Neben der Spur

3 Apr

Ich bin mir im Moment nicht sicher, ob die paar Tage in Italien gut für mich waren. Seit ich wieder zuhause bin, fühle ich mich total neben der Spur. Ich kann noch nicht einmal sagen, woran das liegt. Ich habe überhaupt keine Energie, kann mich zu nichts aufraffen, stopfe wahllos ungesundes Essen in mich rein (etwas anders habe ich ja nicht zuhause) und möchte einfach nur einschlafen und nicht mehr aufwachen. Eigentlich bin ich ja froh, dass ich wieder zuhause bin. Und ich finde es schön, meine Samtpfoten wieder um mich zu haben. Also sollte so weit alles in Ordnung sein. Sollte. Ist es aber nicht. Ich müsste jetzt total fit sein. Weil ich so viel Energie am Meer getankt habe. Die vielen einsamen Strandspaziergänge und kurzen Meditationen am Strand haben mir so gut getan. Die Natur zu spüren, die Wärme, den Wind, die Sonne. Die salzige Luft zu riechen, Sand durch die Finger rieseln lassen, Muscheln sammeln, dem Rauschen der Wellen zuhören. Die Energie ist mit dem schönen Wetter in Italien geblieben – wie frustrierend. Wer packt mir denn meine Sachen für den Umzug? Das passiert nicht von alleine. Ende Monat ist schnell. Und noch habe ich nicht einmal meine Sachen aus dem Auto ausgeladen. Ich hasse mich dafür. Und bin froh, dass meine beiden Fellnasen diesbezüglich nachsichtiger sind mit mir, als ich. Die sind einfach nur froh, dass ich mit meinem Sofa verschmolzen zu sein scheine. Vor allem Freitag. Der muss sechs Tage Schmusen nachholen. Nur passt das eigentlich nicht in meinen «Zeitplan». Schon gestern habe ich mir gesagt, dass ich dann morgen Vollgas geben muss: Umzugsfirma suchen, Kisten packen, Sachen ausschreiben, Wagen ausladen… Heute sage ich das gleiche. Nur dass ich gestern eine gute Ausrede hatte – ich bin die Nacht durchgefahren. Heute? Keine Ausrede.

Wenn nur wenigstens dieser Nebel nicht wäre. Oder dieser eklige Schnee weg. Was soll denn das für ein Frühling sein! Noch nicht einmal in mein zukünftiges Gärtchen kann ich bei diesem Wetter. Also, ich könnte schon. Aber so macht mich das überhaupt nicht an. Ich habe gar keine Lust, mich nach draussen zu bewegen. Zu allem Überfluss hat mich mein «gestörter» Ex wieder einmal auf mein Handy angerufen. Und eine Nachricht hinterlassen. Und eine sms geschrieben. Ich habe schon so gehofft, dass das endlich ein Ende hat. Nachdem über drei Monate endlich Ruhe war. Habe alles gleich gelöscht. Warum sollte ich mir das antun, nüchtern ist er ja nie, wenn er seine Kontaktanwandlungen hat. Vielleicht sollte ich doch meine Nummer wechseln. Wenigstens weiss er nicht, wo ich wohne. Das ist ein beruhigender Gedanke. Wenigstens EIN beruhigender Gedanke. Ach Mensch, lass diesen Tag vorbeigehen, es ist nicht schade drum.

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5 Antworten to “Neben der Spur”

  1. oliver2punkt0 4. April 2013 um 05:47 #

    Es wird einfach Zeit dass sich der Frühling endlich zeigt…

  2. TD 3. April 2013 um 17:48 #

    Schau, der Frühling kommt jetzt! Wechsele deine Nummer, kauf dir was zum Anziehen und schimpfe auf mich, wegen der doofen, aber gut gemeinten Ratschläge!

    • fiirvogu 3. April 2013 um 18:00 #

      Ooch, ich schimpfe nicht, wenn man mir Ratschläge gibt. Naja, nur selten. ;-) Vielleicht sollte ich mir wirklich mal wieder etwas zum Anziehen kaufen. Gehört nur leider zu meinen „Wenn-Dann“-Dingen: Wenn ich wieder mein altes Gewicht habe, dann gibt es zur Belohnung etwas Anständiges zum Anziehen. Ich darf Dir nicht sagen, wie lange ich das so schon sage. :-/ Momentan habe ich gerade zwar einen neuen Fellkragen. Er ist schwarz, weich, warm und schnurrt. Scheint eine neue Mode von Freitag zu sein, dass er sich um meinen Hals kringelt. Nicht unangenehm, nur etwas schwer.
      Was die Telefonnummer betrifft, so tue ich mich einfach etwas schwer mit Wechseln. Sie ist das Einzige in meinem Leben, die mich seit Jahren konstant begleitet. Tja. Ich sollte meinem Ex wieder einmal schreiben, dass er mich nicht mehr zu kontaktieren hat. Dann könnte ich bei Missachtung bei der Telefongesellschaft die Sperrung seiner Nummer beantragen. Aber irgendwie fehlt mir die Lust, mich mit ihm auseinanderzusetzen. *seufz*

      • TD 3. April 2013 um 18:08 #

        Jeder weitere Kommentar zu unerwünschten Anrufen und SMSen erwartet weitere Antworten. Ignoranz, bzw. löschen ist immer das Beste (erfahrungsgemäß)
        Dein Fellkragen gefällt mir. Mein brauner Fellkragen ist eher ein Brustfell…ülps…Cora latscht zielgenau DA hin und lässt sich nieder. Und das, während man sitzt! Auch eine Kunst. Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich sogutwiekeineOberweite habe..grins.

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