z’Alp

24 Jan

Ich war heute wieder mal im Kino – es scheint eine Ewigkeit her zu sein. Und ich bin richtig stolz auf mich, dass es mir kurz vorher nicht in den Sinn gekommen ist, Ausflüchte zu suchen, warum ich den Kinobesuch jetzt doch lieber bleiben lasse. Gewählt habe ich einen Heimatfilm, weil dieser viele schöne Bergbilder versprach…und weil mir der letzte Film des Regisseurs «Schönheiten des Alpsteins» in guter Erinnerung ist. Ok, wählen ist bei diesem Kino vielleicht auch etwas zu viel versprochen – so gross ist es nicht und so viele Filme laufen nicht. Dafür immer wieder welche, die nach meinem Geschmack sind.

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Der Film «z’Alp» zeigt das Leben dreier Familien, die regelmässig auf die Alp fahren, zeigt die Vorbereitungen, das Hochfahren, die Umzüge, die Hochs und die Tiefs eines Lebens auf der Alp. Alles vor der schönen Kulisse unserer Schweizer Berge. Vielen mag so ein Film langweilig erscheinen. Aber ich mag das: ruhig, bildgewaltig, keine Klischees, keine Pseudodramen, kein Schickimicki. Dafür einfache Leute, bei denen man sieht, dass sie zufrieden sind mit ihrem Leben und dass sie ihre Arbeit gerne machen – Jahr für Jahr. Der Film gefiel mir ausserordentlich gut – nicht nur, weil ich die Schweiz einfach liebe.


Ich denke ich weiss jetzt auch, warum ich in der letzten Zeit (in den letzten paar Jahren) nicht mehr so oft im Kino war – obwohl mir vergangenes Jahr für das kleine süsse Kino hier in Herisau sogar Gutscheine geschenkt wurden: ich fühle mich als Einzelkinogängerin so ausgestellt. Das gilt nicht nur für’s Kino, das gilt auch für Konzerte, für Essen im Restaurant, etc. Das hat mich früher nicht gestört. Vermutlich ist «stören» auch heute das unpassende Wort. Es fällt mir nur mehr auf, als früher, dass ich alleine unterwegs bin. Und in manchen Situationen ist es mir unangenehm, weil es scheint, als würde ich von all den anderen, die mit Freunden, Partnern oder Kollegen unterwegs sind, beobachtet. Doof, ich weiss. Als ob die Leute nichts anderes zu tun hätten, als mich zu beobachten. Mein Selbstvertrauen scheint in den letzten Jahren einen richtig gewaltigen Knacks bekommen zu haben. Denn auf solche Gedanken wäre ich früher im Leben nicht gekommen. Nur vom Zuhausebleiben wird dieses Gefühl wohl nicht weniger. Und so wenig, wie ich auf die Schnelle eine Familie zum Fotographiere auftreiben kann (Insider *hehe*), so wenig lassen sich auf die Schnelle angenehme Freizeitbegleitungen auftreiben. Also werde ich meine Kinogutscheine in der nächsten Zeit auf den Kopp hauen. Am Sonntag ist bereit der nächste Film geplant. Und am Mittwoch dann wieder. Jahaa, jetzt gebe ich Gas. Vielleicht sollte ich eine Rubrik «Filmkritik» eröffnen. *grins*

Weil ich meine Kinoaktion so toll fand, belohnte ich mich in der Pause gleich mal noch mit einer Pralinato. Scheiss auf die Fastenkur! Mit so einem Glacé in der Hand ist das Kinovergnügen doch gleich doppelt so gross – das dachten sich die beiden Kids vor mir vermutlich auch, die ihren Eltern nach meinem Anblick auch noch je ein Eis aus den Rippen leierten. Kalorientechnisch mache ich mir übrigens keine Gedanken: eine halbe Stunde rudern, 50 Rumpfbeugen und pro Bein 30 Beinübungen heute Nachmittag lassen die kleine Sünde sozusagen im Fett auflösen. :o)

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8 Antworten to “z’Alp”

  1. giftigeblonde 25. Januar 2014 um 10:33 #

    Wunderbar, dass du nicht abgesagt hast.
    Kann denn niemand mitkommen ins KIno damit du dich nicht so ausgestellt fühlst…so ohne Familie (Insider ggggg).

