Der Weg ist der Weg

22 Jan

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Wenn es nach meinem Zeitgefühl ginge, dann wäre heute nicht Mittwoch, sondern bereits wieder Sonntag. Die letzten Tage ziehen sich für mich mal wieder zäh wie Lakritze dahin. Und ich hasse Lakritze! Ich fühle mich nicht so gut, momentan: Selbstzweifel wechseln – oder besser vermischen – sich mit Zukunftsängsten. Einmal mehr frage ich mich, ob der Weg, den ich beschritten habe, der Richtige für mich ist. Und dann sage ich mir, dass er auf jeden Fall besser ist, als der, auf dem ich die ganzen Jahren vor meinem Zusammenbruch war. Nur was nützt mir der richtige Weg, wenn ich es nicht schaffe, die Spur einzuhalten? Mein Ziel «ein normales Leben» scheint so unendlich weit weg zu sein. Wie soll ich Studium, Beruf und Privatleben unter einen Hut bringen, wenn mir – wie in den letzten Tagen – alleine das Privatleben wie ein unüberwindbares Hindernis erscheint?! Beim Lesen des Vorlesungsverzeichnisses ist mir fast schwindelig geworden und wenn dann noch Absagen auf meine Bewerbungen reinflattern, dann verwandelt sich die Zukunft in ein tiefschwarzes Loch, ohne den kleinsten Lichtblick.

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Umso bescheuerter hört es sich an, dass ich auf der anderen Seite ganz dankbar bin, dass ich zu keinem Vorstellungsgespräch muss. Mich nicht verstellen und eine toughe, zielstrebige, potentielle Mitarbeiterin vorspielen muss. Weil das gelogen wäre. Ich fühle mich nicht stark und schon gar nicht zielstrebig. Ich fühle mich unsicher, energielos und wertlos. Ich schäme mich, so zu sein, wie ich bin. Ich schäme mich, immer noch auf das Taggeld angewiesen zu sein und schäme mich meiner Angst, aus diesem (noch) sicheren Netz rauszuspringen und mich der Realität zu stellen. Und ich fürchte mich, zu versagen. Am Leben zu scheitern. Wieder. Wie erbärmlich. Und es erscheint so viel einfacher, sich einfach treiben zu lassen ohne die Richtung zu kennen, als einen eingeschlagenen Weg entlang zu laufen. Denn dann fällt ein Scheitern nicht so sehr auf – mindestens auf den ersten Blick. Denn ich weiss ja, dass mich «das Treibenlassen» nicht glücklich macht. Am liebsten würde ich mich im Bett verkriechen, die Bettdecke über den Kopf ziehen und die Welt noch mehr aussperren, als ich es in den letzten Tagen gemacht habe. Aber die Albträume kann ich nicht aussperren. Die kommen, ob ich sie will oder nicht. Es sind keine schönen Träume. Es sind Träume, die mir Angst machen, mich panisch machen und mich runterziehen. Am Morgen wache ich gerädert auf, ohne Freude auf den kommenden Tag. Und ich weiss, dass ich mich der Lethargie nicht hingeben darf, weil genau das einer aufziehenden Depression Vorschub leistet. Ich sollte rausgehen, Sport treiben, fotografieren, zeichnen, was weiss ich noch alles. Aber das Aufraffen kostet so viel Energie. Energie, die sogar für die kleinsten Dinge, wie Ofen einschüren, Duschen, kochen, etc. nur im Sparangebot vorhanden zu sein scheint. Verrückt, wie in einem Kopf das Wissen um Dinge, die zu tun wären, vorhanden ist, jedoch von irgendwelchen destruktiven Gedanken und Mechanismen im gleichen Kopf boykottiert wird.

