Kuchenexperiment und Wochenrückblick #5

10 Feb

Phuh, das 1. Drittel des Februars ist durch und ich sitze irgendwie immer noch im Januar. Die Zeit läuft mir momentan zu schnell durch – es bleibt mir nur, dass ich keuchend hinterher hechle. *ächz*
Meine Eltern haben mich letzte Woche ordentlich angetrieben – mein kompletter Haushalt ist umgestellt. Auch wenn es anstrengend war, ist es doch gut so. Die Räume wirken viel wohnlicher. 9 Monate musste ich hier wohnen, um zu merken, wie ich das Haus am besten einrichte. Aber gut Ding will bekanntlich Weile haben. Ohne meine Eltern hätte ich das aber bestimmt nicht geschafft – bin echt froh, dass bei mir ab und zu die Peitsche knallen lassen. Und selber so tatkräftig mit anpacken. Meine Mama hat mir einmal mehr die Wäsche gebügelt und mein Papa hat sogar die Fenster im unteren Stock geputzt. Ist das nicht süss?!?

Achtsamkeitstechnisch sah die letzte Woche eher mau aus. Bis auf die paar Sporteinheiten habe ich mir keine Ich-Zeiten genommen. In Verbindung mit meinem Besuch wurde ich dadurch gegen Ende Woche etwas aggressiv. Eigentlich sollte ich es ja langsam wissen, aber ich tue mich nach wie vor extrem schwer, meine Freiräume durchzusetzen, auch wenn ich «unter Leuten» bin. Das lässt mich mit Sorge auf das Studium blicken. Schliesslich kann ich mich dort nicht einfach so ausklinken. Und doch sollte ich mir Gedanken machen, wie ich in kurzer Zeit runterfahren kann. An eine mögliche Arbeitsstelle will ich ja noch gar nicht denken: «Hey Chef, sorry, aber ich brauch mal eben eine Auszeit, weil mir die ganzen Leute hier tierisch auf den Sender gehen und mir gerade alles zu viel wird.» Ich könnte mir vorstellen, dass so eine Ansage extrem gut ankommt. ;-) Naja, was soll’s – es kommt, wie es kommt.

Die Waage hätte ich heute Morgen übrigens am liebsten aus dem Fenster geworfen. Die zeigte 600 Gramm mehr an, als letzte Woche. *schluck* Ich habe sie extra noch an unterschiedliche Stellen hingestellt und mich dort gewogen, weil es ja hätte sein können, dass irgendwelche Unebenheiten im Boden dafür verantwortlich sind. Schliesslich steht die Waage seit dem Umstellen an einer anderen Stelle. *grins* Hat aber alles nichts gebracht – das Ergebnis blieb überall das Gleiche. So ein Frust!!! Ich hoffe nur, dass diese Zunahme auf das Ende meiner Fastenkur zurückzuführen ist und nächste Woche wieder ein Minus vor der Zahl steht. Sonst kriege ich die Krise. Weil meine beiden Fellnasen gerade noch neben mir standen, wurden die auch mal wieder gewogen. Ui, der kleine Robinson wiegt inzwischen 4.9 kg. Der hat sich eine ordentliche Wampe angefressen. Und bei Freitag zeigt die Anzeige stolze 6.2 kg an. Vermutlich sollte ich die beiden auch einmal auf Diät setzen…

In sportlicher Hinsicht war ich letzte Woche übrigens nicht so aktiv, wie ich gerne hätte. Zwar war ich dreimal Laufen, aber kein einziges Mal im Krafttraining. Das liegt aber schon daran, dass meine Eltern bei mir zuhause waren. Genervt war ich letzte Woche (und heute immer noch) über mein rechtes Knie, das am Freitag während des Laufens zu zicken begann. Saudoofer Schleimbeutel. Wenn es nach dem geht, bleibe ich eine Coach Potato. Vermutlich ist er mit meinem inneren Schweinehund verwandt – so eine Spezlwirtschaft! Aber davon will ich mich jetzt nicht unterkriegen lassen. Morgen früh ist der Termin für den Laktatstufentest und den werde ich einhalten. Auch wenn mein Knie in einem ähnlichen Zustand ist, wie gestern vor dem Laufen. Mit Stützverband werde ich mich jedoch auch morgen durchbeissen können. Ausserdem ist das Laufband besser gedämpft, als ein Asphaltbelag.

