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Wochenrückblick #14

2 Jun

Nachdem ich meine 10 Kilogramm sozusagen in trockenen Tüchern hatte, sind meine Vorsätze und damit auch die Wochenrückblicke etwas in Vergessenheit geraten. Auch meine Menüpläne, der Trainingsplan, die Achtsamkeit und was weiss ich noch alles. Ich habe also alles wieder etwas schleifen lassen. Ohne Pläne scheine ich eine gewisse Routine einfach nicht aufrecht erhalten zu können. *tststststs* Also werde ich noch einmal einen weiteren Versuch mit Plänen starten. Und hoffen, dass ich irgendwann in Zukunft vielleicht auch einmal ohne Pläne eine gewisse Routine in mein Leben bringen kann. Klar, dass dieser erneute Effort nicht einfach so aus heiterem Himmel kommt. Auslöser sind die Fotos vom Winterthur Marathon von Alpha Foto.

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Ich habe immer noch mehr als nur ein bisschen zu viel auf den Rippen. Klar ist auch die Weste mit den vollgestopften Taschen, die ich trage, nicht gerade figurbildend. Aber sie darf als Ausrede nicht herhalten. *grummel* Nachdem ich mir die Bilder angeschaut habe bin ich gleich mal auf die Waage gestiegen, mit der Befürchtung, dass ich in den letzten Wochen bereits wieder ordentlich an Gewicht zugelegt habe. Ist aber nicht so. Es sind nur knapp 500 Gramm mehr. Diesbezüglich also Entwarnung. Aber: für mich bedeutet das, dass noch einmal 10 kg runter müssen – komme, was wolle. Und dass ich mich sportlich nicht nur der Ausdauer für den nächsten Lauf widmen sollte (habe mich für den Greifenseelauf im September angemeldet), sondern vorallem auch gewissen Problemzonen (Bauch, Beine, Po, die Klassiker bei Frauen halt). Die sind auf dem nächsten Bild übrigens sehr gut zu erkennen. *brrrrrrrr*

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Mein Gärtchen wird mir bei meinen Diätplänen übrigens guten Dienst leisten. Mindestend dann, wenn das Gemüse so wächst, wie ich es mir wünsche. :-) Womit ich mich aber stark auseinandersetzen muss, ist mit meinem inneren Schweinehund. Der hat sich nämlich in den letzten Wochen wieder so sehr aufgeplustert, dass er kaum zu ignorieren war. Vorallem wenn das Wetter schlecht ist, dann klammert sich dieses Vieh an meine Beine und hindert mich daran, das Haus zu verlassen. Ist das nicht fies? Also her mit den Strategien, um ihn auch in solchen Situationen abschütteln zu können.

Zuerst muss ich mich aber intensivst mit den anstehenden Prüfungen in zwei, bzw. drei Wochen kümmern. In den meisten Modulen scheine ich zwar ziemlich gut unterwegs zu sein, aber eben nicht in allen. Und so ganz alleine auf meinen momentanen Eindruck sollte ich mich dann doch nicht verlassen. Also auf, auf – es gibt viel zu tun… :o)

Mein erster Halbmarathon

1 Jun

Heute war ja nicht nur der erste Halbmarathon für mich, sondern das erst Mal überhaupt, dass ich an einem Lauf teilgenommen habe. Dementsprechend nervös war ich. Auch, weil ich nicht abschätzen konnte, wie dicht die Menschenmenge sein würde, in die ich mich mischen müsste. War aber alles halb so wild.

