Hofwoche – Tag 3

3 Okt

Ok, gleich mal vorneweg ein «mea culpa»: wer konnte schon ahnen, dass die ausgestrahlten Szenen munter durcheinander gewürfelt werden und nicht den konkreten Tagen der Hofwoche entsprechen. So wurde also tatsächlich noch der Teil mit dem Unkraut jäten vom Vorabend und dieses elendige Picknick am Mittag nach der Ballonfahrt ausgestrahlt. Letzteres glücklicherweise in sehr abgespeckter Manier. Wenn wir die gestern ausgestrahlten Aktionen alle in einen Tag hätten packen wollen, dann wären wir wohl 18 Stunden vor der Kamera gestanden. *kicher*

Da wir am Vortag so früh aufstehen mussten und sich der Dreh doch etwas in den Abend zog, stand das Filmteam am Mittwoch erst um 9 Uhr auf der Matte. Immerhin. Das Wetter draussen war nicht so berauschend, der Himmel Wolken verhangen, aus denen es tröpfelte. Aber wie heisst es so schön: es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Und Christof hatte an alles gedacht – sogar an ein Schlechtwetterprogramm. Wobei die Idee mit dem Mosten wohl eher von der Produktion kam, denn im Juli hängen an den Bäumen nun mal noch keine reife Äpfel. Egal, denn Äpfel kann man das ganze Jahr durch kaufen – noch Fragen!?! *lol* Das Durchdrehen der Äpfel war eigentlich ganz spassig. Und wenn man den Dreh raus hat auch gar nicht so anstrengend. Selbst wenn man immer und immer und immer wieder drehen muss, weil von dieser Seite noch eine Aufnahme gemacht werden muss, dann von der anderen Seite, dann noch mit Mutter auf dieser Seite und mit Mutter auf der anderen Seite. Das Ergebnis, der Most schmeckte auf alle Fälle seeeeeeeeehr lecker! Nix mit Zuckerzusatz, Konservierungsstoffen oder Geschmackseinbussen durch Pasteurisieren. Natur pur! Und Christof fand, dass er das nun wieder öfter machen wolle – für den Hausgebrauch. Wozu so eine Sendung nicht alles gut sein kann…

Nach dem Mittagessen war die Wolkendecke bereits etwas lichter, aber noch immer tropfte es von oben runter. Zeit für ein weiteres Schlechtwetterprogramm. Aber dieses Mal verrate ich lieber noch nichts…

In der Zwischenzeit hatten sich die Wolken verzogen und die Sonne lachte wieder vom Himmel. Einmal mehr denke ich, dass wir mit dem Wetter wirklich Glück hatten. Denn nach unserer Hofwoche zeigte sich der Sommer ja nur noch von seiner feuchtesten Seite. Nicht unbedingt die idealsten Bedingungen für Filmaufnahmen.

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Dem Melken sah ich mit gemischten Gefühlen entgegen und ich musste mich im Vorfeld erst einmal tierisch aufregen. Denn eigentlich war geplant, dass wir um 17.30 im Stall sind. Die Kühe sind ja auch irgendwie Gewohnheitstiere und passen sich einem gegebenen Rhythmus an. Wegen irgendwelchen O-Tönen zögerte sich das Ganze jedoch wieder und wieder hinaus, so dass wir erst um einiges später im Stall eintrafen.

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Bei Christofs ehemaliger Kuh, die extra wegen uns noch nicht gemolken wurde, tropfte daher schon die Milch aus dem Euter, was für sie bestimmt nicht sehr angenehm war. Wir setzten uns dann durch, das arme Tier bereits zu melken, denn es kann schliesslich nichts dafür, wenn die Menschen nicht in der Lage sind, einen Zeitplan einzuhalten. Ich mag es überhaupt nicht, wenn über das Wohl der Tiere einfach so grosszügig hinweg gesehen wird!!! Normalerweise hätte ich mich danach so schnell wohl nicht wieder abgeregt. Aber Christofs ruhige Art scheint nicht nur auf Tiere eine gute Wirkung zu haben, sondern auch auf mich. Selbst meine Nervosität vor meinem Melkauftritt konnte er mir etwas nehmen. Die war aber auch begründet. Zum einen, weil es sich auf diesem Melkschemel sehr wackelig sitzt und weil die Kuh mich nur einmal kurz hätte anschubsen brauchen, damit ich am Boden liege. Und das wäre mir dann schon eher unangenehm gewesen, das könnt Ihr mir glauben. Zum anderen wollte ich, als Laie, dem armen Tier mit der Melkmaschine ja auch keinen Schaden zufügen. Nicht, nachdem sie schon so lange darauf warten musste, endlich gemolken zu werden. Unter Christofs fachkundiger Anleitung funktionierte die Melkerei dann jedoch erstaunlich gut. So gut, dass ich danach sogar etwas stolz auf mich war. Genauso wie Christof – das fand ich besonders süss. Nach dem Melken durfte ich dann noch die beiden Kälber tränken, die auch schon fast am Verhungern waren. Die hatten einen Zug drauf, dass es eine wahre Freude war. Als auch diese Szene im Kasten war, folgten die obligaten O-Töne, es wurden noch ein paar Takte mit dem befreundeten Landwirten geplaudert und natürlich mussten die landwirtschaftlichen Geräte ausgetestet werden. *grins*

http://www.3plus.tv/episode/bauer-ledig-sucht/staffel-10-folge-11

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Nachdem das Filmteam weg war, kümmerte ich mich um das Abendessen (eine Berner Rösti). Auch wenn ich Christofs Mutter bereits ab dem ersten Tag zur Hand ging, war es mir nicht Recht, mich ständig von ihr bekochen lassen – bin ja schon ein grosses Mädchen. Bei einem Gläschen Wein liessen Christof und ich den Abend dann gemütlich ausklingen – auch das muss mal sein.

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8 Antworten to “Hofwoche – Tag 3”

  1. gsharald 8. Oktober 2014 um 18:37 #

    Lueg e mol widder in dei Posschtfach.

  2. Eva 4. Oktober 2014 um 15:56 #

    was ist ein O-Ton?

    • f27728476 10. Oktober 2014 um 06:49 #

      Hallo Eva !
      Originalton
      Gruß
      Uli

  3. giftigeblonde 4. Oktober 2014 um 07:08 #

    Das mit dem Mosten finde ich auch entzückend,…auch oder gerade wenn dann Äpfel extra gekauft wurden ggggg.
    Und bei der Melkerei zur falschen Zeit bin ich ganz bei dir.

    Liebe Grüße und schönes Wochenende!
    Sina

  4. f27728476 4. Oktober 2014 um 05:53 #

    Hallo Charlotte !
    Die Äpfel zum Mosten hat bestimmt der Hauptsponsor besorgt ?? Lach !! :-)

    Gruß
    Uli

    • Charlotte 16. Oktober 2014 um 04:59 #

      *lach* Nein, die Äpfel waren von der Konkurrenz…

      Liebe Grüsse
      Charlotte

      • f27728476 16. Oktober 2014 um 07:27 #

        SUPER !!!! :-)))
        Gruß Uli

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