Hofwoche – Tag 2, Teil 2

26 Sep

So, wie es ausschaut, wird in der nächsten Folge vom 2. Tag meiner Hofwoche bei Christof nichts mehr gezeigt. Also darf ich doch noch ein wenig aus dem «Nähkästchen» plaudern, oder besser gesagt aus dem Ballonkörbchen. *lach* Da ist zum Beispiel die Sache mit der Exkursion: eigentlich waren die Folgen von Christof und mir wohl für einen späteren Ausstrahlungszeitpunkt gedacht. Aus diesem Grund waren wir beide zur Exkursion auch nicht eingeladen. Da aber – so vermute ich mindestens – bei einigen Landwirten die Frauen vorzeitig abgesprungen waren und dort entsprechend neu gedreht wurde, zog der Sender unsere Folgen vor. Die Exkursion war nun jedoch bereits durch, also musste eine Erklärung her, wieso Christof und ich nicht dabei sein konnten. Wegen der Ballonfahrt – ist doch klar. Dem aufmerksamen Zuschauer mag aufgefallen sein, dass die Szene, bei der Christof und ich dem Maisfeld entlang laufen und genau diese Erklärung liefern, zu einem späteren Zeitpunkt entstanden ist, als die der Ballonfahrt: das Wetter ist schlechter, das Rapsfeld zur Linken abgeerntet und der Mais viel höher, als vorher. Ihr könnt Euch auch vorstellen wie erstaunt ich über die Anfrage war, mich erneut für einen Drehtag bei Christoph einzufinden. Ist gar nicht so einfach, sie noch einmal in eine Szene hineinzufinden, die einige Wochen zurück liegt.

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Christof auf dem Weg zu den O-Ton-Aufnahmen – gut gelaunt, wie immer. Ein Sonnenschein vom Dienst!

Ist Euch übrigens auch das Körbchen aufgefallen, das Christof am Morgen bei sich trug? Und die Wolldecke, die ich im Arm hielt? Beides war – auf Wunsch der Produktionsleitung – für ein Picknick gedacht, das Christof und ich nach der Ballonfahrt halten sollten. Ich bin ganz froh, dass diese Szene nicht ausgestrahlt wurde. Denn ich fürchte, dass ein grosser Teil davon arg gestellt wirken würde. Erstens, weil mir absolut nicht nach Picknick, sondern eher nach einem Bett für einen Mittagsschlaf war, zweitens, weil ich den Ort des Geschehens (von der Produktion gewählt) super unlauschig fand und drittens, weil ich keine grosse Lust hatte, über vorgegebene Themen zu sprechen. Ein Gutes hatte das Picknick dann aber doch: ich beschloss, dass ich mich in dieser Woche in keine weitere Situation mehr begeben würde, in die ich mich so gar nicht begeben wollte. Und ich war froh, dass Christoph das wohl ähnlich sah und die Zügel lieber selber in der Hand halten wollte, als sich fremdbestimmen zu lassen. Ich gehe übrigens stark davon aus, dass viele der teilnehmenden Landwirte und auch der Hofdamen sich zu sehr von der Regie leiten lassen und dadurch Dinge sagen und tun, die sie aus eigenem Antrieb nie machen würden. Das sind dann oft die Szenen, in denen ich mich ehrlich gesagt ein wenig fremdschäme. Mir ist bewusst, das BLS eine Kuppelshow ist. Und die Anwesenheit von einem Kamerateam kann schon dazu führen, dass man sich vielleicht euphorischer fühlt und deswegen mehr Adrenalin durch die Adern fliesst. Adrenalin, das auch fliesst, wenn man verliebt ist. Und so kann schnell mal passieren, dass man die Aufgeregtheit durch die neue Situation mit verliebt sein verwechselt. Dann noch gepusht durch das Produktionsteam… Aber zu viel Einfluss von aussen ist für eine mögliche Partnerschaft ein schlechter Ratgeber – die Geschichte von Anton und Iris, aber auch von Christian und Claudia sprechen Bände. Aber ich bin abgeschweift. Christof und ich brachten also das Picknick einigermassen über die Runde und auch die anschliessenden O-Töne. Übrigens, nicht, dass man mich falsch versteht: wir hatten mit unserem Produktionsteam echt Glück, das waren alles wirklich ganz liebe Leute – deren Job halt auch einfach ist, Amor zu spielen. Und auch wenn wir uns manchmal vielleicht ein wenig gekabbelt haben, so verlief die Zusammenarbeit ziemlich harmonisch. Darf ich vorstellen:

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140701_9689 Silke: Regieleitung, mit einem grossen Herz und viel Geduld.

