Komm süsser Schlaf, Du Trost der Nacht

9 Okt

Ich kann mal wieder nicht schlafen. Ist nicht ganz so tragisch, weil das schon länger nicht mehr vorgekommen ist. Aber nervig ist es trotzdem. Vorallem, weil ich bereits eine Schlaftablette genommen habe und auch die irgendwie nicht so recht wirken mag. Also abwarten und Tee trinken. Bzw. keinen Tee trinken, denn ich habe keine Lust, mein warmes Bettchen noch einmal zu verlassen. Also vertreibe ich die Zeit, indem ich mich aus dem Hintergrund mit Meditationsmusik berieseln lasse und dazu mehr oder weniger Schlaues in den Computer tippe. Der heutige Arbeitstag war irgendwie speziell. Was nicht heissen soll, dass er schlecht war. Ich sitze momentan alleine in einem Zweierbüro und arbeite dort lustig vor mich hin. Immerhin habe ich heute einen Text für einen sechsseitigen Flyer fertiggestellt, das Layout bereits definiert und bereits mit einer ersten Umsetzung angefange. Mit einem grösseren Unterbruch, weil plötzlich die ganzen Systeme zusammengekracht sind: Telefonanlage, Internet, Server – alles tod. Da denke ich dann manchmal schon, wie schön es eigentlich war, wie noch nicht alles so vernetzt, omnipräsent und schnell war. Nur um mir dann selber gleich wieder einzugestehen, dass ich mich damals bereits schon tierisch über das 56k-Modem genervt habe, wenn die Daten einer eMail in der Leitung zu ersticken drohten. Im Moment bin ich nur froh, dass meine Kreativität doch irgendwo noch vorhanden ist, dass ein Auftrag in mir gleich Bilder, Satzfetzen und Umsetzungsmöglichkeiten hervorruft. Der Kopf scheint also noch zu funktionieren. Wenngleich er nach einem halben Tag bereits müde ist und mich zu einem Nickerchen auf dem Sofa zwingt. Was wiederum meine Katzen total cool finden. Freitag rollt sich vor meiner Brust zusammen und brummt mir beruhigend ins Ohr, während es sich Robinson auf meinen Beinen gemütlich macht. Wie soll ich mich da noch gegen ein Nickerchen wehren können.

Mit den Leuten im Büro habe ich momentan kaum etwas zu tun. Darüber bin ich ehrlich recht froh. Die Zeit wird noch früh genug kommen, da ich mich mit ihnen auseinandersetzen muss. Bereits morgen erhalte ich einen Vorgeschmack. Meine süsse Büroeinsamkeit erfährt ein jähes Ende, weil die Bürokollegin morgen auch da sein wird. Ich bin gespannt, wie ein Flitzebogen und das kleine Teufelchen auf meiner rechten Schulter flüstert mir ins Ohr, dass ich doch gleich Kopfhörer und für Notfälle eine kleine Flasche Fingerhutextrakt mitnehmen soll. Er ist ein bösartiger kleiner Teufel, das könnt Ihr glauben. Vielleicht wird die Zweisamkeit ja ganz nett…

Bei der Meditationsmusik bin ich nun beim dritten Chakra, dem Solarplexus-Chakra angelangt. Es steht für die Entwicklung des Ichs, sowie die Durchsetzungskraft in der eigenen Umwelt. Eigentlich noch ganz passend, wenn ich das so betrachte. Es bleiben noch Herz- Hals-, Stirn- und Kronenchakra. Diese werde ich – im Rahmen einer Meditation – für einen erneuten Schlafversuch nutzen. Insofern wünsche ich eine gute Nacht. :-)

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2 Antworten to “Komm süsser Schlaf, Du Trost der Nacht”

  1. blumenelfe 9. Oktober 2013 um 11:05 #

    Fingerhutextrakt?
    Ich hoffe es läuft gerade ganz gut & die Zeit zu zweit wird nicht schlimm werden!
    Drück Dich

    • fiirvogu 9. Oktober 2013 um 18:35 #

      Naja, der Extrakt wäre nicht für mich gedacht gewesen… ;-) Bin eine Böse, gell! War aber ganz ok heute. Mal schauen, ob das so bleibt.
      Ganz liebe Grüsse
      Charlotte

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