Tag Archives: arbeiten

Robinson und Freitag…

11 Mai

…haben es eigentlich schon sehr schön. Während Christof und ich uns draussen abrackern, machen die beiden im angenehm temperierten Haus ein kleines Nickerchen in der Tortenschachtel…

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…oder jagen einer nichts vorhandenen Fliege hinterher.

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Meine Katzen möchte ich manchmal sein…

Die negativen Seiten des schönen Wetters

21 Mai

Neeeein, ich will nicht rumjammern und mich beklagen, dass jetzt der 5. Tag am Stück schönes Wetter ist. Im Gegenteil, ich finde das absolut klasse. Mein Garten wächst und gedeiht und ausser in den Pausen findet man mich kaum mehr drin. So freue ich mich beispielsweise über das kleine Steingärtchen, das mit den Blumen auf der Wiese um die Wetter  blüht.

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Nur: viel schönes Wetter zieht viel Arbeit draussen nach sich. Der ich gerne nachkomme. Derweil bleiben drin die Sachen für mein Studium liegen. Ich versuche dann «gewaltsam», mich hinter die Bücher zu klemmen, aber mein Geist schweift ab, wandert über die Terrasse in den Garten, ich sitze unruhig auf dem Stuhl, wie so ein kleiner Zappelphilipp und merke, dass ich mir überhaupt nichts merken kann. Also wieder raus und tun, was leicht von der Hand geht.

Aber jetzt, heute Morgen, momentan, sollte ich mich am Riemen reissen und dran bleiben: Heute Abend trifft sich unsere Lerngruppe und jede von uns muss bis dahin einen Teil eines Interviews transkribieren und auseinanderpflücken. Niemand mag ahnen, wie lange 8 Minuten sein können. ;-) Und ich freue mich bereits jetzt, wenn ich wieder nach draussen flitzen darf…

Es reicht! Das muss raus!

26 Nov

Liebe X, lieber Y

Vielleicht ist eine eMail nicht der richtige Weg, nach Mitternacht nicht die richtige Zeit und mein Tonfall nicht ganz der passende. Aber das muss bei mir jetzt auf der Stelle raus, ungekürzt, unlektoriert und unzensuriert, sonst platze ich.

Möglicherweise sind starre Arbeitszeiten und lange Mittagspausen, die mir persönlich überhaupt nicht gut tun, tatsächlich dazu gedacht, dass ich mich an einen «geregelten» Arbeitsalltag gewöhne. Auch wenn ich die kompromisslose Mittagspause doch ein wenig als Schikane empfinde, weil anscheinend bei anderen IM-Teilnehmenden Ausnahmen gemacht werden können. Aber gut, ich versuche, diesbezüglich meine Bedürfnisse zurückzunehmen, zu verstehen und zu akzeptieren, dass es nun mal so ist, wie es ist. Vielleicht fällt mir «das Verstehen» momentan gerade etwas schwerer, weil mich die Stellensuche belastet und weil über die letzten Wochen meine Beziehung so langsam auseinandergebröckelt ist. Aber glauben Sie mir, ich gebe mir wirklich Mühe.

Was ich jedoch überhaupt nicht verstehen kann ist, dass ich heute beim Foxtrail Gruppenleiterin sein musste und zwar bei einer Gruppe, von der ich nicht eine Person kannte und in der 75% der Teilnehmenden überhaupt keinen Bock auf diese Schnitzeljagd hatten. Zugegeben, ich war auch nicht begeistert von der Aussicht, daran teilzunehmen. Ich hatte Y letzte Woche bereits vorgewarnt, dass es mir vermutlich etwas zu viel werden könnte, weil ein volles Eltern-Besuchswochenende vorangehe. Trotzdem konnte ich mich zur Teilnahme aufraffen, so wie ich mich immer mal wieder im Rahmen der IM aufgerafft habe – schliesslich will ich ja vorwärtskommen und mich «aufbauen». Ich habe mir also einen Tritt in den Hintern gegeben, obwohl es mir heute nicht gut ging. Weil mir überhaupt nicht nach Gesellschaft war. Und weil mir ausserdem die Trennung von meinem Partner am Sonntag doch ziemlich zu knabbern gibt.