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Frank: Kameramann mit dem Auge fürs Wesentliche und ansteckendem Humor.

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Yannik: Tontechniker, das Küken vom Dienst und mein rettender Akku-Engel.

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Annina: Regieassistenz und Organisationstalent.

Nach dem Picknick war übrigens noch lange nicht Schluss, denn Christof weihte mich in die Geheimnisse eines schönen Zuckerrüben-Ackers ein: Unkraut zupfen – von Hand! Kein Scherz! Landwirte, die einen unkrautfreien Acker zu schätzen wissen, tun das. Denn mit Spritzen kann anscheinend nicht alles Unkraut erwischt werden. Und die Menge an Gift, die eingesetzt werden darf, ist begrenzt. Also bleibt nur noch die Fleissarbeit. Ist schon ein komisches Gefühl, durch die Zuckerrüben zu waten. Komisch deshalb, weil ich noch die Mahnungen meiner Eltern aus der Kindheit in den Ohren habe, nicht durch Felder oder Wiesen mit höherem Gras zu laufen. Und nun spazierte ich also durch die Zuckerrüben, zuckte jedes Mal zusammen, wenn ich trotz aller Vorsicht wieder eine Rübe «zusammenstauchte» und noch mehr, wenn sich ein Spinnennetz dieser ekligen Wespenspinne klebrig um meine Beine legte. *igittbrrrrrschüttel* Mehr Freude machte mir dann das gegenüberliegende Sonnenblumenfeld. Raps ist ja schon sehr schön anzuschauen. Aber ein Sonnenblumenfeld in der Abendsonne ist noch einmal etwas gaaaaaaaaanz anderes: so schön!

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So schön war auch, sich nach dem Abendessen und dem privaten Austausch mit Christof über den Tag, über ihn, über mich, ins Bett fallen zu lassen. Seit vier Uhr morgens war ich wach, ab fünf Uhr – bis abends um ca. 19.30 Uhr – das Produktionsteam im Schlepptau, x Szenen noch mehr-x Male wiederholt und mir dabei den Mund fusselig geredet. Ich war für diesen Tag (und eigentlich für den Rest der Woche) bedient. Jawoll!

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9 Antworten to “Hofwoche – Tag 2, Teil 2”

  1. giftigeblonde 27. September 2014 um 10:27 #

    Interessant, aber ich dachte mir das schon so, dass mit einem Kamerateam, wenn auch einem netten, es nicht so einfach ist sich richtig kennenzulernen. Wie ich dich aber kenne, hast du das sicher trotzdem gut gemeistert!
    lg. Sina

    • Charlotte 1. Oktober 2014 um 21:00 #

      Jaaa, mit Privatsphäre ist es nicht weit her. Aber es gibt schon Zeitfenster, die man zum Kennenlernen nutzen kann, bzw. nutzen sollte, wenn man sie denn nutzen will.
      Liebe Grüsse
      Charlotte

      • giftigeblonde 2. Oktober 2014 um 15:13 #

        DAS hast du sicher getan,..ggggg
        lg. Sina

  2. f27728476 27. September 2014 um 09:37 #

    Hallo Charlotte !
    Das ganze hört sich “ leicht “ Stressig an mit der Filmerei !
    Also am nächsten Donnerstag keine neue Folge von euch ???
    Gruß
    Uli

    • Charlotte 1. Oktober 2014 um 20:56 #

      Lieber Uli
      Es mag Leute geben, die sich bei solchen Sachen pudelwohl fühlen…ich gehöre definitiv nicht dazu. *seufz* Aber morgen gibt es trotzdem noch eine Folge von uns. :o)
      Liebe Grüsse
      Charlotte

  3. Schmetterlingsfamilie 27. September 2014 um 02:47 #

    Nun weiß ich, was ich abends im Bett schauen werde ;-)

    • Charlotte 27. September 2014 um 07:29 #

      *lach* Musst mir dann verraten, ob wir eine gute Einschlafhilfe sind!
      Liebe Grüsse
      Charlotte

  4. Myriade 26. September 2014 um 23:31 #

    Die Portraits sind wirklich sehr gelungen. Ich bin schon sehr gespannt wie´s weitergeht auf dem Lande :grin:

    • Charlotte 27. September 2014 um 00:43 #

      Danke Dir! Bin auch gespannt – die Wochen werden lang. ;-)

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