Heute Abend wäre Kung Fu-Training. Bzw. ist Kung Fu-Training. Ich weiss nur noch nicht, ob mit oder ohne Charlotte. Dass ich hingehe habe ich mir vorgenommen. Wie so viele anderen Sachen in den vergangenen Tagen. Ich weiss, dass es für mich wichtig wäre, wenn ich mich überwinden kann. Es wäre ein Licht am Horizont. Ein positives Erlebnis, das die Abwärtsspirale ausbremst. Ja, das weiss ich! Aber wissen ist manchmal nicht alles…

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30 Antworten to “Der Weg ist der Weg”

  1. carolapeters 23. Januar 2014 um 18:56 #

    Hallo Charlotte,
    am Jahresanfang habe ich bei http://www.waseigenes.com/2014/01/08/gute-vorsaetze/. Und natürlich habe ich mir auch Blogbeiträge von den anderen angesehen, z.B. zepideh.blogspot.de/2014/01/short-stories-1-gute-vorsatze.html
    Nina hat da einen gaaaaanz tollen Satz „verzapft“: „Wenn Du es an einem Tag versaust, nimm den nächsten.“ Ich liiiieeebe diesen Satz, der mich dazu bringt, nicht immer alles schaffen zu müssen, der mir erlaubt auch langsame, leise Tage zu haben.

    Ich hatte Ende 2008/ Anfang 2009 mein mentales Tief (ich war fix und fertig und habe nur noch geheult) und habe mir eine kleine Auszeit genommen. Danach wollte ich so weiter machen wie vorher, eher noch mehr, weil ich das Gefühl hatte, ich müsste das, was sich in der Zwischenzeit alles angestaut hatte, sofort gleich mit erledigen. Hmmmh… hat nicht geklappt.

    MIttlerweile gibt es in meinem Leben auch Tage, an denen ich mir ganz viiieeel vornehme und dann doch nicht schaffe oder Sachen vor mir her schiebe. Ich muss lernen, dass es eben solche Tage in meinem Leben gibt. Ansonsten ende ich wieder in der Stress-Tretmühle, eine Art Hamsterrad und ich bin wieder da, wo ich vor 5 Jahren war. Letztes Weihnachten war es fast wieder soweit… Aber da kannte ich Ninas Satz auch noch nicht :-)

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft für deinen Weg. Ich bin sicher, du wirst die richtige Dosis für dich finden, die richtige Balance zwischen Studium/Arbeit und Sport/Foto/Malen.

    Liebe Grüße,
    Carola

  2. Patrick H. 22. Januar 2014 um 22:10 #

    Hallo Charlotte,
    nun hast Du schon so viel Feedback auf diesen Artikel und jeder hat andere Tipps. Ich wünsche Dir, dass Du weiter so gut durchhältst und Dich immer wieder motivierst.
    Vielleicht hat Eva nicht ganz unrecht. Streiche vielleicht ein paar von Deinen 2dos und versuche etwas kleinere Schritte zu gehen.
    So setzt Du Dich nicht so sehr unter Druck. Selbst wenn das Einzige, was Du an einem Tag schaffst, ist, dass Du einen Artikel schreibst, ODER zum Sport gehst. Egal was, es sind doch alles kleine Erfolge!

    Ein kurzes Bild:
    Ein Mann fängt seinen neuen Job als Straßenfeger an und wird an eine endlos lang scheinende Straße gestellt, die er bis zum Ende hin fegen soll. Das schaffe ich nie sagt er und resigniert. Doch dann nimmt er den Besen und schiebt ihn ein kleines Stück, nur einen Schritt. Schon ist ein Stück des Weges geschafft.

    Mir helfen in so einer Situation kleine Schritte und vor allem überschaubare Ziele,die man, wenn auch mit etwas Mühe, schaffen kann.
    So oder so, weisst Du jetzt, dass hier ganz viele sind, die Dich mental unterstützen!
    Liebe Grüße
    Patrick

    • Charlotte 23. Januar 2014 um 22:40 #

      Lieber Patrick, ich danke Dir für die motivierenden Worte und für das Bild, das Du mir vor Augen geführt hast. Die kleinen Schritte (und die „kleinen Gedanken“) fallen mir momentan wirklich ziemlich schwer. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich mich unter Druck setzen MUSS, weil ich sonst heillos absumpfe. Aber vermutlich ist das eine bescheuerte Strategie. :o)
      Herzlicher Gruss
      Charlotte

