Wochenrückblick #2

20 Jan

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Es muss ja nicht sein, dass eine Diät-Sport-Kombination von 0 auf 100 in der zweiten Woche zwangsläufig schlechtere Ergebnisse bringen muss auf der Waage, als in der erstens. Und doch ist es häufig so, da in der ersten Woche vor allem Wasser verloren wird. Tja, aber trotz dieses Wissens war ich von den 1.4 kg weniger heute Morgen trotzdem etwas enttäuscht. Gleichzeitig sage ich mir, dass ich in den letzten Wochen so viel mehr Sport gemacht habe, als in den drei Jahren davor, dass es ja fast dazu kommen musste: Hej, Muskel hat eine höhere Dichte als Fett. Und ist RICHTIG schwer. *grins* Und ein gesportelter Muskel formt auch schön. Das merke ich bereits bei den Oberschenkeln. Und das Allerschönste: Mehr Muskel verbrennt erfreulicherweise mehr Kalorien, als mehr Fett. Wenn das mal nicht genial ist. Also meine Sportziele habe ich soso lala eingehalten: 1 x Kung Fu-Training (90 min), 1 x 30 Sit-ups am Morgen, 1 x Karate-Training (90 min) und 1 x Laufen (18 min). Das ist jetzt nicht unbedingt das Mass aller Dinge, aber es ist mehr als nichts.

Bei der Fastenkur war ich vergangene Woche nicht so konsequent, wie in der ersten. Überhaupt hat mein Körper letzte Woche recht anstrengend darauf reagiert: mir war stääääändig kalt  (und ist immer noch). Nur gut, dass draussen eher frühlingshafte Temperaturen herrschen, als richtig winterliche. Sonst würde ich jetzt nicht mehr schreiben, sonst wäre ich ein Kältekoma gefallen. Vielleicht wartet Petrus mit dem Winter, bis meine Fastenkur abgeschlossen ist. *smile* Und dann diese Gelüste: einmal hat mir die Häagen Dasz Cream Caramel ein Schnippchen geschlagen, die aus dem Tiefkühler winkte (und nicht zu wenig *grummel*) und das andere Mal verführte mich die Vorstufe von Bolognaise, weil ich doch das Rinderhack aus dem Kühlschrank unbedingt noch verarbeiten musste, bevor es kaputt geht. Und Kochen ohne Kosten geht gar nicht. Nur habe ich da etwas grosszügig gekostet. Nun gut. Überhaupt werde ich schwach, wenn irgendwo Fleisch oder Käse zu sehen ist. Nicht, dass ich dann sofort zugreife, aber ich merke selber, wie mir der Speichel fast in Fäden aus den Mundwinkeln läuft. Ich bin so das krasse Gegenteil von Vegan, das ist verrückt. Keine Ahnung, woher das kommt. Von meinen Eltern habe ich das bestimmt nicht. Ach ja, die dritte Fastenkur-Verfehlung war gestern nach dem Laufen. Da habe ich mir Sonntagsschwarztee reingepfiffen – Printentee, richtig gepflegt, mit Milch und Kandis. Ja, auch Fasten darf Spass machen. Ist halt meine höchsteigene Kur. Aber wenn der Zweck die Mittel heiligt… So gesehen sind -1.4 kg doch ganz zufriedenstellend.

Die Achtsamkeit, den achtsamen Umgang mit mir, trete ich momentan mit Füssen. Das ist nicht gut, das weiss ich selber. Ich eiere um irgendein Thema rum (vielleicht auch mehrere), das mich unheimlich zu beschäftigen scheint, an das ich aber nicht ran komme. Meditiert habe ich vergangene Woche auch nur einmal – und das noch äusserst halbherzig. *seufz* Hier ist dringend Handlungsbedarf angezeigt, vor allem auch deshalb, weil ich sehr schlecht schlafe. Ich bringe zwar nach wie vor meine 6 Stunden pro Nacht zusammen (oft auch mehr), aber ich fühle mich am Morgen nicht ausgeruht. Im Gegenteil, ich bin meistens total zerschlagen. Das Einschlafen klappt immer noch sehr schlecht. Klar, ich nehme auch keine Tabletten mehr. Das Trittico (der Ersatz für das Zolpidem) habe ich nach einer Woche weggelassen. Dieses Medikament gehört zu der Sorte Medikamente, die mir suspekt sind, weil ich merke, dass sie in meinem Kopf etwas anstellen, das sich so  nicht gehört: ich stehe dann irgendwie total neben der Spur. Nö, mag ich nicht und will ich nicht.
Aber gemalt habe ich, letzte Woche. Sogar mehrmals. Und das hat gut getan. In diesen Mal-Zeiten war ich total ruhig und zufrieden. Mindestens ein bisschen Achtsamkeit.

