Kampf im Kopf

8 Jun

Heute hätte ich während des Laufens ja unheimlich gerne meine Hirnströme messen lassen, um zu sehen, was da in meinem Kopf so abgeht, wenn ich mich mit meinem inneren Schweinehund kabble. So richtig Lust auf Laufen hatte ich heute Morgen ja nicht. Erstens hätte ich gerne etwas länger geschlafen, zweitens zeigte das Thermometer bereit um 9 Uhr 25 Grad an (bei mir auf dem «Berg») und drittens wäre gegen einen faulen Sonntag grundsätzlich auch nichts einzuwenden gewesen. ;-) Aber nu, hilft ja alles nix, rein in die Laufklamotten und los. Auf dem Plan standen 12.5 km und ich wollte mich heute wirklich an den Plan halten, wonach ich auf halber Strecke so ein Energiegel essen sollte und regelmässig trinken und so. Es war heiss, beim Laufen. Eine Temperaturanzeige unterwegs lachte mir mit 28 Grad entgegen. *schmacht* Und dann kam der Zeitpunkt für das Gel und ich weiss, dass ich so etwas nie mehr zu mir nehmen werde. Diesen süss-pappigen Geschmack bekommt man ja nicht mehr aus dem Mund. Selbst nach tüchtigem Gurgeln nicht. *igitt* Wie kann man nur! Danach sackte meine Motivationskurve zusehends ab und nach 8 km gab ich meinem Schweinehund nach…

140608_Laufstrecke

…ärgerte mich aber bald über mich selber und beschloss – nach einigen internen Kämpfen – doch noch wieder weiterzulaufen. Sogar aufwärts, das soll etwas heissen! :-)

140608_Laufteilstrecke

Beim steilsten Stück, einen Kilometer vor dem Ziel, knickte ich dann doch wieder ein und spazierte zurück. Macht aber nichts, denn immerhin habe ich meinem Schweinehund heute zweimal ordentlich eins auf die Nase gegeben. Den werde ich schon noch abrichten – früher oder später. :o)

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16 Antworten to “Kampf im Kopf”

  1. Houdini 10. Juni 2014 um 05:20 #

    Müesliriegel, und viel trinken. Der Hauptstrasse entlang wäre ich nicht mal marschiert/spaziert!

    • Charlotte 10. Juni 2014 um 09:10 #

      Müesliriegel während und auch kurz vor des Laufens geht bei mir gar nicht – da wird mir schlecht. Wenn ich vor dem Laufen essen kann ich darauf warten, dass ich mich nach den ersten Kilometern übergeben muss. Auf der Hauptstrasse war ich nur, weil ich eigentlich zurück den Bus nehmen wollte, bevor ich mich dann wieder umentschied. :-) Sonst ist die Strecke dort zum Laufen bei dieser Hitze schon nicht gerade sehr angenehm.

      • Houdini 10. Juni 2014 um 13:22 #

        AHA, das wegen den Riegeln und der Hauptstrasse. Komisch, das mit den Riegeln, für mich war das immer Powerfood für unterwegs, vor allem beim Velofahren. Es hatte früher so dünne, 4-5 mm dicke, in der Wärme waren sie eher weich, nicht schwer. Wenn nicht Müesli, dann vielleicht DarVida nature, gibt so kleine Päcklein, für mich super, eigentlich besser geeignet als Müesliriegel, weil nicht süss, nicht klebrig.

      • Charlotte 11. Juni 2014 um 21:38 #

        Beim Velofahren gehen die Riegel auch. Aber anscheinend muss ich vor und während des Laufens Dinge essen, die sehr leicht verdaulich sind. Oder halt eben gar nichts. Ist eh besser für die Fettverbrennung. ;-)
        Liebe Grüsse
        Charlotte

  2. f27728476 8. Juni 2014 um 20:21 #

    Hallo Charlotte ,
    ich denke Du kennst Dich besser mit Katzen aus ! :-)
    Aber den Schweinehund bekommst Du auch noch in den Griff !!
    Ist doch bei der Hitze kein Wunder das man da keine große Lust auf Sport hat .
    Selbst mein “ Fotosport “ endete nach 4 belichteten Rollis .
    Ps : Bei uns wars 34 Grad !!