  3. Fellpopos-Darmstadt 22. Januar 2014 um 21:42 #

    Hey Charlotte,
    das klingt nach einem richtigen Tief… Ich kann deine Gedanken und Ängste nur zu gut nachempfinden. Es geht mir immer wieder selbst nicht anders… Oft sind es grade die, die nach Außen besonders umtriebig und vielseitig scheinen, die sich in ihrem Innern so klein und hilflos fühlen…

    Vielleicht darf ich dir ein ZItat von einem wunderbaren Menschen an die Hand geben: “ Was kommen wird, weiss ich noch nicht. Aber es wird etwas sein, in dem ich mich wohl fühle. Bei dem ich mich spüre. Bei dem ich das Leben spüre und das Leben leben will. [….] Was ich versuchen will ist, mich mehr im JETZT zu bewegen. Den AUGENBLICK zu geniessen. Ohne “wenn, dann”. Ohne “was war” und “was wird”.“

    Na… Kommt dir das bekannt vor? ;)

    Du bist ein wertvoller Mensch – genau so wie du bist – mit oder eben auch gerade MIT deinen Zweifeln. Wer nicht zweifelt, hinterfragt sich auch nicht und wer sich nicht hinterfragt, verpasst so manche Chance, sich weiter zu verbessern. Bei uns „Sensibelchen“ geschieht das eben meist auf ziemlich schmerzhafte Weise – so sind wir einfach. Wer tiefen Schmerz empfindet, kann ebenso intensives Glück empfinden…. Die Kunst besteht nicht im Fallen, sondern im Aufstehen. ;)

    Herzliche Grüße
    Carmen

    • Charlotte 23. Januar 2014 um 22:37 #

      *smile* Ja, das Zitat kommt mir sehr bekannt vor. Das wurde uns ganz zu Beginn des MBSR-Kurses mal an die Hand gegeben. Die Theorie ist bloss immer viel einfacher, als die Praxis. Und Du hast mit allem, was Du schreibst SOOOOOO Recht! Lieben Dank, dafür! :-)
      Herzliche Grüsse und gute Nacht
      Charlotte

  4. marliesgierls 22. Januar 2014 um 21:14 #

    Liebe Charlotte,
    ich möchte keine Ratschläge geben. Ich denke, dass es gut ist, hier an dieser Stelle, es auszusprechen, wie du dich fühlst, das ist immer schon ein Anfang. Und Eva hat es gleich zu Beginn geschrieben: Achtsamkeit für das JETZT!
    lg Marlies

    • Charlotte 23. Januar 2014 um 01:45 #

      Das Schreiben ist für mich in der Tat eine Art Therapie – als Alternative zu der bei meinem Therapeuten, den ich jetzt schon ein Weilchen nicht mehr gesehen habe. Nur brauche ich manchmal etwas Zeit, bis sich aus meinen Gefühlen Worten formen. Und dann müssen die Worte reifen, bis sie so weit sind, dass ich sie schreiben kann. Alles ein laufender Prozess – manchmal einfacher, manchmal schwieriger.
      Liebe Grüsse
      Charlotte

      • marliesgierls 23. Januar 2014 um 18:21 #

        Das ist ein nicht endender Prozess, ich gehe jetzt über 25 Jahre regelmäßig in eine Selbsthilfegruppe, das ist für mich lebensnotwendig. Und ich sehe immer erst wenn ich zurückblicke, was ich schon geschafft, wie ich vieles geändert habe. Vergesse dabei nicht, wo ich einmal war, der Weg ist steinig, aber es lohnt sich.
        lg Marlies

      • Charlotte 23. Januar 2014 um 22:54 #

        Finde ich super, dass Du so gut zu Dir schaust und so überzeugt sagen kannst, dass es sich lohnt. Ich hoffe, dass ich irgendwann auch so weit bin.
        Ganz liebe Grüsse
        Charlotte

