.

 

Mittwoch, 23.01.13

Bodyscan

Die neue CD für den geführten Bodyscan von Dr. V. wollte ich heute unbedingt ausprobieren. Ich habe mich eingerichtet und die CD laufen lassen. Noch bevor ich beim linken Unterschenkel angelangt bin macht es einen riesigen „Rumms“ – und der Fernseher wackelt gefährlich, weil Freitag hinter die Anlage geklettert und abgerutscht ist. Genervt springe ich auf und scheuche ihn runter. Dem Kerl ist aufgezogen, der ärgert mich bereits den ganzen Abend. Also zurück auf den Boden, Unmut abschütteln und weiter im Takt, die CD-Stimme ist bereits bei den rechten Zehen angelangt. Ich atme mich bis zur rechten Hüfte hoch….und zack springt mir Freitag auf den Bauch. So richtig mit Schwung. Ich könnte ihn ausstopfen. Ich versuche noch einmal, mich in meinen Körper zu vertiefen, aber gelingen will mir das nicht mehr so recht. Also Übung abbrechen und ev. im Bett noch einmal einen Versuch starten.

 

Dienstag, 22.01.13

Achtsames Tee trinken

Das Teemuster, das schon lange in einer Ecke steht, will ich unbedingt für diese Achtsamkeitsübung nutzen. Schwarzer Tee mit Stücken von Kakao und Haselnuss, das hört sich doch spannend an. Der Tee ist aufgebrüht und „verfeinert“. Bei mir heisst das: mit drei Stück Süssstoff (auch 0.58 Liter) und einem Schluck Milch versetzt. Der Tee riecht süsslich und – ja – schokoladig. Die Tasse ist angenehm warm. Ich lassen den ersten Schluck über meine Zunge und den Gaumen in den Bauch gleiten. Die Schokolade ist recht dominant. Aber nicht unangenehm. Haselnuss schmecke ich noch nicht heraus. Der zweite Schluck. Doch, ganz zum Schluss verspüre ich einen Hauch von Haselnuss. Haselnuss, wie Haselnuss in einer Gianduja, weniger wie eine ganze Haselnuss. Gut für mich, denn eigentlich mag ich Haselnuss nicht so gerne. Ich lasse mir Zeit beim trinken. Achte nur auf den Geschmack und den Geruch. Und auf die wohlige Wärme, die sich langsam von meinem Bauch aus in den Körper ausbreitet.

 

Montag, 21.01.13

Sitzmeditation

Ich versuche, entspannt auf meinem Meditationskissen zu sitzen. Das gelingt mir sogar einigermassen gut. Die Augen sind geschlossen und ich konzentriere mich auf die Stimme des Kursleiters ab CD. Mein Atem geht ruhig, von weitem höre ich das Schnurren der Katzen und in meinen Ohren drin höre ich das doofe Klingeln, das mich seit ein paar Monaten begleitet. Ich versuche, das Klingeln zu ignorieren, mich auf den Atem zu konzentrieren. Aber es ist zu dominant, zu hoch, zu agressiv. Ich weiss, warum. Weil ich mich gestresst fühle. Hausgemachter Stress. Die Entscheidungen, die Zukunft, die Ungewissheit. Uuups, die Gedanken schweifen total ab. Zurück zum Atem. Bis die Klangschale das Ende der Meditation ankündigt.

 

Freitag, 18.01.13

Bodyscan, oder wenn der Schlaf schneller ist, als die Gedanken

Ich fühle mich beschwingt durch den Alkohol und die angenehmen Klänge und Naturgeräusche der Meditations-CD lullen mich zusätzlich ein. Ich lenke meine Konzentration auf den Atem und danach auf meine Zehen und den Fuss. Mir ist angenehm warm. Ich wandere in Gedanken weiter zum Unterschenkel…….und bin schon eingeschlafen.

 