Soviel erst einmal zu der vergangenen Woche. Und ganz unpassend zu meiner Diät das heutige Highlight aus der heimischen Küche: mein Kuchenexperiment. Zustande gekommen, weil im Kühlschrank neben zwei einsamen Eigelben (Überbleibsel von der Quiche Lorraine) auch noch eine angebrochene Dose Kokosmilch rumstand. Auf Kochen hatte ich heute wenig Lust, aber Backen erschien mir ziemlich reizvoll. Das Ergebnis:

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Bounty-Kuchen – Rezept für 8 handliche Stücke (ca. 214 kcal/Stk.)
2 Eigelbe mit 50 g Rohzucker verrühren, bis die Masse hell ist. 1.5 dl Kokosmilch, 50 g Kokosflocken und 75 g geschmolzene dunkle Schokolade beigeben und vermengen. 75 g Weissmehl mit 2 TL Backpulver gut vermischen, in die Schokoladen-Kokosmasse sieben und gut vermischen. Eine kleine Springform mit Butter oder Kokosfett einreiben und mit Kokosflocken ausstreuen, Kuchenteig einfüllen und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C 35-40 Minuten backen.

Ich lobe mich ja wirklich nur selten, aber dieser Kuchen ist eine Wucht. Nicht unbedingt kalorienarm, aber soooooooo gschmackig! Die Eigelbe hätte es vermutlich nicht einmal gebraucht, wenn ich mehr Mehl reingekippt hätte. Aber sie waren nun einmal da – daher…

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Ach ja, ein Abendessen habe ich mir dann doch noch gekocht: eine Miso-Suppe (nicht aus dem Beutel) mit Tofu – ca. 140 kcal.

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15 Antworten to “Kuchenexperiment und Wochenrückblick #5”

  1. Houdini 12. Februar 2014 um 14:40 #

    Schöne Suppe, Miso Soup mag ich auch.
    Bei meiner Abnehmeübung wog ich mich aufgrund der Frustrationen bei wöchentlichem Wägen jeden Tag und errechnete den Wochendurchschnitt, der dann .immer tiefer war als der vorherige :-)

    • Charlotte 12. Februar 2014 um 20:25 #

      Diese Wägestrategie hat was für sich! :-) Aber ich glaube, dass es mich besonders frustrieren würde, wenn ich von Tag zu Tag keine oder kaum Unterschiede im Ergebnis feststellen würde. Oder noch schlimmer: jeden Tag mehr. *hilfe* Ich hoffe ja aber sehr, dass nächsten Montag wieder ein Minus vor der Zahl steht. Sonst ist das für meine Moral nicht sehr gut.
      Miso-Suppe ist übrigens wirklich total lecker – war das erste Mal, dass ich die selber gemacht habe. Vorher gabe es Miso-Suppe bei mir immer als Vorspeise, wenn ich Sushi essen war.
      Liebe Grüsse
      Charlotte

  2. giftigeblonde 11. Februar 2014 um 12:11 #

    Pahh, ich nehm beides, die Suppe und den Kuchen!

  3. Bine 11. Februar 2014 um 06:38 #

    Bin ich froh, dass es Dir genauso geht wie mir. Allerdings führe ich Deine Gewichtszunahme auf einen allgemeinen Muskelzuwachs zurück. Muskeln sind nunmal schwerer als Fett. Bei mir ist leider Fett.
    Als mein Bootsie 6,2 Kilo erreicht hatte, wurde mir gesagt, das sei „männlich markant“. Inzwischen hat er sich auf 7,2 Kilo hochgearbeitet, ist nun also der absolute männliche Supertyp. Mr. Macho Freitag schafft das bestimmt auch noch. ;)
    Könntest Du vielleicht noch das Rezept für die Miso-Suppe posten? Ich ess die sooo gerne, aber die gekaufte schmeckt nicht und ein vernünftiges Rezept habe ich noch nicht gefunden …
    LG, Bine