  5. mamforever 22. Januar 2014 um 20:32 #

    Liebe Charlotte, deine Fotos schön, sehr schön ..wie immer^^ und sie strahlen sehr viel positives aus und da scheint die Sonne, obwohl dieser Winter doch sehr grau hier bei uns ist.
    Mit deinen Gedanken und Sorgen bist du nicht alleine, ich kann sehr gut nachempfinden wie es dir geht. Komme doch zur Zeit auch selber nicht indie Spur^^ …morgen geh ich nochmal schlafen weil es einfach zu mühsam ist, etwas anzugehn. Aber vielleicht brauchen wir das ja auch in diesen Tagen …eigentlich hätten wir der Jahreszeit nach jetzt Winterschlaf. Also nicht zuviel grübeln und lass es manchmal einfach laufen wie es ist. Grüße dich ganz herzlich ..mamforever

    • Charlotte 23. Januar 2014 um 01:37 #

      So lieb, vielen Dank. Ja, dort, wo die Fotos entstanden, war es schön warm und sonnig – Formentera im Juni: Vorsaison, leere Strände, warmes Wasser, leere Strassen. Herrlich! Vielleicht hätte man anstelle der Winterzeit doch lieber den Winterschlaf eingeführt – von Oktober bis April durchschlafen, den Frühling, Sommer und Frühherbst mitnehmen und dann wieder schlafen. Wobei ich ja immer noch hoffe, dass der Winter noch einmal zurückkommt. Der richtige Winter.
      Ganz liebe Grüsse und viel Energie zurück
      Charlotte

  6. samorena 22. Januar 2014 um 18:55 #

    nandalya sagt es richtig. Einfach eines nach dem anderen erledigen. Ich habe manchmal auch so schlimme Tage, wo ich einfach funktioniere oder wo ich einfach mal etwas erledige und dann schaue, ob ich das andere auch noch mag unsw. Mal zuerst nur das eine, welches für den heutigen Tag am wichtigsten scheint, anzupacken fällt auch mir leichter als daran zu denken, wieviel Arbeit ich eigentlich jeden Tag hab.
    Liebe Grüsse

    • Charlotte 23. Januar 2014 um 01:31 #

      Das ist bestimmt eine gute Taktik. Nur meistens sind in meinem Fall die Dinge, die am wichtigsten sind, auch oft die, die mir am Unangenehmsten sind. Unangenehmes sollte man nicht aufschieben, das weiss ich. Sonst wird die Aufgabe immer grösser und grösser und grösser, bis sie nicht mehr lösbar erscheint. Nur: wenn ich meine knappe Energie für unangenehme Dinge aufwende und keine mehr bleibt für angenehme, dann passiert genau das, was in den letzten Jahren passiert ist: ich verliere mich aus den Augen, tue zu wenig für mich – und irgendwann erscheint mir das Leben nicht mehr lebenswert. Ich muss die Balance lernen. Muss lernen, meine Energie sinnvoll einzuteilen, dass sie sowohl für das objektiv Wichtige reicht, wie auch für das sujektiv Wichtige. :-)
      Liebe Grüsse
      Charlotte

  7. nandalya 22. Januar 2014 um 17:56 #

    Liebe Charlotte,

    dir geht es offensichtlich nicht wirklich gut. Lass mich dir einige Zeilen von Miyamoto Musashi, dem besten jemals lebenden Samurai schicken. Auch, wenn es in seinem Buch um Schwertkunst und Gegner geht, so kannst du die Sätze doch auf die heutige Zeit und deine Situation übertragen:

    .“Im Einzelkampf mußt du gleichfalls versuchen, dich in die Lage des Gegners zu versetzen. Denn wenn du dich nur beeindrucken läßt und denkst: »Er versteht sich aufs Kämpfen, er kennt die Prinzipien und ist mir in seiner Technik überlegen«, so wirst du gewiß den kürzeren ziehen. Das durchdenke gut.“

    Verstehst du, was Musashi sagen will?

