Tag Archives: Schäden

Freud und Leid in der Landwirtschaft

13 Jun

Freude bereitet der Blühstreifen – auch wenn daran weniger zu verdienen ist, als mit Frucht. Aber fürs Auge ist ein solcher Farbtupfer zwischen den grünen Wiesen und Äckern eine Bereicherung. Auch zu sehen, dass die Wildbienen das «Angebot» fleissig nutzen. :o)

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Weniger Freude bereitet der Anblick des Gerstenfeldes. Und für morgen sind wieder heftige Gewitter gemeldet. Hoffen wir, dass diese uns entweder verschonen, oder sich nicht ganz so heftig austoben…

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Sturmschäden

15 Aug

Ok, so richtig grosse Schäden sind es nicht, die der stürmische Wind neulich bei mir im Garten hinterlassen hat. Aber trotzdem… Mein Folientunnel wurde durch den Garten geweht und liess sich unsanft auf Lauch und Kohl nieder. Dem Kohl war das ziemlich egal, aber der Lauch sah danach schon etwas mitgenommen aus. Zum Glück blieb der Tunnel unbeschädigt – das spricht für die Qualität. :-)

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Die Bohnenstangen hielten dem Wind dieses Mal nicht stand und knickten teilweise um. Leider wurden dabei auch einige der Pflanzen mit ausgerissen. Mal schauen, ob sich diese Pflänzchen wieder berappeln. So richtig gut schauen die Böhnchen nach dem anhaltend feuchten Wetter sowieso nicht aus. *grummel* So langsam geht mir dieser Sommer auf die Nerven!!!

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Gelitten unter dem Sturm haben auch viele meiner Sonnenblumen – einige davon sind einfach abgebrochen. Auch ein paar der Blumentöpfe wurden einfach so umgeweht. Glücklicherweise ist nur einer davon angeknackst.

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Ich für meinen Teil wäre dafür, dass jetzt endlich der Sommer zu uns zurückkehrt. Oder mindestens ein anständiger Altweibersommer, mit viel Sonnenschein und freundlichen Temperaturen. Sonst wird es wirklich Zeit, auszuwandern. ;-)

 

Hagel

25 Jun

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Zugegeben, das Bild ist grottenschlecht. Aber es passt zum (Un)Wetter, von dem wir gerade beglückt wurden. Hagel – bereits das vierte Mal, diesen Sommer. Und dieses Mal mit Korngrössen bis 1.5 cm. Wenn die Tendenz in diesem Stil weitergeht, so sehen die zarten Pflänzchen in meinen Garten beim nächsten Hagelschauer uralt aus. *grummel* Wie es jetzt aussieht, weiss ich nicht – es ist mir noch zu nass draussen, um nachzusehen. Wenigstens haben meine Bohnenstangen den letzten Gewittersturm überstanden – die Konstruktion scheint also so schlecht nicht zu sein. Hingegen hat sich der Rosenbogen hingelegt……natürlich mit der Kletterrose. Die schaut jetzt ein wenig zerrrupft aus. Aber macht nix, wächst alles wieder nach.

Der Umzug – einmal «auskotzen» bitte

2 Mai

Rückblende
Manchmal gibt es sie, diese Eingebungen, auf die man einfach vertrauen sollte. In der Vergangenheit habe ich das viel zu selten getan, auf mein Bauchgefühl gehört. Obwohl ich inzwischen denke, dass meine Intuition doch recht gut ist. Letzten Sonntag habe ich zum Glück wieder einmal auf mein Bauchgefühl geachtet und die paar Dinge, die mir wirklich lieb sind und die in mein Auto passen, selber in mein neues Zuhause gefahren. Keine Ahnung, wie ich darauf gekommen bin, das zu tun. Die Eingebung war einfach plötzlich da.

Montag

8.00 Uhr
Die Umzugsfirma sollte eigentlich bei mir eintreffen. Nur leider weit und breit keine Spur davon. Nachdem mir schon das Verpackungsmaterial 14 Tage zu spät zugestellt wurde (als ich es nicht mehr brauchte), erstaunt mich das nicht sonderlich. Um 8.20 dann der Anruf – es werde 40 Minuten später. Ok.

