Tag Archives: Disziplin

Kampf im Kopf

8 Jun

Heute hätte ich während des Laufens ja unheimlich gerne meine Hirnströme messen lassen, um zu sehen, was da in meinem Kopf so abgeht, wenn ich mich mit meinem inneren Schweinehund kabble. So richtig Lust auf Laufen hatte ich heute Morgen ja nicht. Erstens hätte ich gerne etwas länger geschlafen, zweitens zeigte das Thermometer bereit um 9 Uhr 25 Grad an (bei mir auf dem «Berg») und drittens wäre gegen einen faulen Sonntag grundsätzlich auch nichts einzuwenden gewesen. ;-) Aber nu, hilft ja alles nix, rein in die Laufklamotten und los. Auf dem Plan standen 12.5 km und ich wollte mich heute wirklich an den Plan halten, wonach ich auf halber Strecke so ein Energiegel essen sollte und regelmässig trinken und so. Es war heiss, beim Laufen. Eine Temperaturanzeige unterwegs lachte mir mit 28 Grad entgegen. *schmacht* Und dann kam der Zeitpunkt für das Gel und ich weiss, dass ich so etwas nie mehr zu mir nehmen werde. Diesen süss-pappigen Geschmack bekommt man ja nicht mehr aus dem Mund. Selbst nach tüchtigem Gurgeln nicht. *igitt* Wie kann man nur! Danach sackte meine Motivationskurve zusehends ab und nach 8 km gab ich meinem Schweinehund nach…

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…ärgerte mich aber bald über mich selber und beschloss – nach einigen internen Kämpfen – doch noch wieder weiterzulaufen. Sogar aufwärts, das soll etwas heissen! :-)

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Beim steilsten Stück, einen Kilometer vor dem Ziel, knickte ich dann doch wieder ein und spazierte zurück. Macht aber nichts, denn immerhin habe ich meinem Schweinehund heute zweimal ordentlich eins auf die Nase gegeben. Den werde ich schon noch abrichten – früher oder später. :o)

Wochenrückblick #12

31 Mrz

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Nach einem kurzen Unterbruch heute doch wieder ein Wochenrückblick. Nicht nur, weil die letzte Woche insgesamt besser gelaufen ist, als die vorletzte – mindestens was die Waage betrifft. Auf die bin ich heute Morgen mit gemischten Gefühlen gestanden. Wenn sie wieder ein + oder keine Veränderung angezeigt hätte, dann wäre das schon wieder ein Grund gewesen, mich tierisch aufzuregen. War aber nicht nötig: ganze -1.3 kg weniger. Endlich! Viel sportlicher war ich letzte Woche zwar nicht unterwegs, dazu fehlte mich auch irgendwie die Energie. Aber ich denke, dass ich mich ausgewogener ernährt habe. Und mich bei den Naschereien zurückgehalten (hallo Disziplin). Was meinen Energiehaushalt betrifft, so scheint der momentan etwas gestört zu sein. Nach oder sogar schon während der Sporteinheiten fühle ich mich total ko. Am Morgen komme ich nur ganz schwer aus dem Bett, obwohl ich abends «früh» zu Bett gehe. Mein Kreislauf schwächelt und meine Glieder fühlen sich manchmal sehr viel schwerer an, als sie überhaupt sein können. Es schein, als sei mein Akku ziemlich am Boden.

Gestern war ganz extrem. Um 8 (Sommerzeit) klingelte mein Wecker, um frühzeitig zu meinem Lauf-Ausflug zu starten. Leider war mir weder nach Aufstehen, noch nach Laufen. Also musste ich erst einmal einen harten Kampf gegen meinen inneren Schweinehund namens «disziplinlos» austragen. Und gewann. Raffte mich auf, frühstückte, schmiss mich in Sportklamotten, packte meinen kleinen Laufrucksack (Neuerwerbung von Lidl) mit Ersatzklamotten, Fotoapparat, Taschenbuch und was halt sonst alles noch so mit muss, wenn man mit den ÖV unterwegs ist. Kurz vor 12 trabte ich los, unter der prallen Sonne, mit den Indoor-Laufschuhen und einem eher lästigen Rucksack am Rücken. Obwohl ich mir Mühe gab, mich auf das Laufen zu freuen, wollte mir das nicht so richtig gelingen. Da half auch die reizvolle Landschaft nichts. Und noch weniger die vielen Sonntagsausflügler, die sich wie Ameisenkolonnen den beiden Seen entlang bewegten. Bereits nach vier Kilometern schmerzte mich mein rechtes Knie und der Rucksack, der für vieles taugen mag, aber nicht fürs Laufen, pendelte auf meinem Rücken hin und her und scheuerte mir die Seite auf. Ausserdem schnaufte ich schon ziemlich schnell, wie ein Walross. Zwischen Hüttwiler- und Nussbaumersee hatte ich dann die Nase voll. Disziplin ist gut, aber nicht, wenn der Körper darunter leidet. Ich hätte nicht gedacht, dass man sich mit einem Rucksack blaue Flecken und offene Abschürfungen holen kann. Aber man kann – definitiv. Also Klamottenwechsel, Kamera raus und unter die Sonntagsameisenstromausflugsmenge mischen. Fürs gute Gewissen bin ich dann noch zügig die rund 6 km zur Kartause Ittingen marschiert.