    Ich glaube ich war schon ein paar Jahre nicht im Kino, weil ich weder gerne Filme anschaue, im Fernsehen auch nicht, da geh ich schon gar nicht ins Kino.

    Ich bemerkte je älter ich werde reisst mich so ein Vorhaben umso weniger von zu Hause weg.
    Lieber verreise ich,…ggggg

    Was sind die nächsten Filme die du ansiehst?

    Liebe Grüße Sina

    • Charlotte 25. Januar 2014 um 10:38 #

      Nö, da gibt es kaum welche. Du weiss ja, ich bin eine schwierige Person und schwierige Personen haben selten viele Freunde. Meine beste Freundin hier hat seit einem halben Jahr einen Freund, da sind spontane Unternehmungen nicht mehr so einfach und der Abend sowieso meistens tabu. Und sonst lebe ich halt schon sehr zurückgezogen. Aber ich gewöhe mich schon wieder daran, denke ich. :-)
      Die nächsten Filme sind Belle und Sebastian und Robe of Solidarity.
      Ganz liebe Grüsse aus dem sonnigen Winterland
      Charlotte

      • giftigeblonde 25. Januar 2014 um 10:54 #

        Du bist doch nicht schwierig!
        Naja du liest nicht immer Whatsapp Nachrichten!Aber damit kann ich leben ggggggg

        Wir leben auch zurückgezogen, aber ich finde nicht dass das was schlechtes ist. Ist doch schön wenn man nicht andere zur „Unterhaltung“ braucht.
        Deine nächsten Filme kenne ich auch nicht, leider.

        Hier scheint auch die Sonne, aber es ist nur ganz wenig Schnee..wie angezuckert, was ich auch sehr gut finde.

        Liebe Grüße Sina

      • Charlotte 25. Januar 2014 um 11:00 #

        Whaaaaaa, hast Du mir wieder eines geschickt, das ich nicht gesehen habe? Shame on me. Ja, mein Handy liegt halt oft unbeachtet irgendwo rum, manchmal tagelang. :o)
        Nein, ich habe auch nichts gegen das zurückgezogene Leben. Ich muss mich dann einfach nicht wundern, wenn ich alleine ins Kino muss. ;-)
        Und jetzt muss ich schon wieder raus: das Trockenfutter meiner Katzen ist ausgegangen – grosses Drama!
        „See“ you later… ♥

      • giftigeblonde 25. Januar 2014 um 13:33 #

        hihi, ist ja kein Drama!

        Maa du kannst doch nicht die Katzen verhungern lassen!

      • Charlotte 25. Januar 2014 um 17:17 #

        *grins* Verhungern ist gut – bei der Wampe, die Robinson mit sich rumschleppt!

      • giftigeblonde 25. Januar 2014 um 22:47 #

        gggggg, hab ich mir heute beim Garfield gedacht, der rennt rum wie ein dicker Wurm auf vier Stelzen…aber ich glaube dass das normal ist bei Katzen die Freigänger sind im Winter..die brauchen etwas FEtt auf den Rippen.

        Übrigens trifft sich unser Kater bei der Nachbarin mit einer jungen Katze von einer anderen Nachbarin und die beiden turnen auf dem Klettergerüst der Enkel rum,…ich konnts fast nicht glauben als ich das sah, leider kein Fotodingens mitgehabt, das wäre super Fotomaterial geworden gggg

      • Charlotte 25. Januar 2014 um 23:09 #

        …nur ist mein Robinson leider kein Freigänger. Der braucht KEIN Fett!

        Schade hast Du Deine rote Pelznase nicht beim Stelldichein mit der Nachbarskatze fotografieren können. Aber vielleicht gibt es noch weitere Gelegenheiten dazu.

        Liebe Grüsse
        Charlotte

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