08.30 Uhr
Habe mein Auto mit Bildern und Leinwänden befüllt. Merke, dass ich den Garagenöffner drin habe liegen lassen und will ihn holen. Nur leider finde ich meinen Autoschlüssel nicht. Ist wie vom Erdboden verschwunden. Eine fieberhafte Suche beginnt.

9.00 Uhr
Die Umzugsfirma trifft ein. Eine Stunde zu spät. Mein Autoschlüssel ist immer noch nicht aufgetaucht. Von den drei Umzugsleuten kann nur einer ein wenig gebrochenes Deutsch. Das macht die Verständigung nicht einfacher. Ich führe die Männer in der Wohnung durch und versuche zu erklären, was ich wie beschriftet und wie sie ev. am besten laden sollen. Leider scheinen meine Informationen beim einen Ohr rein und beim anderen Ohr raus zu gehen. Die Männer laden einfach mal so munter, wie es gerade kommt. Alles ohne System. Und seeeeeehr langsam. Eine Kiste nach der anderen. Eine Erfindung, wie einen Sackkarren scheint die Firma nicht zu kennen.

9.30 Uhr
Mein Schlüssel ist noch immer nicht auffindbar. Ich benachrichtige die Werkstatt, damit die meinen Wagen aufbrechen kommt. Ich muss den Garagenschlüssel haben, da dort Dinge gelagert sind.

10.00 Uhr
Die Umzugscrew macht Pause. Ich staune, denn sehr weit sind die Männer noch nicht gekommen. Dafür kommt der Typ von der Garage und hantiert an meinem Wagen. Schafft es auch ziemlich schnell, das Ding zu öffnen. Das erschüttert mich ein wenig. Dachte ich doch, dass die neueren Autos schwieriger zu knacken sind. Der Garagist bietet mir auch gleich an, mich in die Werkstatt mitzunehmen und mir dort einen Ersatzwagen zu geben. Am Nachmittag sollte dann der Ersatzschlüssel eintreffen. Toller Service. Ich instruiere die Umzugscrew erneut und mache mich mit ungutem Gefühl auf den Weg in die Garage.

11.00 Uhr
Ich bin zurück in Teufen. War die eine Ecke der Treppe schon immer abgebrochen? Ich glaube nicht. Denn die abgebrochene Ecke liegt noch auf dem Boden. Waren das die Umzugsleute? Ich hoffe mal nicht. Viel ist aus meiner Wohnung noch nicht ausgeräumt. Und doch scheint der Wagen schon ziemlich voll zu sein. Ist das wirklich ein 25 m3-Wagen? Ist doch gar nicht möglich. Oder die Verstautechnik scheint nicht die beste zu sein.

12.00 Uhr
In den Wagen scheint nichts mehr zu passen und immer noch ist die Wohnung zu 40% voll. Äusserst merkwürdig. Hilft aber alles nix. Wir fahren los. Ich mit dem Auto voran. Der Umzugswagen trifft 20 Minuten später als ich ein. Auf eine Strecke von 15 km so viel länger zu brauchen, ist auch eine Kunst. Inzwischen bin ich schon ziemlich angenervt. Bei 21 Umzügen war noch nie so ein anstrengender mit dabei. Beim Ausladen wird es nicht besser. Obwohl die Kisten wirklich gut angeschrieben sind, landen sie immer wieder in den falschen Zimmern. Anscheinend funktioniert das Lesen auch nicht sehr gut. Ab und zu höre ich mal wieder etwas krachen oder schaben. Sind ja nur meine Sachen und Möbel. Ich könnte echt durchstarten. Was bin ich froh, dass ich Einiges in meinem Wagen selber hochgefahren habe. Es lebe die Intuition!

13.45 Uhr
Der Umzugswagen ist leer. Ich frage, bis wann die Männer Mittag machen. Es wird erst einmal – zeitfressend – diskutiert. Dann wird ausgemacht, dass wir uns um 15 Uhr wieder in Teufen treffen. Für mich bedeuten das 5 Viertelstunden Zeit, um bei Ikea das Sofa zu holen. Gesagt getan. Nur leider passt das zerlegte Sofa nicht – wie vom Verkäufer versprochen – in den Ersatzkombi. Tja. Also muss ich ohne Sofa loszuckeln.

15.00 Uhr
Ich bin wieder in Teufen. Nur die Umzugscrew leider nicht. Ich beginne schon mal, Kisten und Gestelle rauszutragen. Etwas mehr Tempo kann nicht schaden.

15.15 Uhr
Die Crew trifft ein. Ich kann Unpünktlichkeit einfach nicht ausstehen!!! Das Beladen geht weiter. Jetzt mit meiner Unterstützung. Ich will ja auch mal fertig werden. Inzwischen ist erfreulicherweise auch schon der Mann von der Werkstatt mit dem Schlüssel eingetroffen. Er fährt mit dem Ersatzwagen gleich zurück. Das ist wirklich Service!

16.30 Uhr
Fertig mit Beladen. Ich habe den Jungs ordentlich Beine gemacht. Dafür sind meine Beine, bzw. mein Knie inzwischen wieder ziemlich geschlissen. Was soll’s. Ist ja auch normal, eine Umzugsfirma zu engagieren, damit man dann selber ranklotzt. *groll*
Ich bitte die Crew noch, rasch bei Ikea vorbeizufahre, um das Sofa aufzuladen. Normalerweise eine Sache von 40 Minuten. Nur was ist schon normal am heutigen Tag.

17.40 Uhr
Das Sofa ist auch endlich im Wagen. Wer hätte das gedacht. Für das Geld, das mich dieser Umweg gekostet hat, hätte ich mir das Ding auch gleich liefern und montieren lassen können.

18.10 Uhr
Ankunft am Bestimmungsort. Die Zeit rennt. Ich packe wieder mit an. Sonst sind die am Morgen noch dran. Leider lässt die nächste Panne nicht lange auf sich warten: die Männer haben die Führungsschienen der Schranktüren in Teufen liegen lassen und können den Schrank nicht komplett montieren. Na toll! Ich schlage vor, dass sie anstelle des Schranks das Sofa zusammenschrauben. Sollte für Profis ja kein Problem sein. Ich räume in der Zwischenzeit die Decken zusammen und den Abfall weg. Nach knapp einer halben Stunde gehe ich nachschauen, ob das Sofa steht. Guter Scherz, da steht noch gar nichts. So viel zum Thema Profis.

20.00 Uhr
Ich breche die Übung ab und schicke die Männer nach Hause – das führt ja sowieso zu nichts mehr. Der Umzug hat mich viel mehr gekostet, als eingeplant war. Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt für mich überhaupt nicht. Dass es noch dicker kommen sollte, kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen.

20.30 Uhr
Ich bin in Teufen, wo mich meine Katzen schon ziemlich kratzbürstig erwarten. Rasch schiebe ich eine Pizza in den Ofen (meine erste Mahlzeit heute), kümmere mich um meine Samtpfoten und packe den Katzenbedarf ein, der noch in der alten Wohnung ist. Ich könnte auf der Stelle einschlafen.

22.00 Uhr
Zurück im neuen Zuhause. Es ist bitterkalt in der Wohnung. Kein Wunder, bei dem Wetter. Aber Feuer mag ich nicht mehr machen. Meine Katzen nehmen den Umzug sehr unterschiedlich auf. Robinson ist sofort hell begeistert. Und scheint über sich hinauszuwachsen. So schmusig und anhänglich war der kleine Kerl noch nie. Freitag hingegen findet das neue Zuhause erst einmal ziemlich doof. Er drückt sich mit dem Bauch fast am Boden durch die Räume. Ich habe nur noch einen Wunsch: ab ins Bett. Also warm anziehen, in Wolldecken einwickeln, einschlafen.