Tja, und dann das Selbstmanagement: was war das noch einmal? Den Lebenslauf habe ich umgeschrieben. Zwei Bewerbungen habe ich auch verschickt (und bereits zwei Absagen erhalten). Organisationsplan? Nö, der ist noch nicht geboren. Aufräumen? In homöopathischen Dosen. Finde ich das gut? Nein! Manchmal könnte ich mich schlagen dafür, dass ich so bin, wie ich bin. «Doofes Kind, krieg den Arsch hoch», sage ich mir dann. Und bekomme ihn doch nicht hoch. Sich so zu mögen fällt mir in diesen Momenten noch schwerer, als sonst. Ganz ehrlich.

Wenigstens habe ich meine Katzen. Die mögen mich, so wie ich bin – denke ich. Ausser ich setze ihnen Weissfisch vor die Nase, dann finden die mich auch total doof.

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16 Antworten to “Wochenrückblick #2”

  1. marliesgierls 20. Januar 2014 um 17:30 #

    Als ich vor 25 Jahren eine Therapie gemacht habe, hat man mir immer wieder erzählt: mach Mäuse-Schritte, und die 3 G´s : Geduld, Geduld, Geduld! Das ist mir damals auch wahnsinnig schwer gefallen, aber heute klappt es schon besser! Es ist so, alles braucht seine Zeit.
    lg Marlies

    • Charlotte 23. Januar 2014 um 00:06 #

      Liebe Marlies, ich fürchte, Geduld ist meine Stärke nicht. Immer noch nicht. Bin zwar schon geduldiger geworden – aber das reicht vermutlich noch nicht aus.
      Herzlicher Gruss
      Charlotte

  2. Pride in Photos Photography 20. Januar 2014 um 15:32 #

    Don’t be so hard on yourself. You are giving it a great effort and in time it will pay off. Health is such an important thing…kudos to you.

    • Charlotte 23. Januar 2014 um 00:05 #

      Thank you! :-) Sometime I have to be hard on myself to forge ahead… :o(

  3. giftigeblonde 20. Januar 2014 um 11:27 #

    Ich schließe mich den Damen vor mir an.
    Die haben alle recht.
    Aber das habe ich ja zu Beginn schon gesagt, diese Fasterei bringt nicht wirklich was.
    Langfristig was ändern am Essverhalten und sehr regelmässig Sport.
    Damit habe ich in einem Jahr 17 kg abgenommen, oder so, ich wie´nicht mehr genau, aber in dieser Größenordnung

    Aber ansonsten: Hey du hast toll abgenommen! Und dein Sportpensum ist auch nicht ohne!

    Liebe Grüße Sina

    • Charlotte 20. Januar 2014 um 13:24 #

      Liebe Sina, vielen Dank für die tolle Würdigung meiner positiven Resultate, die bei mir durch meine manchmal etwas allzukritische Bewertung ganz vergessen gehen. :-) Bist halt einfach schon eine Liebe! ♥
      Zum Thema Fasten verweise ich gerne auf die Antworten bei Bine, Mayumi und Britta, damit ich mich nicht widerhole. ;-) Einen Punkt habe ich jedoch noch vergessen: ich ziehe die Fastenkur jetzt durch, damit mein 2014 nicht gleich mit einem gescheiterten Vorsatz anfängt. Sind ja nur noch 10 Tage…
      Herzliche Grüsse
      Charlotte

      • giftigeblonde 20. Januar 2014 um 17:34 #

        Allzuviel Selbstkritik ist bei dir gar nicht notwendig.
        Und klar machst du das fertig, die Diät!

        Liebe Grüße Sina

  4. nandalya 20. Januar 2014 um 11:15 #

    Fasten, sofern es nicht medizinisch nötig, oder religiös bedingt ist, würde ich lassen. Das führt nur zu Frust und schlechter Laune. Der Trick: Die Ernährung umstellen, aber den ja noch vergrößerten Bauch mit guter Nahrung füllen. Salat und Gemüse bietet sich da an. Das kannst du in Massen essen und du nimmst noch ab dabei. Auch Fisch ist sehr gesund. Finger weg von Pommes, oder generell Fast Food. Keine Soßen. Abends keine Süßigkeiten mehr, sonst läufst du in die Insulinfalle. Und Sport: Du bist wirklich auf einem guten Weg! Laufen könntest du langsam steigern, auf dann 30, später 45 + Minuten. Karate, oder Kung Fu wirst du dann wie oft machen? 2 x, 3 x pro Woche?

    LG von der Sportexpertin :D

    • Charlotte 20. Januar 2014 um 12:57 #

      Fasten ist in meinen Augen nichts, was nur nach medizinischer Indikation oder aus religiösen Gründen gemacht werden sollte. Für mich bedeutet Fasten nicht nur die verlorenen Pfunde, sondern auch Enschlackung, Entsäuerung, bessere Haut, eine bessere Körperhaltung, weniger Rückenschmerzen – insgesamt ein besseres Körpergefühl. Und vorallem möchte ich durch das Fasten auch meinen Geschmackssinn wieder auf Vordermann bringen und meine Wertschätzung für gute Nahrungsmittel wieder steigern. Das ist mir in den letzten Jahren, in denen ich z.T. sehr unbewusst Essen in mich hineingestopft habe, etwas abhanden gekommen. Natürlich soll mir das Fasten auch den Weg zu einer Ernährungsumstellung – insgesamt kleinere Portionen und abends nach Möglichkeit Trennkost – erleichtern.
      Fast Food und Pommes waren bei mir sowieso noch nie ein Thema – nach solchem Essen habe ich meistens Magenbrennen, deswegen lasse ich das lieber bleiben.
      Bei den Laufeinheiten hast Du Recht, die sollte ich langsam steigern. Nur warte ich damit noch bis Ende Januar – bis die Fastenzeit durch ist. Ich merke nämlich schon, dass mir Kohlehydrate und Eiweisse ziemlich fehlen, wenn ich etwas intensiver Sport mache. Normalerweise heisst es bei Fastnkuren ja auch, dass man nicht zu viel Sport machen sollte, weil die notwendigen Nährstoffe fehlen. Ich habe nach dem Sport jetzt jedes Mal einen Proteinshake getrunken, weil ich keinen Raubbau an meinen Muskeln treiben will.
      Kung Fu (ja, dafür habe ich mich jetzt entschieden) werde ich ab nächster Woche zweimal pro Woche trainieren. Und dann sehe ich mal weiter… :-)
      Liebe Grüsse
      Charlotte

      • nandalya 20. Januar 2014 um 13:13 #

        Supi! Willkommen im Club der starken Mädels :-)

  5. Britta 20. Januar 2014 um 09:50 #

    Wo die Bine Recht hat, hat sie Recht *winkrüber*
    Guten Morgen, liebe Charlotte!
    Sei nicht zu streng mit Dir! – möcht ich noch anfügen!
    So viel auf einmal an Vorhaben kann nicht klappen – das weiß ich leider aus eigener Erfahrung (tappe aber auch immer in diese alles-auf-einmal-wollen-Falle ;) ).
    Lass Dir ein wenig mehr Zeit, ganz entspannt… behalte Deine Ziele im Auge und geh eines nach dem anderen an!
    Ganz liebe Grüße,
    herzlich,
    Britta