Was letzte Woche sonst so war, weiss ich gar nicht. Sie ist einmal mehr an mir vorbeigezogen. Bewusst achtsam bin ich auf jeden Fall nicht mit mir umgegangen. Nicht einmal meditiert, nicht einmal gemalt oder gezeichnet, wenig fotografiert. Energielos halt. An meiner Disziplins-Sache habe ich ein wenig gearbeitet – sowohl theoretisch, als auch praktisch, da wo ich es geschafft habe. Gar nicht einfach. Beides. Die Vorlesungen waren ganz ok. Meine Vor- und Nachbereitung dafür eher nicht. Aber ich arbeite daran. 5 Bewerbungen habe ich geschrieben, zwei Absagen sind schon eingetroffen…weil ich zu spät dran war. Hallo Disziplin, sage ich auch hier. Das kommt davon, wenn ich solche Sachen immer und immer und immer wieder vor mich herschiebe. Nicht nur deswegen ist es so wichtig, dass ich mich besser in den Griff bekomme. Was ich auch nicht verstehe ist, warum mir das Meditieren momentan so schwer fällt. Letztes Jahr lief es eine Zeit lang so gut. Und auch Anfang Jahr gab es eine Zeit, in der ich dachte, dass ich den Einstieg wieder geschafft hätte. Ich fühle mich danach doch immer so frisch im Kopf. Und je mehr ich diese Frische wieder möchte, desto weniger schaffe ich es, sie zu erhaschen. Verrückt.

Aber gut, schon befinde ich mich wieder in einer neuen Woche und hoffe auf neues Glück – und vor allem viel Disziplin. :o)

Projekt 8 in 4

14 Mai

Mein Körper hasst mich. Kein Wunder, ich ihn ja auch. Aber mein Körper gehört mir und er soll sich mal nicht so bescheuert anstellen. Bereits gestern war mir wieder die ganze Zeit so schwindelig. Und heute konnte ich bis kurz nach dem Mittag kaum eine Bewegung machen, ohne dass sich meine Umwelt ganz unangenehm verschoben hat. Ausserdem schmerzt mich mein Rücken wie die Seuche! Vermutlich will mir mein Körper heimzahlen, dass ich früher ganz argen Raubbau mit ihm getrieben habe. Und heute oft genug auch. Aber damit ist jetzt Schluss. Hoffe ich. Anstoss zu meinem Vorsatz, etwas freundlicher mit meinem Körper umzugehen hat mir heute Morgen die Waage gegeben. Ich schleppe einfach zu viele Kilo mit mir rum Und so lange ich diese mit mir rumschleppe, werde ich meinen Körper sowieso nicht akzeptieren können. Noch viel weniger, als wenn sie weg wären. Inspiriert von den zahlreichen Fotoprojekten auf zahlreichen Blogs habe ich deshalb für mich das Projekt 8 in 4 ins Leben gerufen.

8in4

8 in 4 heisst dabei so viel wie: 8 Kilo in 4 Monaten. Bis Mitte September soll mein Gewicht also -8 kg betragen. Wenn ich das hinkriege, dann bin ich bei meinem Idealgewicht. Nicht bei meinem Wunschgewicht. Aber Idealgewicht ist ja auch schon ganz ok. Damit ich ein kleinwenig äusseren Druck aufbaue, werde ich den Fortschritt bei meinem Abnehmprojekt auf diesem Blog dokumentieren. Keine Ahnung, ob das etwas hilft. Aber bei mir ist moderater Druck meistens besser, als kein Druck. Einen Versuch ist es also Wert.

Mein Projekt wird wie folgt aussehen:

  • Montag ist zukünftig der Tag der Wahrheit – also Wägetag. Diese Woche starte ich bei 0.
  • Ich werde täglich eine Art Kalorientagebuch führen, das ich mir heute in Excel erstellt habe.
  • Meine Netto-Kalorien sollen 1300 pro Tag nicht überschreiten. Netto heisst so viel wie Zufuhr (Essen/Trinken) abzüglich grundumsatzunabhängiger Verbrauch (Sport, Gartenarbeit, etc.)
  • 3 x in der Woche möchte ich eine Ausdauereinheit einlegen. Wobei ich dazu sagen will, dass ich längere Gartenarbeit auch als Ausdauer anschaue.
  • 2x in der Woche plane ich eine Krafteinheit ein.

Da ich nicht unbedingt der disziplinierteste Mensch bin (das ist noch arg untertrieben), macht es keinen Sinn, wenn ich mir irgendwelche Lebensmittel einfach verbieten will. Dann wäre das Projekt von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Nein, ich hoffe, dass ich durch das Kalorientagebuch mit der Zeit ein Gespür bekomme, was noch drin liegt und was nicht. Heute Abend hatte ich zum Beispiel unheimlich Lust auf ein Bierchen in der Abendsonne. Also habe ich mir das genehmigt und dafür das Abendessen etwas frugaler ausfallen lassen. Letztendlich zählt ja die Kalorienbilanz.

Kalorientabelle

Nun bin ich gespannt, ob ich auf diesem Weg die lästigen Kilo, die mich schon so lange begleiten, endlich los werde. Und natürlich würde ich mich über Eure Unterstützung freuen. Sei dies in Ermutigung, wenn ich einen Durchhänger habe oder in Schelte, wenn ich über die Stränge schlagen. Oder vielleicht über Mitmacher, die auch schon lange versuchen, das eine oder andere Kilo loszuwerden.

In Bilder ausgedrückt sah mein kulinarischer Tag heute so aus.

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Und als Bettmümpfeli werde ich mir noch eine heisse Schokolade mit Sahne machen. Jawoll! :-)

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