    Gruß
    Uli

    • Charlotte 10. Juni 2014 um 08:51 #

      34 Grad ist doch eine feine Sache! :o)
      Liebe Grüsse
      Charlotte

      • f27728476 10. Juni 2014 um 10:13 #

        Hallo Charlotte !
        ( 34 Grad !!! )
        Aber nur im Klimatisierten Burger King oder im “ Renn Elch “
        LACH !!!!
        Gruß
        Uli

  3. Red Skies Over Paradise 8. Juni 2014 um 14:08 #

    Ich habe heute nach 28 Jahren meinem Schweinehund auch eine Abfuhr erteilt und wieder mit Laufen begonnen. Die ersten 2,4 Kilometer Waldlauf. Morgen folgen die nächsten.

    • Charlotte 10. Juni 2014 um 08:46 #

      Super, ich gratuliere! Und wie war das Gefühl danach?
      Liebe Grüsse
      Charlotte

      • Red Skies Over Paradise 10. Juni 2014 um 16:32 #

        Befreit. Glücklich. Wiederholend müssend und habend am Montagmorgen. Und ich war überrascht, wie gut ich das verkraftet habe. Das kann nur bedeuten, dass Körper, Geist und Seele danach gelechzt haben. Und ich frage mich, warum nur habe ich überhaupt mit Laufen aufgehört.
        Vielen Dank, Charlotte. LG, Bernd

      • Charlotte 11. Juni 2014 um 21:41 #

        Das hört sich super an. Und ich wünsche Dir, dass Du noch viele solche Lauferlebnisse haben wirst!
        Liebe Grüsse
        Charlotte

      • Red Skies Over Paradise 11. Juni 2014 um 22:26 #

        Danke.

  4. autopict 8. Juni 2014 um 12:36 #

    8 km in einem 6:20er Schnitt ist doch eine feine Sache, gerade wenn man sich ein wenig quälen muss….
    Ich hatte heute auch ‚großes‘ vor und wollte meinen (langen) Sonntagslauf nochmal um 10% steigern. Ist nicht ganz gelungen, aber fast, so langsam komme ich doch wieder in HM-Form. Aber es war definitv zu warm, gerade mit den Temperatursprüngen, darauf bin ich noch nicht eingestellt…
    Und da hilft nur Trinken, Trinken, Trinken!

    • Charlotte 10. Juni 2014 um 08:42 #

      „ein wenig quälen“ ist irgendwie arg untertrieben. ;-)
      Schön, dass es Dir beim Laufen so gut läuft! Ist halt schon ein schönes Gefühl, wenn man das gesteckte Ziel dann erreicht hat.
      Liebe Grüsse
      Charlotte

  5. carolapeters 8. Juni 2014 um 11:49 #

    Hallo Charlotte,
    Erst einmal Glückwunsch zum zweimaligen Sieg :-)
    Gel habe ich auch maal ausprobiert und als „igitt“ empfunden. Nicht nur der Geschmack trug dazu bei, sondern auch, dass die Hände klebrig sind, wenn man nicht aufpaßt.
    Da ich auch dazu neige, von einem Riegel ein- bis zweimal abzubeißen und dann wieder („für den nächsten kleinen Hunger“) einzustecken, verwende ich nur noch Riegel ohne Schokolade.
    LG, Carola

    • Charlotte 10. Juni 2014 um 08:38 #

      Danke, Carola. Ich denke, dass ich bei Strecken bis Halmarathon sowieso ohne Gel oder Ähnliches auskommen sollte. Bei einem Marathon sieht das vielleicht etwas anders aus, aber ob ich diese Strecke überhaupt einmal laufen werde, steht in den Sternen. Also ist das Thema Zwischenverpflegung für mich vorerst vom Tisch. :-)
      Liebe Grüsse
      Charlotte

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