    • Charlotte 11. Februar 2014 um 23:21 #

      Hihihi, männlich markant, das finde ich gut. Das sage ich Freitag lieber nicht. Bei ihm ist zwar das Problem übergewichtig zu werden, nicht so gross: er bewegt sich viel und frisst eigentlich nicht allzu viel. Aber Robinson tendiert schon dazu, ein Moppel zu werden. Bzw. er ist bereits ein Moppel mit einem beträchtlichen Bauchumfang. Da muss ich schon ein wenig schauen… Ich habe übrigens tatsächlich an Muskelmasse zugelegt. Und Fett verloren. Hatte heute diesbezüglich eine Messung. :-) Ist aber immer noch ein weiter Weg. *seufz*
      Das Rezept für die Miso-Suppe poste ich morgen, versprochen. Bin gespannt, ob Dir dann das Rezept zusagt.
      Liebe Grüsse
      Charlotte

  4. Britta 11. Februar 2014 um 03:26 #

    Wow, der BountyKuchen ist echt verlockend! Ich liebe die Kombi von Kokos und Schoki… Mjam! DEN werde ich jedenfalls mal backen!
    Und… achja, Quarkbrötchen, da war doch noch was… Rezept folgt, liebe Charlotte – jetzt muss ich wieder in die Heia, ich krieg kalte Füße (wollte ja nur mal schnell gucken ;)…. vor ner halben Stunde…)
    Ich les sie immer gern, Deine Wochenrückblicke! Danke fürs Erzählen! Übrigens auch hier: die derzeitige (letztendliche) Raumnutzung und dann -gestaltung klärte sich auch erst nach 9 Monaten… manches muss erst laaaange überschlafen werden – wachsen geradezu! Klingt so, als freust Du Dich am jetzt erreichten Zustand! Da freue ich mich doch mal mit :)
    Herzlich!
    Britta
    … die auch einen Bügelwäschekorb und ungeputzte Fenster hätte… hrmhrmhrm… ;)

    • Charlotte 11. Februar 2014 um 23:16 #

      Bin dann gespannt, Britta, ob Du den Kuchen auch magst. Ich hätte nicht gedacht, dass der so gut gelingt. :-) Auf das Rezept der Quarkbrötchen freue ich mich! Schön, dass Du die Wochenrückblicke magst. Mir tun sie gut, um mir meine Aktivitäten ein wenig vor Augen zu führen. Das hilft mir, mich nicht zu sehr zu verlieren. Ich bin übrigens froh, dass es anscheinen anderen mit dem Einrichten auch so geht, wie mir. Und ja, ich fühle mich in den neu eingerichteten Räumen jetzt viel besser. Und mit der gebügelten Wäsche und den geputzten FEnstern. ;-)
      Ganz liebe Grüsse
      Charlotte

      • Britta 12. Februar 2014 um 07:05 #

        Na, das glaub ich gern! Wobei… ich ertrage auch den Zustand meiner Fenster noch, solange nicht die Sonne scheint… gruuuuusel!
        Quark ist schon eingekauft! Bald gehts an!
        Winky!

      • Charlotte 12. Februar 2014 um 22:14 #

        Auf der Nord-West-Seite sehen die Fenster bei mir auch noch ziemlich unterirdisch aus. :o)
        Ich warte auf das Brötchen-Rezept. ;-)
        Tschüssi…

  5. ginnietom 10. Februar 2014 um 22:20 #

    naja…Kuchenfotos + Miso haben ja nicht soviel Kalorien bzw. kJ…:-)))

    Da fällt mir was ein – suche seit Jahren ein Rezept für diese schöne Kirschwassertorte, dies nur dort unten gab, war doch so ne Art Nationalkuchen, aber unübertroffen gut…sowas bekommt man hier nicht. Hast Du als echte Ureinwohnerin sowas in Deinen geheimen Küchen-Dokumenten ??? Dann bitte kurze Info…
    …dasselbe wie vorhin nochmal am Schluß…:-)))

    lg Werner

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