Mein Morgen begann heute um 5.30. Schon ziemlich früh für einen Sonntag – finde ich. Meine Lunge fühlte sich ein wenig belegt an aber ich hatte nicht das Gefühl, dass es sehr schlimm sei – einmal inhalieren und gut war. Auch das Wetter zeigte sich von der besseren Seite, als angekündigt, blauer Himmel mit ein paar Schleierwolken und trotzdem nicht zu warm. Gute Voraussetzungen zum Laufen. Während der Zugfahrt nach Winterthur füllte ich dieses kaum trinkbare Gatorade in die Flaschen ab und präparierte die Startnummer mit den Sicherheitsnadeln (die ich glücklicherweise nicht vergessen hatte). Irgendwie ist das mit diesen Nadeln schon eine furchtbare Fummelei. Für einen nächsten Lauf muss ich mal schauen, ob es da etwas Besseres gibt. In Winterthur hatte ich genug Zeit, mich auf dem Start-/Zielgelände etwas umzuschauen und um den Start der Marathonläufer mitzuverfolgen.

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Da sind schon ziemlich sehnige Leute mit dabei, ohne ein Gramm Fett auf den Rippen. Da könnte ich direkt neidisch werden. ;-) Bis zum Start der Halbmarathonläufer blieben mir dann noch gut 25 Minuten, in denen ich etwas wichtiges lernte: nie so kurz vor dem Lauf auf die Toilette, die Warteschlangen sind dann nämlich gigantisch! :o) Auf dem Startgelände stellt ich mich gaaaaaaaaanz weit hinten auf, damit ich nicht Gefahr lief, in den Massen unterzugehen.

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Sicherheitshalber gönnte ich meiner Lunge noch einen Hub Spray und machte mit mir aus, dass ich wirklich abbrechen würde, sollte die Lunge ihren Dienst verweigern. Eine mittlere Katastrophe für mich war dann die Entdeckung, dass entweder der Kopfhöreranschluss meines iPhones oder die Kopfhörer selber einen Wackel haben. Die Bässe und Teile der Mitteltöne waren kaum bis gar nicht zu hören. Aber laufen ohne Musik? Undenkbar! Also suchte ich mir einen (langen) Song aus, der auch mit Wackel einigermassen erträglich tönte und legte ihn in die Endlosschleife. Lieber immer das gleiche Lied, als gar keines.

Vom Lauf selber habe ich nur zwei Fotos – das eine auch noch ziemlich verwackelt. Laufend zu fotografieren ist irgendwie nicht so einfach. Selbst mit diesen kleinen Kameras nicht. Anhalten wollte ich nicht aus Angst, danach nicht mehr ins Laufen reinzufinden.

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Vermutlich wäre meine Befürchtung zwar unbegründet gewesen. Denn in so einer Wettkampfsituation zu laufen ist schon um Meilen anders, als alleine zu trainieren. Ich merkte rasch, dass ich am besten vorwärtskomme, wenn ich mir einen «Pacemaker» suchte, an dessen/deren Fersen ich mich heften konnte. War mir das Tempo zu niedrig oder zu hoch, suchte ich mir den nächsten. Ist für mich übrigens eine total neue Erfahrung, andere Läufer zu überholen. Normal bin immer ich es, die überholt wird. *lach* Ich denke auf jeden Fall, dass ich es ohne diese An-die-Fersen-heft-Taktik nicht bis ins Ziel geschafft hätte. Denn zwischen Kilometer 13-15 hatte ich einen riesigen Durchhänger, bei dem ich am liebsten abgebrochen hätte. Nicht wegen der Lunge sonder weil ich das Gefühl hatte, dass meine Beine mich keinen Meter mehr tragen würde. Aber ich biss durch und darauf bin ich stolz. :-) Bin dann ja gespannt, wie das Foto ausschaut, das kurz nach km 15 gemacht wurde. Vermutlich sehe ich darauf aus, wie kurz vor dem Umkippen, mit hochrotem Kopf und verzerrtem Gesicht. Morgen weiss ich es. :o) Super ist übrigens dieser Streckenservice alle 4 Kilometer: Diverse Getränke und – noch viel besser – die nassen Schwämme, mit denen man sich den Schweiss aus dem Gesicht waschen kann. Das ist eine echte Wohltat!!! Die kleine Steigung auf der Strecke schaffte ich heute nicht im Laufen, meine Oberschenkel weigerten sich. Also walkte ich zügig rauf und merkte, dass ich damit nicht langsamer war, als viele der Läufer, die auch die Steigung im Lauf mitnahmen. Umso angenehmer war dann die Strecke auf der anderen Seite, wo es wieder runterging. Herrlich. Auch das Wissen, dass jetzt nur noch knappe drei Kilometer vor mir lagen. Auf denen ich übrigens schätzungsweise von fünf Marathonläufern überholt wurde. Keine Ahnung, wie man ein solches Tempo so lange durchhalten kann. Mir fiel fast die Kinnlade runter. Die letzten 500 m waren dann noch einmal ein riesiger Krampf und sie kamen mir vor, wie mindestens 5 km. Das Gefühl dann aber auf der Zielgeraden ist unbeschreiblich. Das Wissen, es geschafft zu haben, trotz eher ungünstiger Vorzeichen. Nicht gekniffen sondern durchgebissen zu haben. Das tut echt gut! Ich bin stolz auf mich. Diese Erinnerungsmedaille habe ich mir echt verdient – so hässlich sie auch ist. Das war schliesslich mein erster Halbmarathon. Aber nicht mein letzter. Meine offizielle Zeit lautet übrigens 2 h 17 min 44 sec – Platz 296 von 336 bei den Damen. Immerhin nicht das Schlusslicht. ;-)

