Tag Archives: Archiv
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Leggggga!

25 Okt

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Die Milch, die Bauern und die Subventionen

24 Jun

Schon lustig, welche Gedanken mir am Morgen durch den Kopf gehen, wenn ich noch im Bett liege und draussen den Milchtankwagen zufahren höre. Ich konnte es mir nicht verkneifen, im Kopf mal kurz durchzurechne, was mein Nachbarbauer an der Milch (rein netto ohne Subventionen) so ungefähr verdient.

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Ich habe ja keine genauen Angaben, aber ich weiss, dass der Milchwagen alle zwei Tage die Milch holt. In den kleinen Tank meines Nachbarn passen wohl 500 Liter Milch. Da er ab und zu noch einen weiteren kleinen Milchkessel dabei hat, gehe ich davon aus, dass er meistens auch diese 500 Liter abliefern kann. Nehmen wir jetzt einen durchschnittlichen Netto-Milchpreis von 60 Rappen pro Liter (je nach A-, B- oder C-Milch kann das ja von über 70 Rappen bis weit unter 50 Rappen schwanken), dann wäre das ein Einkommen von rund Fr. 4‘500.- pro Monat. Davon muss dann noch das Futter, die Einstreu, der Tierarzt und die Infrastruktur bezahlt werden. Und die Familie müsste man davon ja auch noch ernähren können. Fazit: undenkbar. Dieses Ergebnis hat mir nun keine Ruhe gelassen, also wollte ich mich mal bezüglich Subventionen schlau machen. So ganz generell wusste ich ja, dass die Subventionen, die der Steuerzahler in der Schweiz an die Landwirtschaft entrichtet, recht hoch sind. Aber dass über 55% des landwirtschaftlichen Einkommens vom Staat finanziert wird, das habe ich nicht gewusst und mir erscheint diese Zahl auch ziemlich beeindruckend. Irgendetwas kann im Schweizer System einfach nicht stimmen. Um auf das Milchbeispiel zurückzukommen: Für einen Liter Milch bezahle ich im Laden (nicht Lidl oder Aldi) rund Fr. 1.40. Der Zwischenhandel zieht also 130% mehr raus, als der Produzent erhält. Darf das sein? Und der Konsument zahlt – als Umkehrschluss – eigentlich nicht nur den Milch-Nettopreis + den Zwischenhandel, sondern mit den Steuern auch noch die Subvention. Damit wären wir dann bei einem Milchpreis von Fr. 2.00 pro Liter. Jetzt stellt sich halt die Frage, wieviel so eine Milch überhaupt Wert ist – objektiv. Oder kann man so etwas gar nicht objektiv bemessen sondern nur subjektiv? Vielleicht sind 2 Franken durchaus angemessen. Vielleicht sollte man sich dennoch überlegen, ob man nicht beim Zwischenhandel den Preis etwas drücken kann. Ist es zum Beispiel nötig, dass die Organisation Schweizer Milchproduzenten SMP jährlich ein Budget von 20 Mio. Franken zur Verfügung hat – finanziert durch rund 0.7 Rp. pro Liter Milch? Oder ist es sinnvoll, dass es in der Schweiz so viele Kleinbauern mit Milchwirtschaft gibt, die dadurch einen ganzen Fuhrpark brauchen, um ihre paar Kühe zu versorgen? Darf es sein, dass ein grosser Milchverarbeiter, wie Emmi, jährlich unzählige Millionen an Subventionen einstreicht? Fragen über Fragen. Und das nur wegen einer kleinen Milchbüchleinrechnung am Morgen im Bett.

Weekly Photo Challenge: Reflections

26 Mrz

Das Wetter ist in den letzten Tagen bei uns so kalt, feucht und grau, dass ich überhaupt keine Lust hatte, irgendwo irgendwelche Spiegelungen aufzutreiben. Also füttere ich die dieswöchige Foto-Aufgabe von WordPress wieder einmal mit Bildern aus dem Archiv.

Das erste Bild entstand während einer Interrail-Reise in einem Hafen bei Trondheim. Das zweite Foto zeigt einen Teil der Titanic II (Bern), ein Projekt der Rast Architekten AG, in dem das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation untergebracht ist. Das dritte Motiv fand ich auf der Fahrt von Frankfurt nach Nürnberg, während eines kurzen Abstechers nach Mespelbrunn.

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Created for the Weekly Photo Challenge: Reflections

Mentale Vorbereitung und Vorfreude

21 Mrz

Ab morgen, bzw. ab heute Nacht soll bei uns ja vorerst wieder Schluss sein mit dem schönen Wetter. Leider. Ich habe mich gerade so an die bereits sommerlichen Temperaturen gewöhnt. Wobei ich meinen Händen und meinem Rücken eine kleine Ruhepause gönne: in den letzten Tagen (inkl. heute, da am Nachmittag keine Vorlesung war) habe ich nämlich im Garten geschuftet wie eine Wilde. So, dass sogar der Nachbar meinte, dass ich es nicht übertreiben solle. *grins* Aber wer weiss schon, wann die nächste Schönwetterperiode vorbeischaut. Vorerst stelle ich mich wieder auf Schneefall oder mindestens auf mieses, graufeuchtes Nieselwetter ein. Passend dazu die Fotos aus dem Archiv. Sozusagen als mentale Vorbereitung auf das schlechte Wetter. Und gleichzeitig zur Vorfreude auf die blühenden Wiesen, auf das frische Grün in der Landschaft und auf die ersten Bergtouren – spätestens zu Ostern im Südtirol. :-)

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Weekly Photo Challenge: Abandoned

6 Mrz

Dieses Mal nur Archivbilder. Mein Wunschobjekt, ein wunderbar herungergekommenes Haus, ist inzwischen nur noch Bauschutt, der umgeknickte Baum unten im Wald wurde gefällt und auch sonst bin ich diese Woche an keinem beschädigten, zerfallenen, kaputten, Objekt oder Subjekt vorbeigelaufen…

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Created for the Weekly Photo Challenge: Abandoned

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