Tag Archives: Erfolg

Stolz, wie ein König

9 Mrz

Ganz ehrlich, das bin ich heute. Super stolz auf mich selber. Und zwar, weil ich heute den ersten Long Jog in meinem Trainingsprogramm fabelhaft gemeistert habe. Wenn ich fabelhaft schreibe, dann meine ich auch eindeutig fabelhaft. Über 16 km durchgelaufen und das erst noch mit hervorragender Laune und mit dem Gefühl, dass ich noch ewig hätte weiterlaufen können. Wenn mir das jemand im Januar gesagt hätte, hätte ich mit dem Finger an die Stirn getippt und gesagt, dass er oder sie mindestens einen klitzekleinen Vogel hat. Denn noch vor zwei Monaten war ich nach 3 km ja schon total erledigt.

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So richtig stolz bin ich auch deswegen, weil ich mich selber heillos unterschätzt habe. Ich hatte mit meinen Eltern – die wieder ein Weilchen bei mir zu Besuch sind – ausgemacht, dass ich ihnen drei Zugstationen entgegenlaufe und dann mit dem Zug mit zurückfahre. Laut Plan sollte ich heute 16.4 km laufen und zwar in 2 h 15. Da ich nicht daran glaubte, dass ich diese Strecke so problemlos meisten würde, gab ich mir eine Stunde als Puffer. Pffff, die hätte ich nicht gebraucht. Beim Bahnhof Uzwil musste ich über eine Stunde auf den Zug mit meinen Eltern warten. Dank des schönen Wetters kein Problem: mit einem Becher Kaffee setze ich mich nach draussen, liess die Seele baumeln und genoss das Gefühl, heute sportlich wirklich etwas geleistet zu haben. :-)

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Belohnung!

31 Jan

Heute war der letzte Tag meiner Fastenkur. Und weil ich so (mehr oder weniger) brav durchgehalten habe, meinem inneren Schweinehund jede Woche  mindestens dreimal einen Tritt in den Hintern verpasste und das Gewicht bis heute um insgesamt 6.5 kg reduzieren konnte, gab es heute gleich zwei Belohnungen. :-)

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Der Hühnerschenkel war sooooooooooo lecker. Ich könnte nie, NIE ohne Fleisch sein. Die drei Wochen ohne waren hart genug. *smile* Meine Katzen sind mir auch fast auf den Teller gekrochen, aber heute war ich sehr egoistisch und habe nicht den kleinsten Teil des Fleisches abgegeben. Jawohl! Zum Nachtisch liess ich dann noch eine Reihe 78%-Schokolade auf der Zunge zergehen – ein Traum, sage ich nur.

Die Laufweste/-jacke ist mir heute im Ausverkauf aufgefallen. Nie hätte ich gedacht, dass sie passen könnte, aber: der Gewichtsverlust zeigt sich in der Tat schon bei den Kleidergrössen. Juhuiiiii! Ok, die Farbe ist jetzt nicht wirklich meine, aber die Jacke trägt sich sehr angenehm, war absolut unschlagbar im Preis und wird mir im Frühling beim Laufen bestimmt eine liebe Begleiterin werden. Deshalb musste sie mit – blau-türkis hin oder her.

Geduld muss etwas Tolles sein

8 Mrz

Ich hab’s getan. Ich war im Kurs „Frühlingserwachen“, obwohl mir heute Nachmittag überhaupt nicht danach war. Nach einer halben Stunde komatösem Schlaf habe ich meine müden Knochen zusammengesammelt, mich wachgeduscht und dann auf den Weg gemacht. Etwas zu früh bin ich im Kursraum eingetrudelt. Die Kursleiterin war bereits dort, Zeit, für einen zwanglosen Smalltalk und dann habe ich mir einen strategisch günstigen Platz geschnappt. Strategisch günstig deshalb, weil sich dort maximal noch zwei Personen zu mir gesellen konnten. Vermutlich stand auf meiner Stirn jedoch geschrieben: bitte nicht ansprechen – ich wurde erfreulich in Ruhe gelassen. Das lag vielleicht auch daran, dass wirklich alle konzentriert an der Arbeit waren.

