Fehlplanung

8 Jun

Da habe ich mich aber komplett verschätzt, was den Bau dieser Terrasse angeht. Mit huschhusch, schnell mal hingeschraubt ist da nix zu machen. Ist ja schliesslich kein IKEA-Bausatz. Angefangen hat es bereits heute Morgen, wie ich die fehlenden Nutensteine für den Unterbau kaufen wollte. Leider ist die Bauhaus-Filiale nicht – wie angenommen – in St. Gallen, sondern in der Nähe von Sargans. Das bedeutet schon mal zwei Stunden Fahrt. Na toll. Dann der Unterbau. Der sollte ja enigermassen im Lot sein. Auf einem geraden Untergrund wäre das wahrscheinlich relativ einfach. Nur ist das Stück Wiese hinter meinem Häuschen alles andere als eben. Gegen Südwesten ist es ziemlich abschüssig und von der Hauswand gegen Westen ist der Boden bombiert. Normalerweise hätte ich eine Wasserwaage, nur konnte ich die nirgends finden. Also habe ich mich mit einem Wasserwaage-App auf dem Handy und einem Messbecher mit Wasser durchgemogelt. Nach einigem Buddeln, wieder auffüllen, erhöhen, wieder buddeln, war der Unterbau so weit fertig. Nun musste das Holz erst noch imprägniert werden. Ebenso die Rückseite der Terrassendielen. Die Vorderseite wird erst bepinselt, wenn das ganze steht.

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Unter dem Druck der sich drohend nähernden Gewitterwolke habe ich gepinselt, was das Zeug hält.130608_6792

Schliesslich war es ja auch mein Plan, die Terrasse heute fertig zu bekommen. Ja denkste. Während die Dielen trockneten, schürte ich schon mal den Grill ein. Mir war nach einer St. Galler Bratwurst – oder zwei. Unter dem zufriedenen Zischen der Grillkohle begann ich, die 140 Schrauben reinzudrehen. Nur leider machte mir mein Akkuschrauber einen dicken, fetten Strich durch die Rechnung. Nach der zweiten Schraube streikte er. *groll* Nach der 30. von Hand eingedrehten Schraube streikte dann auch ich. Oder besser gesagt meine Handgelenke. Nö, so geht das nicht. Eine Lösung musste her. Aber erst einmal den Bauch füllen. Mit vollem Bauch denkt sich besser. Und bereits nach den ersten paar Bissen war sie da, die Lösung: Schlagbohrmaschine. Warum nicht die Schrauben damit an ihren Platz bringen. Drehen ist drehen. Basta. Also machte ich mich vor der zweiten Bratwurst auf die Suche nach der Bohrmaschine. Die hatte ich nämlich seit dem Umzug nicht mehr gesehen. Nur leider bin ich nicht mehr dazu gekommen, meine Notlösung auszuprobieren. Denn in der Zwischenzeit hatten sich die Gewitterwolken mächtig ausgebreitet und die ersten Tropfen verdampften zischend in der Glut des Grills.

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Also fertig für heute. Um ehrlich zu sein, war mir das gerade recht. Ich bin nämlich schon wieder ziemlich ko und freue mich bereits auf mein Bettchen. Schliesslich muss ich morgen fit sein für das Konzert der Toten Hosen. Juhuii.

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