    • Charlotte 20. Januar 2014 um 12:43 #

      Liebe Britta, Du hast ja Recht, dass ich nicht zu streng sein sollte. Nur sind viele der Dinge, die ich mir vorgenommen habe, für andere Leute ja einfach ganz normaler Alltag: zu sich schauen, kochen, aufräumen, aufstehen. Meine „Krankheit“ mag mir einige dieser Dinge manchmal etwas grösser, schwieriger und unüberwindbarer erscheinen lassen, als sie es (vermutlich) sind. Aber wenn ich wieder in ein normales Leben (so weit ich das leben kann) starten will, dann muss es mir möglich sein, diese Dinge alle auf einmal zu erledigen (Diät jetzt mal ausgeklammert). Nur so werde ich nicht gleich wieder abrutschen, wenn ich es schaffe, neben Studium und Arbeit auch noch meine höchst persönlichen Bedürfnisse zu befriedigen. Bis jetzt war es nämlich immer nur so, dass ich meine ganze Energie für den Beruf aufgewendet habe, was – für mich – nachweislich eine sehr destruktive Art zu leben war.
      Es ist ja nicht so, dass ich momentan so gar nichts auf die Reihe bringe. Ich muss nur halt manchmal etwas Rumjammern, wenn es nicht so läuft, wie ich es gerne hätte. Meistens geht es mir danach gleich schon wieder etwas besser. ;-)
      Ganz liebe Grüsse
      Charlotte

      • Britta 20. Januar 2014 um 14:23 #

        ;) DAS ist mir auch bekannt! Mal runterschreiben und dann geht so manches auch schon leichter… als wäre der Druck raus.
        Ich wünsche Dir, dass Du die richtige, für Dich gut lebbare Balance in Deinem Lebe findest! Das ist sicher ein Stück weit schwere Arbeit, vor allem, dann nicht wieder aus dem Lot zu kommen – wenn z.B. Arbeit/Studium phasenweise mehr Energie fordert… Pass auf Dich auf!
        Herzlich,
        Britta
        … die da immer eher „andersrum“ gepolt war – ok, ich hab auch phasenweise sehr engagiert und viel gearbeitet, aber ich hab auch immer viel Ich-Zeit-Pausen gemacht ;) – naja und glücklicherweise bin ich „gesund“ (nur, weil Du Krankheit in „…“ geschrieben hast)

      • Charlotte 22. Januar 2014 um 23:56 #

        :-) „Krankheit“ in Anführungszeichen, weil ich mich manchmal immer noch schwer tue, sie als Krankheit zu akzeptieren…
        Ganz liebe Grüsse
        Charlotte

  6. Bine 20. Januar 2014 um 09:40 #

    Pfunde, die man sich über Monate oder Jahre angesammelt hat, kann man nicht hopplahopp in zwei Wochen wieder loswerden … muss ich mir auch jeden Tag wieder sagen. ;) Lass das mit dem Fasten, man bekommt dabei nur ganz schreckliche Gelüste auf als was dick macht. Und dann … biste wieder da, wo Du vorher schon warst. Ich fand Deine Diätrezepte toll und wenn Du mit Fleisch und Gemüse gut klarkommst, dann wird das über kurz oder lang auch Fettschmelz-Wirkung zeigen!

    • Charlotte 20. Januar 2014 um 12:33 #

      Liebe Bine, das ist natürlich schon so, dass sich die über Jahre angefutterten Pfunde nicht so einfach runterfasten lassen. Es ist ja auch nicht so, dass ich wahnsinnig viel zu viel auf den Rippen habe, so dass die Pfunde am Anfang nur so purzeln würden – mein BMI war nie über den „kritischen“ 25.
      Das Fasten bedeutet für mich ja nicht nur ein paar Kilo weniger, sondern z.B. auch reinere Haut und Entwässerung des Bindegewebes. Und ich will damit auch lernen, meine Gelüste unter Kontrolle zu bekommen. Weil die habe ich leider auch, wenn ich nicht faste. ;-) Mit den 300-500 kcal-Rezepten werde ich nach der Fastenkur noch eine Weile weitermachen, bis ich die Mengen beim Kochen und das Zwischendurchessen so weit im Griff habe, dass ich danach die Mengen nicht mehr so akribisch abwägen muss.
      Herzliche Grüsse
      Charlotte

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