Die Gartensaison hat begonnen

3 Apr

Spätestens seit dieser Woche ist es amtlich: bei mir hat die Gartensaison definitiv angefangen. Nachdem ich im letzten Jahr meinen Garten ja nur grob entwildert hatte, ist dieses Jahr ein Garten mit mehr oder weniger System geplant. Mit Frühbeeten, Hochbeeten, Trockensteinmauer, Totholzzaunecke, neuem Zaune, anständigen Beeten mit Beeteinfassungen, Gehwegen und was weiss ich noch alles. Gaaaaaaaaaaanz viel Arbeit. Vier Tage habe ich nun umgestochen, geschaufelt, abgebrochen, gebastelt, gehackt, gejätet…und der Garten ist erst zu einem Drittel fertig. Aber er wird. Auf meine selbstgebastelten Hochbeete bin ich stolz – Gabionen für Arme, aus Kompostgittern. Und der Frühbeet-Tunnel, den ich heute mit einigen Schwierigkeiten zusammengebaut habe, sieht auch chic aus (nein, nicht selber gemacht, nur selber zusammengebaut). In die eine Gabione habe ich Karotten ausgesät, die andere muss noch ein wenig warten, bis sie genutzt wird. Unter dem Frühbeet-Tunnel schlummert Blumenkohl und Spinat, ein ganzes Beet beherbergt Zuckerschoten und im Treibhäuschen wachsen hoffentlich bald Radieschen und Salat. Bin ja gespannt, ob und was ich wann ernten kann.

140403_7948 140403_7949

Ich weiss echt nicht wie Leute einen Garten pflegen, die 100% arbeiten. Ich bin nach diesen vier Tagen total geplättet. Körperlich. Die Sporteinheiten habe ich ersatzlos gestrichen. Wenn ich am Abend noch hätte laufen müssen, wäre ich zusammengebrochen. Aber für den Kopf war die harte Arbeit gut. Die grauen Wolken, die sich mal wieder am verdichten waren, sind weniger geworden. Ich bin auch froh, dass ich das schöne Wetter so diszipliniert (!) für den Garten genutzt habe. Die nächsten zwei Tage sind ja besetzt durchs Studium und wer weiss, wie das Wetter danach wird.

140403_7920

Am meisten freue ich mich momentan über die schönen Frühlingsblumen, die rund um die Terrasse blühen. Die Hyazinthen duften, dass es eine wahre Freude ist und die Osterglocken haben sich von dem Wintereinbruch neulich bestens erholt. Bald schon blühen die Tulpen – bin ja gespannt, wie das aussieht und ob ich bei der Farbverteilung beim Pflanzen ein ebenso unglückliches Händchen hatte, wie bei den Hyazinthen. Die Weihnachtsdeko auf der Terrasse sollte ich eventuell auch bald einmal durch Osterdekoration ersetzen. *hüstel* Und Rasenmähen wäre auch angesagt. Nicht gerade einfach, um die ganzen Blumen rum zu mähen. Gut, gibt es Trimmer und Rasenscheren. Nur alleine beim Gedanken an die Rasenschere verabschiedet sich mein Rücken ächzend. Jaja, wie sagte ich bereits: die Gartensaison hat begonnen…

Advertisements

10 Antworten to “Die Gartensaison hat begonnen”

  1. Houdini 5. April 2014 um 05:13 #

    PS: Deine Beeteinfassungen sind aber nicht schneckensicher :-)

    • Charlotte 5. April 2014 um 07:19 #

      Ja, ich weiss, leider. Ich hätte mir gerne Schneckenbleche gekauft, aber diese passen gerade nicht auch noch in mein Budget. Werde es dieses Jahr mit Bierfallen probieren. Ausserdem hoffe ich, dass durch meine Naturhecke ein Igel Gefallen an meinem Gärtchen findet, der dann die Schnecken dezimieren würde.

  2. Houdini 5. April 2014 um 05:12 #

    Ich bin beeindruckt. Was fuer ein Garten! Und wohnen mit freier Sicht.
    Wieder was gelernt, Gabionen. Ich kannte diese Drahtgitter als Stuetzmauern, Trennelemente, nicht aber als Hochbeet. Wofuer sind solche nebst der Rueckenschonung noch gut? Was soll man darin anpflanzen? Kraeuter, damit sie etwas trockener liegen (Regenwasser laeuft ab)?
    Ich habe hier Probleme mit dem lehmigen Boden, das Wasser fliesst nicht weg, europaeische Kraeuter sind schwierig.

