Frühstück oder kein Frühstück vor dem Laufen?

1 Feb

Eine Stunde «lockerer Dauerlauf» stand heute Morgen auf meinem Programm. Brav und nur eine halbe Stunde nach dem Klingeln des Weckers schälte ich mich aus dem Bett, bereitete eine kleine Portion Haferbrei mit Banane zu (Tipp aus einem Laufmagazin, 1 Portion ca. 250 kcal), frühstückte, bereitete die Utensilien für den Saunagang vor, warf mich in die Laufklamotten und zuckelte los – 45 Minuten nach dem Haferbrei. Keine Ahnung, ob Essen vor dem Laufen doch nicht so toll ist, ob Haferbrei vor dem Laufen nicht so toll ist oder ob Haferbrei nach einer Fastenkur nicht so toll ist: auf jeden Fall war mir bereits nach 10 Minuten etwas übel. Nur Aufgeben war vorerst keine Option – ich wollte um meines Egos Willen nicht kneifen. :o) Also trabte ich weiter, um den See rum, der auf einmal die Dimensionen des Bodensees angenommen hatte und kein Ende finden wollte. Auf dem Rückweg, bergauf durch den Wald, war bei mir dann wirklich der Ofen aus. Ich quälte mich die restlichen Meter aus dem Wald in die Sonne……und lies mir kurz das Frühstück durch den Kopf gehen. Zum Glück hatte ich Wasser mit dabei. *daumenhoch* Den nächsten Kilometer spazierte ich gemütlich durch die Sonne, bis mir mein Magen versprach, nicht mehr zu rebellieren. Also Zähne zusammengebissen und die letzten paar hundert Meter noch einmal gejoggt. Yes!

140201_Laufstrecke

Eine Stunde konnte ich so zwar nicht zusammenbringen, aber doch immerhin 50 Minuten. Ein wenig verunsichert bin ich jetzt aber wegen des Frühstücks. Soll ich nun (am Morgen) vor dem Laufen etwas essen oder nicht? Und wenn ja, was? Kennt sich jemand von Euch damit aus?

Nach dem Laufen gönnte ich mir zwei Saunagänge. Ich hatte schon ganz vergessen, wie entspannend es ist, in der Sauna zu liegen, den Geruch des Aufgusses in der Nase, danach abschrecken und warm eingepackt in der frischen Luft entspannen und die bleichen Wintersonnenstrahlen geniessen. So muss das Leben sein. :-)

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16 Antworten to “Frühstück oder kein Frühstück vor dem Laufen?”

  1. nandalya 2. Februar 2014 um 23:36 #

    Vor dem Laufen essen ist kontraproduktiv wenn man abnehmen möchte. Nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten steigt der Insulinspiegel. Insulin bewirkt, dass sich die Körperzellen öffnen, um Kohlenhydrate aufzunehmen. Gleichzeitig bewirkt Insulin, dass der Fettabbau gestoppt wird. Eine Banane, oder ein Müsliriegel passen da besser. Kann man auch für unterwegs mitnehmen. Alternativ 2 – 3 Stunden warten nach einer Mahlzeit.

  2. carolapeters 2. Februar 2014 um 14:41 #

    Also ich hatte zu meiner Halbmarathonphase vorm Training nur Kaffee und Wasser. Ich habe immer ca. 1/2 – 1 Std. gebraucht bis ich „losgerauscht“ bin. In der Zeit hatte ich viel Wasser und ein paar Gänge in die „Porzellanabteilung“. Und ich hatte nie das Problem, mich während des Laufens seitwärz in die Büsche schlagen zu müssen. :-)

    Beim eigentlichen HM hatte ich dann nur wenig zum Frühstück, dafür Spaghetti abends davor. Und ich hatte immer einen Riegel (so’n Sportriegel z.B.) dabei (bei langen Läufen, hatte ich auch einen dabei), den ich dann bei Bedarf aus der Hosentasche oder dem Wasser-Gürtel zog. Das war dann immer ein Riegel ohne Schokolade drumrum, weil ich immer nur ein, zwei Bissen genommen habe, um ihn danach wieder in die Tasche zu stecken. Mit Gel z.B. komme ich nicht zurecht, Snickers ist auch toll, aber nicht hosentaschengeeignet. :-)

    Aber es gibt da die unterschiedlichsten Methoden und jeder verträgt das anders.

    Beim HM in Stuttgart hatte ich übrigens nie einen Wasservorrat dabei. Da stehen die Versorgungspunkte ziemlich eng (ca. 2,5 km Abstand). Bei anderen Läufen ist das im Allgemeinen nicht so.

  3. luiselotte 2. Februar 2014 um 13:32 #

    ….weißt du,d as Marathonläufer vor ihrem Lauf meistens Spaghetti essen, weil es die meisten Nährwerte hat, und die Läufer besser durchhalten….ich denke, wenn die Körper untern dem Laufen an Unterzucker zusammenbricht, ist das nicht so gut….vor dem Laufen ein gescheites Brot mit Käse oder Nutella….und dann los! *lächel* ♥ Luiserl

  4. Houdini 2. Februar 2014 um 02:27 #

    Haferbrei ist an sich nicht toll für mich, weder Grütze noch Porridge, wegen negativer Kindheitserinnerungen. Eine Stunde vor dem Sport eine Portion Spaghetti nature ist der perfekte Kohlehydratanschub. Vor dem Velofahren am Morgen tut’s für mich ein Schüsselchen mit Mischflocken und Milch, angenehmer als einen Teller Nudeln verdrücken.

    • Houdini 2. Februar 2014 um 02:30 #

      Ja, und ich esse das Müesli aus Zeitgründen direkt vor dem Wegfahren, nicht eine Stunde früher.

