Bis zum bitteren Ende

10 Jun

Nein, bitter war das Ende gestern nicht. Denn was die toten Hosen in der vollen AFG Arena gestern Abend geboten haben, war eine packende Show der Superlative – so wie man das von ihren Konzerten gewohnt ist.

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Als Hosen-Fan wurde man jedoch schon ziemlich auf die Probe gestellt, denn mit drei Vorbands wurde die Zeit bis zum Hauptgig ziemlich in die Länge gezogen. Opener war eine lokale Band aus Rorschach, Painhead, die sich im Rahmen eines Contests den Platz auf der grossen Bühne erspielt hatte. In meinen Ohren war der Name der Band Programm, aber für den erste Auftritt in einem solchen Rahmen lieferten die Lokalmatadoren eine solide Leistung ab.

Mit den Donots stand danach eine powervolle Alternativ-Rock-Band aus Deutschland auf der Bühne, welche dank Frontmann Ingo Knollmann die Stimmung im Stadion bereits am frühen Abend zum Kochen brachte. Leider schafften es die Alt-Rocker von New Model Army nicht, diesen Schwung mitzunehmen. Auch wenn ich die Musik der britischen Jungs wirklich gerne mag – so richtig geniessen konnte ich den Auftritt nicht. Das mag zum einen tatsächlich daran liegen, dass auch nicht der kleinste Funke ins Publikum übersprang. Justin Sullivan versuchte es auch gar nicht erst. Zum anderen machte mich auch das Erscheinungsbild der fünf Herren überhaupt nicht an. Nur gut zu wissen, dass es den toten Hosen immer gelingt, das Blut des Publikums in Wallung zu bringen. So auch im AFG Stadion: die Düsseldorfer Jungs rockten St. Gallen. Und wie! Ein wirklich gelungenes Konzert.

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Die Toten Hosen liessen sogar die organisatorischen Mängel in Vergessenheit geraten, die – als Premiere der AFG Arena für ein Konzert – fast vorprogrammiert waren. Wohl dem, der auf Toilette, Essen und Getränke verzichten konnte, denn 30 bis 60 Minuten Wartezeit sind nicht jedermanns Sache. Nur die nicht ganz so ideale Abmischung der Musik hinterliess bei mir ein kleiner Wehmutstropfen – vor allem dann, wenn Campinos Gesang unter dem Gitarrengewitter ganz und gar zu versinken drohte.

Alles in allem fand ich den gestrigen Abend jedoch rundum gelungen und ich bin Lene super dankbar, dass sie mich zu diesem Konzert nicht nur mitgenommen, sondern sogar eingeladen hat. Wir beide hatten auf der Sitzplatztribüne ein grosses Fest und meine Ohren haben sich in der Zwischenzeit sogar wieder erholt. :-)

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4 Antworten to “Bis zum bitteren Ende”

  1. annaarbeit 10. Juni 2013 um 21:17 #

    Drei Vorbands :-0 ! Das hätte ich gar nicht überstanden… Aber New Model Army ist dioe einzige der drei, die ich zumindest dem Namen nach kenne.

  2. frauenlieben 10. Juni 2013 um 11:54 #

    Ich habe die toten Hosen auch immer gemocht.

    • fiirvogu 10. Juni 2013 um 12:03 #

      Das Schöne bei den Jungs ist, dass sie zwar inzwischen riesige Stadien füllen, aber immer noch irgendwie die gleiche Haltung haben, wie zu der Zeit, in denen sie die Leute in kleinen Kneipen auf den Tischen haben tanzen lassen. Total auf dem Teppich geblieben. :-)

      • frauenlieben 10. Juni 2013 um 17:46 #

        Es ist gut, wenn man trotz des Erfolges noch normal bleiben kann.

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