    Du hast also nun mehrere Gegner: Alltag, Studium, Training etc. vor dir. Du blickst sie an und bist wie gelähmt. Aber dazu besteht kein Grund. Sie werden sich nicht alle gleichzeitig auf dich stürzen können, sonst behindern sie sich selbst. So kannst du dir nun einen „Gegner“ nach dem anderen vornehmen. Schön der Reihe nach. Vor allem darfst / brauchst du niemals Angst vor einem Gegner zu haben. Niemand ist übermächtig, auch Musashi selbst war das nicht. Aber er hat trotzdem alle seine Kämpfe gewonnen. Und das oft mit Taktik, Psychologie und List. Das kannst auch du :-)

    Liebe Grüße in die Schweiz

    • Charlotte 23. Januar 2014 um 01:24 #

      Danke, Mayumi, für diese Metapher. :-) Wenn ich es genau betrachte, so habe ich eigentlich nicht mehrere Gegner, sondern nur einen: mich. Der schwerste von allen. Aber wer, wenn nicht ich, kann mich „besiegen“ – insofern hast Du schon Recht. Ich darf mich von mir, bzw. von den ganzen Gedanken, die ich mir mache, nicht lähmen lassen! Also auf in den Kampf. ;-)
      Herzliche Grüsse
      Charlotte

      • nandalya 23. Januar 2014 um 12:29 #

        Vielleicht könntest du das Wort „besiegen“ mit „überwinden“ tauschen. Auch, wenn es Überwindung kostet :D

        Ganz liebe Grüße!

      • Charlotte 23. Januar 2014 um 22:51 #

        Hmm, mal schauen… Wenn ich den anstrengenden Teil von mir „besiegen“ kann, dann steht er danach vielleicht nicht mehr auf. Wenn ich ihn nur „überwinde“, dann könnte er mich immer mal wieder nerven. ;-) Aber überwinden ist auf jeden Fall besser, als aufgeben!
        Herzliche Grüsse und gute Nacht
        Charlotte

  8. giftigeblonde 22. Januar 2014 um 17:37 #

    Liebe Charlotte!
    Ich hab mir schon gedacht dass es dir nicht so gut geht, man merkt das an dem anders sein, wenn du antwortest usw..

    Und da muss ich Eva rechtgeben, du hast dir viel vorgenommen zu machen, zu tun,..und vergisst dabei dass du auf dich achten wolltest.
    Ich meine dass du vielleicht noch nicht so belastbar bist, das alles vor allem auf einmal anzugehen. Versteh mich nicht falsch, ich weiß du selbst willst das alles machen und tun, nur ist das vielleicht doch etwas zu viel?
    Selbst ein psychisch nicht vorbelasteter Mensch würde unter dem Pensum stöhnen.

    Dann kommt meiner Meinung sicher noch dazu dass du im Moment auf Sparflamme dir gutes tust, ich weiß du isst gern, das kannst du im Moment noch nicht, wegen deiner Diät.
    Ich denke das zieht dich auch mit runter.

    Was würde ich machen? bzw. was mach ich in solchen Situationen:
    Ich schmeiss mal alles was mich belastet aus meinem Leben, ich hab das erst im Dezember wieder radikal gemacht, seitdem geht’s mir besser.

    Ich besinne mich auf die schönen Dinge die ich machen will: bei dir der Sport und dein anvisiertes Studium.
    Die Vorlesungen wuppst du mit links, wirst sehen,…

    Aber ich schreib schon wieder Romane!

    Du wirst wissen was dir gut tut, bitte tu das!

    Liebe Grüße Sina

    Aja: Du bist ein wertvoller Mensch!!!!

    • Charlotte 23. Januar 2014 um 01:19 #

      Liebe Sina, ja, das ist gut möglich, dass man mir meinen Gemütszustand bei den Antworten anmerkt. Ist dann aber nicht böse gemeint oder lässt auf mangelndes Interesse schliessen. Ich musste mich in den letzten Tage nur schon extrem aufraffen, um überhaupt Beiträge zu lesen, geschweige denn die Kommentare auf meinem Blog zu beantworten. Für mich ein untrügliches Zeichen, dass es mit mir nicht so gut ist. Die Fastenkur knabbert bestimmt auch ein wenig an meinem Gemüt, wenngleich ich ganz froh bin, dass ich momentan nicht kochen muss. Ist echt eine easy Verpflegung so. Nur halt so gar nicht befriedigend, das ist schon so.
      Eine Frage, vielleicht etwas naiv, habe ich aber schon: denkst Du wirklich, dass ich mir zu viel vorgenommen habe? Ich arbeite nicht und studiere noch nicht. Ich brauche im Moment nicht gross zu kochen. Eigentlich wären es nur die Bewerbungen, die Meditation, der Sport und der Haushalt mit allem, was dazugehört. Tja, das ist dann eben mein Frust: es ist nicht viel. Aber für mich momentan zu viel. Wenn ich das, was mich am meisten belastet aus meinem Leben schmeissen müsste, dann wäre das ich. *grins* Ist so, geht aber vermutlich schlecht. Magst Du mir das mit den „Vorlesungen mit Links wuppen“ zwischendurch immer mal wieder schreiben? So als kleine Motivation, wenn das Studium angefangen hat?
      Ganz liebe Grüsse…..schön, dass es Dich gibt!
      Charlotte