    • Charlotte 2. Februar 2014 um 18:30 #

      Oh je, hast Du als Kind zu viel Haferbrei erwischt! Ja, solche Dinge können nachhaltig sein. *smile* Gegen Pasta am Morgen hätte ich grundsätzlich nichts einzuwenden – Pasta geht immer. Nur der ganze Aufwand am Morgen wäre mir wohl etwas zu viel. Vermutlich wird sich das mit dem Brei oder dem Müesli geben, sobald sich mein Magen wieder ganz auf normale Kost eingestellt hat.
      Herzliche Grüsse
      Charlotte

  5. Carmen 1. Februar 2014 um 23:29 #

    Huhu Charlotte,
    tut mir sehr leid wie das heute gelaufen ist. Ich könnte mir gut vorstellen, dass der Haferbrei zu schwer war – für das Laufen als solches und ganz besonders nach der Fastenkur. Hafer oder sonstige ballaststoffreiche Kost ist zwar an und für sich gesund, aber beschäftigt den Körper doch ganz gut (daher müssen so Gastroheinis wie ich da auch immer aufpassen). Vielleicht bist du dann auch noch zu früh nach diesem Essen los gelaufen.

    Ich konnte auf nüchternen Magen allerdings auch nie gut laufen. Ich hatte dann immer schnell Puddingbeine, ein riesiges Loch im Bauch und fühlte mich ziemlich elend. Was mir am besten geholfen hat, war ein kleiner Eiweiß-Shake oder etwas Rührei vor dem Laufen. Hatte mir auch meine Trainerin mal so gesagt.

    Grüßle
    Carmen

    • Charlotte 2. Februar 2014 um 18:26 #

      Liebe Carmen, ich denke inzwischen auch, dass Haferbrei nach der Fastenkur nicht unbedingt die beste Idee war. Und auf längeren Läufen brauche ich auch etwas im Magen, sonst knicke ich ein. Eiweiss nehmen ich jedoch lieber nach dem Sport ein. Ich verspüre nach grösseren sportlichen Anstrengungen immer eine sehr grosse Lust auf Fleisch, Milch o.ä. Als ob mir mein Körper sagen wollte, dass er das jetzt brauche. Lustig.
      Ganz liebe Grüsse
      Charlotte

      • Fellpopos-Darmstadt 3. Februar 2014 um 18:14 #

        Huhu,
        ich hab‘ mal meine ehemalige Trainiern gefragt. Sie hat folgenden Tipp gegeben: Quark mit Leinsamenschrot, Leinöl, geriebenen Apfel (andere Früchte gehen auch), zwei verschiedenen Nusssorten. 3 Eßl. Milch sind auch noch mit dabei und Leinöl auch drei Löffel.

        Kommt mir zwar ziemlich viel vor, aber sie meinte auch, dass dein Bauch vermutlich wegen der Fastenzeit so rebelliert hat. Du mögest es langsam angehen. :P

        Liebe Grüße
        Carmen

      • Charlotte 6. Februar 2014 um 00:32 #

        Liebe Carmen, das ist ja total lieb, dass Du extra Deine Trainerin gefragt hast. Vielen Dank!!! Ich werde das mit dem Quark, den Nüssen und Apfel mal ausprobieren. Aber nicht ganz so viel Öl – das geht bei mir doch gleich alles nur auf die Hüfte. :o)
        Momentan halte ich mich extremen Nahrungsfasern noch etwas zurück, aber ich denke, dass sich mein Magen so langsam aber sicher auf die „normale“ Ernährung wieder eingestellt hat. :-)
        Herzliche Grüsse
        Charlotte

  6. Britta 1. Februar 2014 um 21:19 #

    ich bin immer nüchtern gelaufen – also nur etwas Wasser und los… Frühstück anschließend gemütlich. Wobei dann ja vom Laufen der Hunger gedämpft ist (und der Appetit eher auf „gesund“ gepolt) – ist irgend so ein Automatismus, hat mir mein früherer Doc so erklärt…

    Hoffe, Dein Magen hat sich über Tag ruhig verhalten!

    Schönen Abend noch!
    Britta

    • Charlotte 2. Februar 2014 um 18:23 #

      Vom Laufen der Hunger gedämpft? Du Glückliche. Das ist mir noch nie passiert. *grins*
      Ja, der Magen war wieder zufrieden, nachdem er das Frühstück los war. Vielleicht ist das noch eine kleine Nachwehe von der Fastenkur. Sozusagen der Kampf des Magens gegen die fremd gewordenen Kohlehydrate oder so.
      Ich wünsche Dir einen schönen Abend!
      Liebe Grüsse
      Charlotte

      • Britta 2. Februar 2014 um 18:25 #

        Danke, liebe Charlotte, Dir auch einen schönen Abend!
        (hier noch voll Programm…Montagsvorbereitungen)
        Winky!

  7. giftigeblonde 1. Februar 2014 um 21:15 #

    Also für mich gilt:
    Höchstens mit einem Espresso inside zu laufen!

    • Charlotte 2. Februar 2014 um 18:21 #

      Bei kürzeren Strecken brauche ich auch nichts, aber wenn ich eine Stunde oder länger unterwegs bin fürchte ich, dass ich einknicke ohne Kohlehydrate. Wenn ich nicht vorher einknicke, weil mir einfach die Pust ausgeht. *lach*

      • giftigeblonde 2. Februar 2014 um 18:23 #

        Länger als eine Stunde bin ich höchstens wandern oder walken, laufen nie, aber auch da esse ich ungern etwas.

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