    • Charlotte 5. April 2014 um 07:16 #

      Ich habe die Hochbeete aus drei Gründen gebaut:
      1. sie wirken – je nach Aufbau – wie ein Mini-Treibbeet: die Steine speichern die Wärme und durch die dicke Schicht Mist, die ich ganz unten aufgebaut habe, können sich die Pflänzchen zusätzlich über warme Füsse freuen.
      2. gut für den Rücken
      3. als Gestaltungselement
      Kräuter mögen solche Hochbeete übrigens gerne, vielleicht könntest Du den lehmigen Boden so überlisten. In meinem Garten kenne ich das Lehmproblem übrigens auch, glücklicherweise jedoch nur in einer Ecke und am Rand. Eine Trainage mag ich nicht einbauen (zu anstrengend), deshalb wird dort dann noch ein kleines Biotop entstehen – entweder noch dieses Jahr oder dann nächstes Jahr.
      Liebe Grüsse
      Charlotte

      • Houdini 6. April 2014 um 06:18 #

        Ich steche viel um, hacke, gab schon viel verkohlte Reisschalen, Blaetter, Grasschnitt, Pflanzenerde und gerissene Kokosaussenschale zu, letztere ist teils wie Saegemehl, teils faedig wie Rosshaar. In oefter gepflegten Beeten hat es sich gebessert, in anderen noch nicht.
        Unmittelbar hinter der Gartenmauer sind 2 Weiler mit Toepfereien in fast jedem Haus, ich weiss warum.
        Zu Kraeutern: Ich las einmal von einem Kraeuterhuegel im Garten, zuoberst die am meisten die Trockenheit liebenden.

      • Charlotte 8. April 2014 um 20:28 #

        Gut Garten will Weile haben – das kenne ich von meinem auch. Die Vorbesitzer haben den Begriff „naturnahes Gärtnern“ etwas zu wörtlich genommen. Ausserdem liegt stellenweise Bauschutt im Boden drin, der beim Umstechen zum Vorschein kommt. Manchmal würde ich dann die Stechgabel am liebsten wegwerfen. *grummel*
        Zu Deinem Kräuterhügel: Das ist das gleiche Prinzip, wie bei einer Kräuterspirale – zuoberst die Kräuter, die gerne warm und trocken haben, ganz unten die, die gerne feuchten Boden haben. Ich werde mir so etwas im Kleinformat vielleicht auch noch basteln…wenn ich mit dem ganzen Rest fertig bin. Also vielleicht nächstes oder übernächstes Jahr. *lach*
        Liebe Grüsse
        Charlotte

  3. marliesgierls 4. April 2014 um 15:44 #

    Ja ich sitze hier auch mit schmerzenden Rücken, habe die letzten sonnigen tagen im Garten genutzt, heute regnet es und ich bin froh, denn körperlich ist Pause sehr notwendig. Aber es ist im Frühling immer eine freude, wenn alles so aus der Erde sprießt. Du hast ja ein tolles Gewächshaus! lg Marlies

  4. ginnietom 3. April 2014 um 23:02 #

    dies müßte sichtbar sein:

  5. ginnietom 3. April 2014 um 22:54 #

    sind die Rundbeete mit den Steinchen schwierig zu bauen(?)…hab sie bisher gemieden und bin auf PFLANZKASTENSYSTEME in Holz ausgewichen…
    http://www.amazon.de/gp/product/B00A1C5FCUref=oh_details_o00_s00_i00?ie=UTF8&psc=1

    schöne Maulwurfsgrüße zum buddeln…

    • Charlotte 4. April 2014 um 09:17 #

      Schwierig zu bauen sind sie nicht, nur zeitaufwändig (wenn man sie alleine machen muss). Ich habe mir zwei Kompostgitter gekauft, habe sie mit der Trennscheibe auf die gewünschte Höhe gekürzt, das eine Gitter mit dem Abstand in das andere reingestellt und dann mit Steinen gefüllt. Wichtig ist einfach, dass die Steine gross genug sind, damit sie nicht durch die Maschen fallen. Da ich die günstigsten gekauft habe, waren auch viele kleine Steine mit dabei, was etwas anstrengend war. Deswegen habe ich bei der kleineren Gabione noch ein Sechseck-Geflecht, das ich sonst gegen die Wühlmäuse auf den Boden lege, befestigt, damit auch die kleineren Steine im Zwischenraum hängen bleiben. Der Vorteil dieser Hochbeete zu Holz ist halt, dass sie witterungsbeständig sind. Der Frühbeetkasten, den ich von den Vorgängern übernommen hatte, war aus Holz und der ist quasi in seine Einzelteile zerfallen, weil die unteren Teile alle abgefault waren.
      Herzliche Grüsse
      Charlotte

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: