Bautagebuch #2 – es geht los

8 Nov

So ein Umbau ist eine ziemlich grosse Sache – es muss viel besprochen, geplant und bedacht werden. Er braucht viel Zeit und kostet (je nachdem, was gemacht werden soll) viel Geld. Christof hat die Sanierung seines Elternhauses bereits seit langer Zeit im Kopf, hat auch ab und an mal was geplant, die Umsetzung dann aber wieder verworfen. Er meinte zu mir, dass das Haus, so wie es war, für ihn ja ausgereicht habe. Ausserdem habe er halt schon gehofft, dass er irgendwann einmal die Richtige treffen würde, mit der er dann den Umbau gemeinsam planen könne. Ist das nicht schön?

In der Planungsphase haben wir gemerkt, dass wir in vielen Dingen gleich denken, dass wir ähnliche oder sogar gleiche Ideen haben. Aus diesem Grund waren nie lange Diskussionen nötig, ob wir etwas so oder so machen wollen. Bin mal gespannt, ob das auch bei der Bemusterug der beiden Nasszellen so bleiben wird. *lach* Wir waren auch beide der Meinung, dass wir für den Abriss nicht unbedingt mehr Geld ausgeben wollen, als nötig. Dass wir also dort viel in Eigenregie machen. Da klar war, dass Christof draussen noch viel zu tun hatte, war mir bewusst, dass ein grosser Teil dieser Arbeit an mir hängen bleiben würde. Ich fand (und finde immer noch) das aber absolut ok. Schliesslich will ich auch meinen Teil zu unserem zukünftigen Zuhause mit beitragen. Ich dachte ja auch, dass abreissen nicht so schwierig sein dürfte – schliesslich ist schneller etwas zerstört, als wieder heil. Und doch ist es nicht ganz so einfach, einfach mal so eine total heile Täferwand- und -decke runterzureissen. Nicht nur, weil es doch einiges an Kraft erfordert, sondern weil «blinde Zerstörungswut» noch nie zu meinen Stärken gehört hat.

141108_0645 141108_0646

Beim Platten runterspitzen in der Küche stellte ich fest, dass ich mich mit dem grossen Schlagbohrer wohl nie anfreunden werde. Dieses Teil ist einfach zu unhandlich und vorallem viiiiiiiel zu schwer für mich. Inzwischen bin ich auf ein kleines, handliches Modell umgestiegen und mit diesem geht die Arbeit viel leichter von der Hand.

141108_0653 141108_0655

Alleine mit dem Runterreissen ist es beim Abbruch nicht getan. Das ganze Material muss dann ja auch noch aus dem Haus raus und entsorgt werden. Hier habe ich bemerkt, dass eine grosse Gefahr von den ellenlangen Nägeln im Holz ausgeht. Nur mit viel Glück habe ich mir keinen davon in den Fuss gerammt…nur zweimal knapp daneben. Diesbezüglich würde viel für schwere Schuhe und nicht für ausgediente Laufschuhe sprechen. *hüstel*

141108_0657

Ich habe die ganze Abbrecherei übrigens als mein ganz persönliches Boot-Camp angeschaut. Immer wenn ich dachte, dass ich jetzt wirklich nicht mehr kann, habe ich mich noch wieder motiviert und die nächste Holzbahn runtergerissen oder weggeschlagen. Ich staune immer wieder über die versteckten Kraftreserven, die bei Bedarf abgerufen werden können…

10 Antworten to “Bautagebuch #2 – es geht los”

  1. marliesgierls 8. November 2014 um 16:17 #

    Ich bewundere Dich Charlotte, da kannst Du noch einen Job draus machen! :-) lg Marlies

    • Charlotte 11. November 2014 um 12:37 #

      Du meinst so im Stil von „vergessen Sie die Abrissbirne, hier kommt Charlotte, die Abbrecherin“ oder so? ;-) Nööö, lass ma! Nach diesen paar Räumen reicht es dann mal wieder ein Weilchen, bis der 1. Stock an die Reihe kommt. Oder vorher vielleicht noch der Stall…
      Liebe Grüsse
      Charlotte

      • marliesgierls 11. November 2014 um 13:23 #

        War nur so eine Idee….

      • Charlotte 12. November 2014 um 08:04 #

        Grundsätzlich auch eine gute Idee. Damit liesse sich bestimmt Geld verdienen. Aber wenn ich sehe, wie kaputt ich nach einem Tag Abtriss bin… So etwas möchte ich meinem Körper nicht zu oft zumuten. Da lobe ich mir meinen Bürojob, auch wenn mich der nicht wirklich glücklich macht. Wenn alles gut läuft, werde ich irgendwann sowieso Vollzeit auf dem Hof arbeiten (mit Rindern, Hofladen, etc.) und daneben noch weiter studieren. Das wäre perfekt… :-)
        Liebe Grüsse
        Charlotte

      • marliesgierls 12. November 2014 um 10:09 #

        Schöne Pläne Charlotte, man muss dran glauben! LG MArlies

  2. Myriade 8. November 2014 um 14:38 #

    Der Schlagbohrer auf dem Foto ist aber nicht die kleinere, handlichere Version, oder vielleicht doch ? Wie groß ist dann der große ??

    • Charlotte 8. November 2014 um 14:53 #

      Nein, nein, auf dem Bild ist die unhandliche Version zu sehen. Von der kleinen Version gibt es kein Foto. Das könnte ich eigentlich mal noch nachholen… :-)

      • Myriade 8. November 2014 um 14:54 #

        Da bin ich aber erleichtert !

      • f27728476 9. November 2014 um 07:54 #

        Hallo Charlotte !
        Der GSH 11 Hammer ist wirklich nichts für Fliesen ( außer Arnold Schwarzenegger )
        Sicherheitsschuhe mit Stahlsohle und Gehörschutz sind auch WICHTIG für die
        Arbeiten .

        Gruß auf die Winter – Großbaustelle :-)
        Uli

      • Charlotte 11. November 2014 um 12:53 #

        Hallo Uli
        Der GBH 11 wäre für Fliesen schon ok. Mein Problem ist nur, dass ich einfach zu wenig Kraft in den Armen habe, um die über 10 kg so lange zu stemmen. Ich habe mich jetzt sowieso auf den Abbruch mit dem Vorschlaghammer spezialisiert…das perfekte Anti-Aggressions-Training. ;-)
        Liebe Grüsse
        Charlotte

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: