Wochenrückblick #12

31 Mrz

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Nach einem kurzen Unterbruch heute doch wieder ein Wochenrückblick. Nicht nur, weil die letzte Woche insgesamt besser gelaufen ist, als die vorletzte – mindestens was die Waage betrifft. Auf die bin ich heute Morgen mit gemischten Gefühlen gestanden. Wenn sie wieder ein + oder keine Veränderung angezeigt hätte, dann wäre das schon wieder ein Grund gewesen, mich tierisch aufzuregen. War aber nicht nötig: ganze -1.3 kg weniger. Endlich! Viel sportlicher war ich letzte Woche zwar nicht unterwegs, dazu fehlte mich auch irgendwie die Energie. Aber ich denke, dass ich mich ausgewogener ernährt habe. Und mich bei den Naschereien zurückgehalten (hallo Disziplin). Was meinen Energiehaushalt betrifft, so scheint der momentan etwas gestört zu sein. Nach oder sogar schon während der Sporteinheiten fühle ich mich total ko. Am Morgen komme ich nur ganz schwer aus dem Bett, obwohl ich abends «früh» zu Bett gehe. Mein Kreislauf schwächelt und meine Glieder fühlen sich manchmal sehr viel schwerer an, als sie überhaupt sein können. Es schein, als sei mein Akku ziemlich am Boden.

Gestern war ganz extrem. Um 8 (Sommerzeit) klingelte mein Wecker, um frühzeitig zu meinem Lauf-Ausflug zu starten. Leider war mir weder nach Aufstehen, noch nach Laufen. Also musste ich erst einmal einen harten Kampf gegen meinen inneren Schweinehund namens «disziplinlos» austragen. Und gewann. Raffte mich auf, frühstückte, schmiss mich in Sportklamotten, packte meinen kleinen Laufrucksack (Neuerwerbung von Lidl) mit Ersatzklamotten, Fotoapparat, Taschenbuch und was halt sonst alles noch so mit muss, wenn man mit den ÖV unterwegs ist. Kurz vor 12 trabte ich los, unter der prallen Sonne, mit den Indoor-Laufschuhen und einem eher lästigen Rucksack am Rücken. Obwohl ich mir Mühe gab, mich auf das Laufen zu freuen, wollte mir das nicht so richtig gelingen. Da half auch die reizvolle Landschaft nichts. Und noch weniger die vielen Sonntagsausflügler, die sich wie Ameisenkolonnen den beiden Seen entlang bewegten. Bereits nach vier Kilometern schmerzte mich mein rechtes Knie und der Rucksack, der für vieles taugen mag, aber nicht fürs Laufen, pendelte auf meinem Rücken hin und her und scheuerte mir die Seite auf. Ausserdem schnaufte ich schon ziemlich schnell, wie ein Walross. Zwischen Hüttwiler- und Nussbaumersee hatte ich dann die Nase voll. Disziplin ist gut, aber nicht, wenn der Körper darunter leidet. Ich hätte nicht gedacht, dass man sich mit einem Rucksack blaue Flecken und offene Abschürfungen holen kann. Aber man kann – definitiv. Also Klamottenwechsel, Kamera raus und unter die Sonntagsameisenstromausflugsmenge mischen. Fürs gute Gewissen bin ich dann noch zügig die rund 6 km zur Kartause Ittingen marschiert.