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Schön fand ich auch, dass ich per Zufall die Siegerin des Marathons beim Zieleinlauf fotografieren konnte. Sowieso ist es schön, den Läufern bei diesem Moment zuzuschauen – die Freude, die Erleichterung und der Stolz auf den Gesichtern.

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Natürlich habe ich heute mal wieder das Dehnen sträflich vernachlässigt. Alleine den Füssen gönnte ich ein erfrischendes Bad im Brunnen auf dem Reitschulgelände – das war so nötig.

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Allzulange hielt ich mich dann nicht mehr auf dem Gelände auf. Mir war nach einem heissen Bad, um meine geschundenen Glieder zu entspannen. Duschsachen hatte ich ja leider nicht mitgenommen. Aber mindestens das Teilnehmershirt. So konnte ich die Rückfahrt im Zug antreten ohne allzu schlimm zu müffeln. Zuhause angekommen vernichtet ich erst einmal eine kleine Tüte Chips (mir war nach Salzigem), legte mich – flankiert von meinen beiden Fellnasen – aufs Sofa, wo ich dann den restlichen Nachmittag verschlief. Danach das heisse Bad mit Dul-X (sehr zum Leidwesen von Freitag, er mag diesen Geruch überhaupt nicht), die Reste vom gestrigen Abendessen und schon bald bin ich wieder bettreif…

 

 

Kurzmitteilung

GESCHAFFT!!!

1 Jun

Unter 2.20 h! Juhuiiiiiiii…

Von diesen Läufern…

1 Jun

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…werde ich bestimmt überholt! :o)

Ich packe mein Halbmarathon-Täschchen und nehme mit…

31 Mai

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So, habe «vorhin» meine Startnummer abgeholt und mich entschieden, doch einen Asthmaspray zu organisieren. Und das war die richtige Entscheidung. Meine Lunge fühlt sich total frei an und ich werde morgen auf jeden Fall starten können. Die Apothekerin war total süss und meinte, dass ihre beiden Jungs auch Asthma haben, dass aber beide trotzdem sportlich sehr aktiv seien (war ich früher trotz Asthma ja auch) und der älter morgen auch am Winterthur Marathon startet. Bei der Nummernausgabe habe ich mich dann gleich noch erkundigt, wie viel Zeit ich mir bis zum Zieleinlauf nehmen kann. Es sind insgesamt 5 Stunden. In dieser Zeit spaziere ich notfalls auch durchs Ziel. Also alles null Problemo. :-) Die Sachen für morgen liegen bereit, in der Küche köchelt die Sauce für meine Penne Bolognaise (ich sag‘ nur Carboloading *lach*) und ich freue mich auf den Event – egal ob ich laufe, walke oder spaziere…

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