Einfach so als Teilnehmerin in einer Gruppe, in der ich vielleicht sogar noch jemanden gekannt hätte (organisatorisch durchaus machbar), mitzulaufen, hätte ich weggesteckt. Aber fünf Minuten vor Beginn des Trails gesagt zu bekommen, dass ich eine Gruppe von Lernenden leiten muss, mit denen ich noch gar nie etwas zu tun hatte und deren Namen ich z.T. noch nicht einmal aussprechen konnte, das war einfach zu viel. Mich hat dieser Nachmittag total gestresst – mein Tinnitus pfeift so laut, wie schon lange nicht mehr und zuhause überfiel mich erst einmal das heulende Elend. Ganz zu schweigen davon, dass mir selbst nach einem heissen Bad immer noch nicht warm geworden ist nach der dreistündigen Hatscherei bei Minusgraden durch den Schnee und durch Matsch.

Ich weiss, ich hätte Nein zur Gruppenleitung sagen können. Aber dafür war ich erst einmal zu perplex. Danach war es irgendwie zu spät und ausserdem hielt ich mich nicht dafür. Ist ein schwacher Punkt von mir, ich weiss. Ich hätte auch die Hände in den Schoss legen können; mich an der Suche nur ein Minimum beteiligen; sagen, dass ich nicht einsehe, warum ich mit meinem persönlichen Handy die Helpline anrufen soll; nach dem xten sexistischen Spruchs eines Mitglieds ausrasten können und vor allem hätte ich mir nicht die Mühe geben müssen, die restlichen Gruppenteilnehmenden zum Mit- und Weitermachen zu motivieren. Denn eigentlich hatte ich schon genug damit zu tun, mich selber zu motivieren. Dann aber wäre unsere Gruppe nach dem 7. Posten direkt zum Ziel gefahren – nämlich sobald wir von einer anderen Gruppe per sms eben dieses erfahren hatten. Ja, das ist auch mein Fehler, dass ich das Gefühl habe, etwas Ordentlich machen zu müssen.

«Hilf Dir selbst, so wird Dir geholfen» – dieser Grundsatz scheint tatsächlich Bestand zu haben. Leider. Denn von den Verantwortlichen vom Z-Team hätte ich schon erwartet, dass sie mich nicht in eine solche Situation bringen, wie heute. Vor allem nicht, wenn bekannt ist, dass ich ein für mich anstrengendes Wochenende hinter mir habe und meine Beziehung einen Tag vorher gerade den Bach runtergegangen ist. Erwähnte ich übrigens bereits, dass ich letzten Freitag trotz fiesen Drehschwindels gearbeitet habe? Nein? Vielleicht sollte ich ja öfter und vor allem lauter jammern. Nur ist das leider nicht so meine Art. Naja, vielleicht soll es das Ziel einer IM sein, mich so unter Druck zu setzen, dass ich in irgendeiner Form reagieren muss – sei es mit einem Heulkrampf, mit Tinnitus, mit SVV oder mit einem Amoklauf. Vielleicht ist es das Ziel, mir vor Augen zu führen, dass ich einem Arbeitsalltag nicht gewachsen bin. Und noch weniger einem Studium. Dann aber scheine ich unter den Begriffen „Integration“ und „Aufbau“ etwas komplett anderes zu verstehen, als Z und die IV.

«Hilf Dir selbst, so wird Dir geholfen»: Ja, ich reagiere auf den Druck, schaue zu mir und bleibe heute, am 26. November 2013 zuhause. Weil ich diesen Abstand gerade brauche, um wieder runterzukommen und nicht in alte Verhaltensmuster zurückzufallen.

Freundliche Grüsse
Ch.

Erster ganzer Arbeitstag

12 Nov

Hui, heute arbeite ich das erste Mal wieder einen ganzen Tag. Ein bisschen mulmig ist mir beim Gedanken daran schon, wenn ich ehrlich bin. Denn heute Nachmittag kann ich mich nicht – wie so oft an anderen Tagen – einfach auf’s Sofa oder Bett legen und schlafen, wenn ich todmüde bin. Deswegen habe ich mich gestern auch wirklich krampfhaft bemüht, früh zu Bett zu gehen. So richtig richtig erfolgreich war ich nicht – aber eingeschlafen bin ich dann doch irgendwann zwischen 23 und 24 Uhr.

Eine Stärkung für den heutigen Tag habe ich mir auf jeden Fall vorbereitet: eine grosse Kanne mit frisch aufgebrühtem Gewürztee, mit viel frischem Ingwer, Kardamomsamen, Zimt und Pfeffer. Wenn das nicht wachhält…

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