Was letzte Woche sonst so war, weiss ich gar nicht. Sie ist einmal mehr an mir vorbeigezogen. Bewusst achtsam bin ich auf jeden Fall nicht mit mir umgegangen. Nicht einmal meditiert, nicht einmal gemalt oder gezeichnet, wenig fotografiert. Energielos halt. An meiner Disziplins-Sache habe ich ein wenig gearbeitet – sowohl theoretisch, als auch praktisch, da wo ich es geschafft habe. Gar nicht einfach. Beides. Die Vorlesungen waren ganz ok. Meine Vor- und Nachbereitung dafür eher nicht. Aber ich arbeite daran. 5 Bewerbungen habe ich geschrieben, zwei Absagen sind schon eingetroffen…weil ich zu spät dran war. Hallo Disziplin, sage ich auch hier. Das kommt davon, wenn ich solche Sachen immer und immer und immer wieder vor mich herschiebe. Nicht nur deswegen ist es so wichtig, dass ich mich besser in den Griff bekomme. Was ich auch nicht verstehe ist, warum mir das Meditieren momentan so schwer fällt. Letztes Jahr lief es eine Zeit lang so gut. Und auch Anfang Jahr gab es eine Zeit, in der ich dachte, dass ich den Einstieg wieder geschafft hätte. Ich fühle mich danach doch immer so frisch im Kopf. Und je mehr ich diese Frische wieder möchte, desto weniger schaffe ich es, sie zu erhaschen. Verrückt.

Aber gut, schon befinde ich mich wieder in einer neuen Woche und hoffe auf neues Glück – und vor allem viel Disziplin. :o)

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10 Antworten to “Wochenrückblick #12”

  1. Houdini 1. April 2014 um 16:25 #

    Fruehlingsmuedigkeit, auch im Volksmund bekannt.
    ich wuensche Kraft und Energie.
    Gruss, Erich

    • Charlotte 1. April 2014 um 23:32 #

      Mehr Kraft und mehr Energie bitte, lieber Erich
      Ich wünsche Dir einen schönen Abend (wann kommt der bei Euch?)
      Liebe Grüsse
      Charlotte

      • Houdini 2. April 2014 um 15:44 #

        Jetzt 5 Stunden frueher als in der Schweiz, und dunkel wird es hier so um 7 Uhr.

  2. nandalya 1. April 2014 um 13:51 #

    Wenn du auf Disziplin hoffst, so wartest du vergebens. Du und nur du du du allein bist deine eigene Disziplin, liebe Charlotte ;-)

    • Charlotte 1. April 2014 um 23:30 #

      Zum Glück, liebe Mayumi, gehöre ich nicht zu der Sorte „Naivling“, die meinen, dass sich Dinge ohne eigenes Dazutun ändern – sonst wäre ja wirklich Hopfen und Malz verloren… :o)

  3. marliesgierls 1. April 2014 um 11:49 #

    Ich denke, dass die Frühjahrsumstellung dem Körper zu schaffen macht. Er geht jetzt vom Winter-Modus in den Frühjahrs-Modus, das steckt man nicht immer so einfach weg, ich sehe das auch an den meinen Tieren, den Pferden und Hunden besonders. Diese sind noch dazu im Fellwechsel, was auch Schwerstarbeit für den Stoffwechsel ist, aber ich glaube, dass wir Menschen, wenn auch äußerlich nicht so erkennbar an dieser Umstellung zu knabsen haben. Obwohl ich mit meinen Wechseljahren eigentlich durch bin, kommt im Frühling immer die zeit, wo es noch einmal richtig losgeht. Ich denke, du bist nicht allein mit deinen Schwierigkeiten, lg Marlies

    • Charlotte 1. April 2014 um 23:27 #

      Liebe Marlies, ja, die Frühjahrsumstellung mag einiges ausrichten dieser Tage. Freue mich schon darauf, wenn ich wieder „normal“ bin. Meine beiden Katern rasen auch wie wildgewordene Wespen durch das Haus und lassen an allen unmöglichen Orten ihre Haare fallen.
      Liebe Grüsse
      Charlotte

  4. giftigeblonde 1. April 2014 um 07:22 #

    Es dürfte die Zeit der Energielosigkeit sein, was sehr seltsam ist bei dem herrlichen Frühlingswetter das allerorts herrscht.
    Liebe Grüße Sina

    • Charlotte 1. April 2014 um 23:22 #

      Wirklich seltsam. Und lästig. Und überhaupt…
      Liebe Grüsse
      Charlotte

      • giftigeblonde 2. April 2014 um 12:47 #

        Wir kriegen das schon hin, Charlotte, irgendwann :-)

        lg Sina

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