Mir ist beim Arbeiten wieder mal aufgefallen, dass Geduld eine Eigenschaft ist, die mich wohl nur mal kurz gestreift hat. Selber schuld, ich hätte mir ja nicht das Rebenzweig-„Schiff“ aussuchen müssen. Nur war mir da noch nicht bewusst, dass diese Arbeit eine der kniffligsten ist, welche die Kursleiterin vorgestellt hat. Ich fand halt ihr Ergebnis total schön und hatte wenig Lust, ein Osternest aus Heu, Niele und Eichenzweigen zu machen. Ganz zu schweige davon , dass meine Katzen so etwas in maximal 5 Minuten auseinandergenommen hätten. Naja, mir war dann bald einmal klar, warum ich die einzige war, die dieses Rebenzweig-Ding zusammengebastelt hat. Aber: ich mag das Ergebnis. Und: ich habe es ganz alleine, ohne Hilfe geschafft.

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Mir blieb dann sogar noch Zeit für das Heu-Osternest. Naja, mindestens für das Nest ohne Inhalt. Für den Inhalt werde ich morgen noch sorgen und das Nest dann meinen Nachbarn schenken. Die haben mir nämlich schon das eine oder andere Gute getan, freuen sich bestimmt über so etwas und haben keine Katzen, die unter Zupf-, Reiss- und Fresszwängen leiden. *grins* Dass der Kurs erst um 22.15 zu Ende ist habe ich auch erst vor Ort gemerkt. Jetzt bin ich schon gerade ein wenig müde (wieder). Ich war ja schon froh, dass ich nicht in den ersten 45 Minuten Theorie bereits eingeschlafen bin. Das ist nämlich eine meiner Spezialitäten.

 

 

Ein Stück weiter

6 Mrz

Ein weiterer Tag, der hinter mir liegt. Nicht Freitag, wie ich die ganze Zeit fälschlicherweise im Kopf hatte. Das ist das Fatale, wenn die Tagesstruktur mangels Arbeit, Familie oder Schule fehlt – die Zeit verliert an Bedeutung, die Tage fliessen ineinander, die Nacht wird zum Tag, aus Februar wird März, so mir nichts Dir nichts.

Die Therapie hat gut getan – auch wenn ich einen ziemlichen Monolog geführt habe. Aber da war so viel, das raus musste. In den nächsten Sitzungen werden wir noch ein paar Tests machen, um gewisse Verdachtsmomente von mir zu überprüfen. Und natürlich werde ich mich weiterhin auf die Suche nach meinen Erinnerungen machen, die paar Fetzen, die ich habe zu vergrössern, um mehr und mehr ein Bild zu erhalten. Dass ich wieder einmal geträumt habe wertet mein Therapeut als Erfolg – einerseits, weil ich mal wieder so geschlafen habe, dass ich überhaupt in die Traumphase hinübergeglitten bin und andererseits, weil das ein Zeichen sein könnte, dass ich wieder ein Stück weiter gekommen bin.

Der Nachmittag mit Max war kurzweilig. Wir brauchten erst ein wenig Zeit, um uns zu beschnuppern und das Eis zu brechen, doch danach war gut. Wir haben ein Spiel gespielt, einen Schneemann und einen Schneehasen gebaut (ich ohne Handschuhe – auaaaaaa) und ein wenig rumgealbert. Dann haben wir seine Mama vom Kurs abgeholt, mit dem Auto, und Max durfte stolz wie Harry vorne sitzen. Ist ein gutes Gefühl, dass dieser Nachmittag so reibungslos abgelaufen ist. Das hat mir echt ein Stück Selbstvertrauen gegeben. Und es war schön, wieder einmal mit Neka zu plaudern. Ihr geht es momentan nicht so gut – die letzten Monate waren für sie auch nicht sehr einfach. Da frage ich mich dann doch wieder, ob das Leben überhaupt jemals einfach ist. Ob es einfach sein könnte. Aber das ist ein Thema, das ich ja bereits des Langen und Breiten abgehandelt habe. Und immer noch nicht viel weiter bin. Deswegen lasse ich das jetzt einfach mal bleiben. Als Merci wurde ich dann von der Familie beim Italiener zum Abendessen eingeladen, mit lecker Weinchen. War gemütlich. Wir blieben jedoch nicht lange sitzen, das wir alle etwas müde waren.

So hatte ich zuhause eben noch die Zeit, dem neuen Bild den letzten Feinschliff zu verpassen. Ich bin gespannt, ob sich Dr. V. darüber freut. Am liebsten würde ich es nicht weggeben, weil ich selber finde, das es ganz gut gelungen ist. Trotz Farbe und allem. Aber eigentlich sollte man ja Dinge verschenken, über die man sich selber auch freuen würde. Insofern ist das ja gut so.

achtsam

Nach einer Tasse mit heisser Gewürzmilch werde ich nun auch bald mein Bett ansteuern. Ich bin nämlich genau so müde, wie gestern Abend. Dieses Gefühl ist wirklich total neu für mich. Dass ich das Gefühl habe „uff, müde, ich muss ins Bett“ und das erst noch so früh. Ich bin recht gespannt, ob sich das eine Weile hält. Und ob die Träumerei wirklich damit zusammenhängt.

Stolz & Müüüüüüüde

3 Mrz

Freitag und ich stehen gerade in einem Wettstreit, wer am besten Gähnen kann. Ich wusste ja, dass es ansteckend sein kann. Dass das aber auch bei Katzen klappt, das weiss ich erst seit eben. Während der Therapie habe ich gelernt, dass Gähnen entspannt, also gähne ich munter weiter. Den Nachmittag habe ich lesend und Radio hörend auf dem Sofa verbracht. Mit einem mittelgrossen schlechten Gewissen, denn draussen hatte sich doch tatsächlich noch die Sonne gegen den Nebel durchgesetzt. Egal, ich war am Morgen draussen. Nach einem längeren inneren Kampf konnte ich mich dazu durchringen, die Stimm- und Wahlunterlagen doch abzugeben. War übrigens weniger schlimm, als gedacht – neben mir war nur noch eine Person an der Urne (+ die zwei, die zur Kontrolle abgestellt waren). Also Sturm im Wasserglas. *verlegenlach* Mit den Abstimmergebnissen bin ich auch mehr oder weniger zufrieden. Schade finde ich, dass der Familienartikel trotz Volksmehr am Ständemehr gescheitert ist.

Familienpolitik

Quelle: nzz.ch

Das ist so eine der Besonderheiten in der Schweiz, dass eine Verfassungsänderung sowohl das Volk- als auch das Ständemehr braucht. Grob gesagt könnte man sagen, dass eine Minderheit die Mehrheit so überstimmen kann – so dämlich sich das anhört. Dazu ist zu sagen, dass ein solches Ergebnis sehr selten ist – das letzte Mal 1994, als die Vorlage zur erleichterten Einbürgerung junger Ausländer auch am Ständemehr scheiterte.

Nach meinem Zwangspaziergang habe ich beschlossen, dass ich dann auch gleich meinen Sonntagsvorsatz umsetze: kochen. Ich hatte keine Lust, lange in irgendwelchen Kochbüchern rumzustöbern, also habe ich einmal geschaut, was meine Vorräte so hergeben. Der Zweigänger bestand schlussendlich aus einem niedergegarten Filet vom Rind, dazu Polenta im Zucchini-Mantel und als Nachtisch ein Gewürzmilchreis-Flan auf einem Schokoladenspiegel.

RinderfiletMilchreis-Pudding

Das Rinderfilet war für meinen Geschmack fast etwas zu sehr durch (ist mir beim Niedergaren das erste Mal passiert – bin wohl etwas aus der Übung) aber geschmacklich ok, so wie die Beilage auch. Dafür war der Nachtisch echt top. Den muss ich mir merken. Abwasch habe ich gleich nach dem Kochen erledigt. Und dann war ich auch erledigt. Und auch ein wenig stolz auf mich, dass ich heute wieder das eine oder andere geschafft habe.

Die Skizze für das nächste Bild ist auch fertig. Es soll ein Bild für den MBSR-Kursleiter werden. Als Dankeschön, dass er mich nachträglich noch in das Programm mit aufgenommen hat. Kostenlos. Das Programm hat mir nämlich wirklich viel gebracht – einige Elemente davon versuche ich wirklich regelmässig zu praktizieren. Kommenden Donnerstag ist der letzte Kurstag, da will ich ihm das Bild geben. Bleibt also nicht viel Zeit. Uiuiui, nein, nicht daran denken, nicht unter Druck setzen. Om, Ommmmm…

Ach übrigens, so sieht meine Trilogie der Hoffnung nebeneinander aus. Das dritte fällt ein wenig ab…….aber das muss so sein. :-/

Trilogie

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