Bautagebuch #24 – Nerven behalten und hart bleiben

15 Jan

Vermutlich gibt es keine Baustelle, auf der alles immer rund läuft. Und ich habe in dieser Woche wieder einmal gemerkt, wie wichtig es ist, die Augen offen zu halten und die einzelnen Bauschritte immer mal wieder etwas genauer anzuschauen. Bis jetzt gabe es nicht viel zu korrigieren; vermutlich war es deshalb diese Woche überfällig: Wasseranschlüsse falsch gesetzt, Masse nicht eingehalten, Anschluss für Temperatursensor falsch gezogen und Decke zu niedrig aufgehängt. Alles konnte glücklicherweise mit vertretbarem Aufwand gerichtet werden – weil wir eben früh genug hingeschaut haben. :o) Abgesehen davon schreitet der Bau munter vorwärts. Im unteren Stock sind nun fast alle Fermacell-Platten montiert und auch der Grundputz ist bereits auf einem grossen Teil der Flächen aufgezogen.

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Im oberen Bad steht nun auch der Ständer mit den Unterputzanschlüssen. Morgen zieht der Elektriker dort noch seine Leitungen und dort, wo nötig, wird auf den Untergrund noch eine Fermacellplatte geklebt, bzw. geschraubt.

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Der Spengler war auch bereits da, das Dampfrohr ist hochgezogen und das Dach bereits wieder zu. Der Hut für den Kamin wird offeriert – dafür ist ja noch genug Zeit. Grund zur Diskussion gab noch die Abwasserlösung im Keller, wo neu der Waschraum untergebracht ist. Denn nicht nur Waschmaschine und Spülbecken brauchen einen Abfluss, dessen Wasser dann hoch in die Hauptabwasserleitung gepumpt werden muss, sondern auch die Entkalkungsanlage und der Boiler. Von der Lösung mit einer Tauchpumpe in einem bestehenden Schacht für Waschmaschine und Trockner war ich von Anfang an nicht so begeistert – von wegen Geruch und so. Aber da nun klar wurde, dass noch mehr Wasser aus anderen Räumen in den Abwasserkanal geleitet würden, und der vorgesehene Schacht dafür nicht mehr ideal liegt, haben wir uns nun doch für eine Schmutzwasserhebeanlage entschieden: effizient, sauber und sicher.

Noch nicht in Wohlgefallen aufgelöst hat sich die Situation mit unserem Fliesenleger. Da habe ich mich gerade heute wieder tierisch aufgeregt (eigentlich auch schon gestern), weil er einfach nie zu erreichen ist. Das Thema Fliesen ist für mich momentan ein einziges, grosses, schwarzes Loch. Das ist insbesondere dann nicht lustig, wenn andere Handwerker etwas von uns wissen müssen, und wir wissen leider auch von nichts…und schaffen es dann auch nicht, mal kurz nachzufragen. Deswegen bin ich heute Nachmittag mal ganz kurz explodiert und liess dem Fliesenleger von seiner Mitarbeiterin ausrichten, dass er sich heute noch bei mir melden soll, falls er doch noch Zeit, Lust und Interesse an dem Auftrag im fünfstelligen Bereich habe. Weil ich sonst schon welche kennen würde, bei denen die Zusammenarbeit möglicherweise etwas einfacher wäre. Und siehe da: morgen Abend haben wir mit dem Herrn einen Termin bei uns auf Platz. Schade, dass es manchmal solche energieraubende Ausbrüche braucht…

5 Antworten to “Bautagebuch #24 – Nerven behalten und hart bleiben”

  1. Ludgar Oertli 25. Januar 2015 um 16:34 #

    Hey,

    ist für den Boiler so eine Entkalkungsanlage wirklich sinnvoll? Ich betreibe meine Wassererwärmer noch mit ein er Gasheizung und hole mir immer einen Fachmann für das Boiler entkalken. Irgendwie traue ich mich da nicht ran. Aber kann man sich das Entkalken mit so einer Maschine wirklich zu 100% sparen? lG Ludgar

    • Charlotte 26. Januar 2015 um 20:53 #

      Hallo Ludgar
      Alleine für den Boiler ist die Entkalkungsanlage nicht vorgesehen. Aber vorallem für die Haushaltsgeräte, wie Steamer, Kaffeemaschine, Abwaschmaschine, etc. Denn das Wasser hier hat eine Härte von 38° fH – das ist ziemlich hart. Zu 100% kann man sich das Entkalken jedoch nicht sparen, denn sonst müssten wir das Wasser auf 0 entkalken und das kann nicht das Ziel sein, da die Mineralien im Wasser ja grundsätzlich gesund sind.
      Liebe Grüsse
      Charlotte

  2. marliesgierls 16. Januar 2015 um 15:43 #

    Zum Schluss wird es immer stressig, durchhalten Charlotte! lg Marlies

  3. absengeralois 15. Januar 2015 um 23:46 #

    Das ist der ganz normale Wahnsinn mit den Handwerker.Gruß Alois

    • Charlotte 26. Januar 2015 um 21:27 #

      Zum Glück nicht ganz normal. Im Grossen und Ganzen ist es ganz gut gelaufen, mit unseren Handwerkern! :-)
      Liebe Grüsse
      Charlotte

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