Dienstag
Ich sollte Kisten auspacken und Sachen einräumen. Aber ich bin total erledigt. War gestern einfach alles zu viel für mich. Erst einmal wird ordentlich eingefeuert, um das Haus auf Wohntemperatur zu bringen. Der Kachelofen ist der Hit. Mit steigender Temperatur scheinen auch die Lebensgeister von Freitag zu erwachen. Er taut sichtlich auf. Am Nachmittag fahre ich nach Teufen, um noch den Kratzbaum zu holen. Und meine Schuhe. Die habe ich im Einbauschrank nämlich komplett vergessen. Typisch ich! Bei der Post ummelden muss ich mich auch noch. Und etwas einkaufen, damit mein neuer Kühlschrank nicht mehr so leer ist. Dann schreibe ich ein Feedback an die Umzugsfirma. Ein sehr negatives Feedback. Obwohl fast alles noch eingepackt ist habe ich nämlich bereits gesehen, dass das eine oder andere unter der unsachgemässen Behandlung gelitten hat. *hass* Ich schaffe es dann noch, die Kisten in der Küche auszuräumen. Um 21 Uhr bin ich bereits wieder im Bett. Und schlafe gleich wieder wie ein Stein ein. Die Nacht wird jedoch ziemlich unruhig, da meine beiden Superkater bei jedem unbekannten Geräusch knurrend und fauchend durch das Haus rasen. Natürlich nicht ohne mich dabei jedes Mal aufzuwecken. Das mindestens fünfmal. Ein Wunder, dass ich jetzt noch so wach bin. *lach*


Mittwoch
Immer noch kaputt. Also erst einmal ein heisses Bad nehmen. Freitag muss lernen, dass er auf dieser Badewanne nicht so gut rumlaufen kann, wie auf der alten, da der Rand schmaler ist. Zum Glück für ihn, dass meine Reaktion funktioniert. So wurden nur einmal mehr seine Pfoten gebadet. Danach richte ich das Esszimmer ein. Beim Teppich zurechtzupfen fällt mir auf, dass eine Ecke des Esstischs abgebrochen ist. Na toll. Das scheint beim einen grossen Rumms passiert zu sein. Sind also nicht bloss Kratzer. Auch das eine Badezimmermöbel hat ziemlich gelitten. Das merke ich aber erst, wie ich die Folie, die in meinen Augen unnötigerweise rumgewickelt wurde, entferne. Das Möbel bricht buchstäblich auseinander. Auch eine Variante, mit Folie die handwerklichen Unzulänglichkeiten zu vertuschen. Mir platzt der Kragen und ich greife zum Telefon. Will mit der Firma die Versicherungsfrage klären. Alleine der Tisch kostet genug. Ans Telefon geht keiner, nur das Band. Ich bitte um einen raschen Rückruf.

Um 11 Uhr Therapie. Seit langem wieder einmal den Selbstmordversuch durchkauen. Ist notwendig für die IV. Habe gemerkt, dass ich mit dem Thema doch noch nicht wirklich durch bin. Hatte nur viele Verdrängungsmöglichkeiten in der letzten Zeit. Werde mich wohl wieder einmal etwas mehr mit mir auseinandersetzen müssen, wenn die Spuren des Umzugs beseitigt sind.

Um 14 Uhr kommt Lene und hilft mir beim Einräumen. Bin ihr sehr dankbar, denn alleine bin ich irgendwie überfordert. Gemeinsam schaffen wir es ziemlich rasch, das Sofa zusammenzubauen. Muss ich erwähnen, dass die wenigen Handgriffe, die von der Umzugscrew gemacht wurden, nicht brauchbar waren? Was soll man dazu noch sagen! Ein Rückruf der Firma erfolgte natürlich nicht. Also rufe ich um 17 Uhr noch einmal an. Dieses Mal habe ich jemanden am Telefon. Der leider auch nicht sehr gut Deutsch spricht. Und mir weismachen will, dass ich heute keinen Rückruf erwarten durfte, da am 1. Mai in der Schweiz niemand arbeite. Aha? Da scheint er mehr zu wissen, als ich. Denn bis heute ist der 1. Mai in der Schweiz kein offizieller Feiertag. Tja, da bin ich ja gespannt, was noch kommen wird. Fact ist, dass ich diese verpfuschte Arbeit nicht auf sich beruhen lasse. So viel ist sicher!

Aber genug gemotzt. Jetzt ist der Frust ausgekotzt und mein kleines Seelchen ein Stück befreiter. Danke, lieber Blog!

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