      • giftigeblonde 23. Januar 2014 um 09:39 #

        Guten Morgen Charlotte!
        Nein, nein das hast du falsch verstanden, mir ist halt aufgefallen dass du auf mich anders wirkst, bitte nicht falsch verstehen.

        Ich denke dass mir persönlich das zuviel wäre, wäre ich in deiner Situation. Und auch wenn ich das nicht bin, es wäre mir trotzdem zuviel der Vorhaben. Also eine ganz subjektive Meinung. Die nicht stimmen muss.

        Das mit dem Wuppen mach ich glatt, abwechselnd dir und abwechselnd meinem Kind, die ja auch im Oktober begonnen hat zu studieren und auch oft vor der Flut des zu Lernenden wegrennen möchte….da motivier ich halt dann zwei liebe Mädels :-)

        Liebe Grüße und ich bin auch froh dass ich dich kennen darf. Sina

      • Charlotte 23. Januar 2014 um 22:47 #

        Ich habe es nicht falsch verstanden, liebe Sina. Habe das eher prophylaktisch geschrieben, falls ich irgendwie mufflig rübergekommen wäre. ;-)
        *feste drück*

      • giftigeblonde 24. Januar 2014 um 12:33 #

        Ach nein, muffig kam das nicht rüber :-)
        festezurückknuddel

  9. Eva 22. Januar 2014 um 17:02 #

    zum Beispiel ich würde mich jetzt auf das Studium und die Bewerbungen konzentrieren und sobald du wieder Luft hast auf den Rest.

  10. Eva 22. Januar 2014 um 16:57 #

    Liebe Charlotte

    ich kann genau nachempfinden, was du fühlst. Es kommt mir so bekannt vor.

    Ich verfolge deinen Blog nun schon seit langer Zeit und ich staune immer wieder ab dem, was du alles kannst und in welch Perfektion. Ich beneide deine vielen Talente, ich wünschte ich hätte nur eins davon. Was meinst du was auf mich zukommst, wenn ich von meiner Reise zurück bin. Einen Partner werde ich nicht mehr finden, machen wir uns nix vor,und beruflich mit meinem gefühlten100 Stellen die ich hatte, und anhand meines Alters, siehts von daher auch nicht rosig aus. IV war auch schonmal ein Thema, weil ich den Psychoterror im hiesigen Arbeitsleben nicht mehr ertrage, und weil ich schlicht nicht belastbar bin. Aber ich denke, das ist keine Lösung für mich, ich kriege ja schon Ausschlag wenn ich deine IV Story lese Freunde habe ich ja praktisch keine (was ja auch kein Wunder ist). Ich könnte auch nach meiner Reise einen sauberen Abgang machen, aber dazu bin ich dann auch wieder zu ängstlich und wohl auch zu dämlich dazu. Normal werden? Da müsste ich auf einen anderen Planeten auswandern.

    Wie auch immer, wollte nur kurz erläutern, warum ich dir nachfühlen kann. Manchmal kommt einem alles so harzig vor, oder perspektivenlos. Meine Strategie: am besten nicht darüber nachdenken und geschehen lassen und auf seine (stress)Grenzen achten. Langsam weiss ich, was ich mir zumuten kann und was für mich gut ist. Und dann kann ich mich ein wenig bremsen.