Donnerstag, 17.01.13

Sitzmeditation – Konzentration auf den Atem

Ich sitze im Schneidersitz auf dem Meditationskissen und versuche eine möglichst angenehme Haltung einzunehmen, bei der ich aufrecht sitze, damit der Atem gut fliessen kann. Meine Augen sind geschlossen und ich achte auf die Worte des Therapeuten. Wir sollen uns auf unseren Atem konzentrieren – nicht mehr und nicht weniger. Einatmen, ausatmen. Und schauen, wo wir den Atem am besten spüren – im Bauchraum, in der Brust, im Hals, in der Nase. Aber wie soll ich mich auf den Atem konzentrieren, wenn mich der Rücken so schmerzt. Ich versuche, den Rücken etwas zu entspannen, aber das nützt nichts. Und dann erinnere ich mich wieder, was Dr. V. über die Gefühle gesagt hat. Dass es in der Achtsamkeit nicht um „Richtig“ oder „Falsch“ geht. Nicht um „Gut“ oder „Schlecht“. Sondern dass es darum geht, Gefühle zuzulassen. Ohne in ihnen einzutauchen. Ob das auch für Schmerzen gilt? Ich versuche es. Versuche, die Schmerzen im Rücken zu akzeptieren. Weil sie halt einfach da sind. Und ich merke, wie die Schmerzen weniger werden. Und ich mich auf den Atem konzentrieren kann. Vielleicht werden die Schmerzen auch nicht weniger, aber sie stehen nicht mehr bei mir im Vordergrund. Weil ich achtsam war; akzeptiert habe. So interpretiere ich das. Und dann signalisiert Dr. V. das Ende der Übung. Mit drei Schlägen an die Klangschale. Mir fällt auf, dass der sich zum hellen Ton nach kurzer Zeit ein zweiter dazugesellt. Eine Terz. Hört sich schön an. Das ist mir vorher die ganze Zeit nicht aufgefallen. Gar nicht so schlecht, wenn man seine Wahrnehmung schärft.

 

Mittwoch, 16.01.13

Bodyscan

Der süssliche Duft von Amber und Rose liegt in der Luft und lullt mich, zusammen mit entspannenden Klängen – ein. Ich schliesse die Augen und versuche, mich auf den Atem zu konzentrieren, bis mein Körper mehr und mehr den Kontakt mit dem Boden findet. Dann richte ich die Aufmerksamkeit auf den Körper, lasse den Atem nach und nach von den Füssen bis in den Kopf fliessen und beobachte mich, wie es mir dabei geht. Ich merke, dass ich mich an vielen Stellen des Körpers nicht wohl fühle und versuche, dort gezielt zu entspannen. Das gelingt ganz gut…bis auf den Nacken. Dort habe ich starke Schmerzen – in dem Bereich, der sich gestern so kalt angefühlt hat. Ich versuche ein inneres Lächeln. Es gelingt mir nicht, im Gegenteil, mir kommen die Tränen. Ich lasse es zu und versuche, die Traurigkeit vorbeiziehen zu lassen. Langsam komme ich wieder „zurück“ – und blicke in fragende Katzenaugen.

Katzenaugen

 

Dienstag, 15.01.13

Achtsames „Freitag-Streicheln“

„Hüpf!“ Unbemerkt hat sich Freitag an mich rangeschlichen und ist auf meine Beine gesprungen. Die Art, wie er es sich darauf bequem macht, lässt keine Zweifel offen: er ist im Kuschelmodus. Kommt mir gerade recht. Ich streichle und streichle und lausche dem zufriedenen Schnurren meiner schwarzen Samtpfote. Und plötzlich ist da nur noch das weiche Fell, das gemütliche Schnurren und die Zufriedenheit, die von Freitag ausgeht. Ich merke, wie sie mich umhüllt und meinen Geist in Beschlag nimmt – so dass ich am liebsten selber gleich mit dem Schnurren anfangen würde.

Vertrauen

 

Montag, 14.01.13

Faustübung

Das Wasser duftet angenehm nach Gewürzen und Zitrusfrüchten, die Wärme umhüllt mich und das stimmungsvolle Licht der Blüten-Lichterkette ist sehr beruhigend.

Blütenlichter

Ich suche mir die bequemste Position in der Wanne und schliesse die Augen. Dann balle ich die rechte Hand und achte auf die Spannung in Händen und Unterarm. Nach kurzer Zeit löse ich die Anspannung und „beobachte“, wie sich das anfühlt. Nach dem dritten Mal Anspannen merke ich, wie der Arm angenehm schwer wird und sich meine schlechte Laune wegen den doofen Fotos legt. Ich wechsle zum linken Arm…..und muss nach dem zweiten Mal Anspannen die Übung abbrechen: Freitag hat sich vor die Badewanne erbrochen. Es kann mich nicht erschüttern, die Entspannung „hält“.

 

Sonntag, 13.01.13

Achtsames Duschen

Das warme Wasser läuft über meinen Körper, das Rauschen des Wassers und das Summen des Heizlüfters vermischen sich zu einem beruhigenden Hintergrundgeräusch. Durch meinen Kopf ziehen viele Gedanken und ich versuche, meine Aufmerksamkeit auf das warme Wasser zu lenken. Da, wo kein Wasser ist, spüre ich die Kälte, die durch den Duschvorhang kriecht. Also die Temperatur noch etwas hochdrehen. Dampf steigt auf und die Wärme durchflutet meinen ganzen Körper. Die Gedanken ziehen vorbei – es gibt nur noch die Wärme, das Rauschen des Wassers und das Pusten des Heizlüfters. Vor meinem inneren Auge entsteht ein Bild, ein lichter Wald, ein warmer Wasserfall, das Rauschen des Windes. Ganz entspannt und mit einer wohligen Wärme steige ich 20 Minuten später aus der Dusche – bereit den weiteren Tag in Angriff zu nehmen.

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