    Also noch vor einigen Jahren wolle ich auch möglichst viel und möglichst sofort ändern und alle Probleme gelöst haben, und dass musste ich auch lernen, mich nicht zu überfordern. Und ich denke, dass tust du in letzter Zeit. vielleicht ist es auch eine Verdrängungstaktik (Trennung, IV gescheitert, RAV Situation)

    Diät, Sport, Meditieren, Bloggen, Bewerbungen usw.. dann noch menues kochen und fotographieren.

    Wenn ich lese, was du alles machst, denke ich immer: mensch, wie schafft die das alles?

    Ich würde sagen, lass mal ein paar Dinge weg und konzentriere dich auf ein Thema.

    Achtsamkeit

    Die Bilder sind aber mega schön. !!!!

    • Charlotte 23. Januar 2014 um 01:07 #

      Liebe Eva, Du hast ja Recht – einerseits. Wenn nur das Andererseits nicht wäre. Ich habe viel verdrängt, in letzter Zeit, das stimmt. Meine ganzen Ängste und der Groll mir gegenüber. Und das ist falsch. Das ist nämlich vermutlich auch mit ein Grund, warum ich das Meditieren in der letzten Zeit „verdrängt“ habe. Weil das genau die Zeit ist, in der solche Gedanken in den Vordergrund rutschen und sich erst verziehen, wenn ich sie angenommen, bzw. akzeptiert habe. Eigentlich ist das ja auch der Grund, warum ich die Meditation mag. Sie hilft mir, mich mit meinen Emotionen auseinanderzusetzen – wenn ich es denn zulasse. *seufz*
      Was die Diät und den Sport angeht, so wird es in den nächsten Jahren wohl keinen günstigeren Zeitpunkt mehr geben, als jetzt. Denn momentan arbeite ich nicht und studiere noch nicht. Und mein Wunsch wäre tatsächlich, meine Ess- und Sportgewohnheiten so weit zu trimmen, dass mich beides nicht mehr einen so grossen psychischen Aufwand kostet, wenn ich studiere und vielleicht wieder einmal arbeite. Denn sonst kann ich das gleich vergessen. Und ich wünschte mir doch wirklich, dass ich meinen Körper irgendwann wieder einmal einigermassen leiden mag – ist gut für’s Selbstbewusstsein. Das Kochen gehört irgendwie zur Ernährung – Du willst nicht wissen, wieviele TK-Pizzen ich im letzten Jahr verdrückt habe, darauf bin ich nicht stolz. Ich vertraue aber darauf, dass ich sowohl das Kochen (ist es teilweise schon) als auch den Sport so achtsam angehe, dass beides kleine Ruheinseln in meinem Alltag werden. Mindestens die Vorstellung finde ich wirklich schön. Fotografieren, zeichnen, malen, gestalten – das sind alles Dinge, die können, aber nicht müssen. Aber ich habe Freude daran. Und was mir Freude macht kann so verkehrt eigentlich nicht sein. Denke ich. Vielleicht sollte ich diese Beschäftigungen mehr als Belohnung anschauen: drei Bewerbungen = eine Zeichnung. Oder so. Ist zwar auch doof oder? Nein, es muss sich halt alles irgendwie einpendeln. Aber bitte sofort. ;-) Jaja, Du hast ja Recht! :-)
      Ganz liebe Grüsse
      Charlotte
      PS Und nach Deiner Reise kommst Du mich mal besuchen. Ja?

      • Eva 28. Januar 2014 um 11:37 #

        wenn das ernst gemeint ist, ja, würde ich dich sehr gerne einmal in der „realen “ Welt besuchen.
        Liebe Grüsse

      • Charlotte 28. Januar 2014 um 11:51 #

        Klar, ist ernst gemeint! Ich wollte Dir sogar schon anbieten, Deine Auszeit bis zur Genesung der Schulter im Appenzellerland zu verbringen. Aber da hattest Du bereits eine bessere – und vor allem wärmere – Lösung gefunden. :-)
        Liebe Grüsse
        Charlotte

  11. Red Skies Over Paradise 22. Januar 2014 um 16:36 #

    Kung Fu-Training MIT Charlotte!

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