Na los, reiss Dich am Riemen

23 Mrz

Ich war heute mein eigener Sklaventreiber. Das war auch bitter nötig, weil ich sonst heute überhaupt nicht hochgekommen wäre. Mein Sofa schien ein superstarker Magnet und mein Körper aus Stahlblech. Also ein paar Mal mit der Peitsche ordentlich draufhauen, damit sich der Magnet löst. Ich wusste ja, dass ich mich abends nicht besser fühlen würde, wenn ich mich den ganzen Tag so gehen lasse. Auch wenn die Verlockung, einfach nur liegen zu bleiben, schon unheimlich gross war. Also habe ich mich irgendwie aufgerafft und als erstes einen Smoothie gebraut. Dieses Mal mit Avocado, Mango, Spinat, Zitrone und Molke. Der war extremst gut. Schon erstaunlich ist ausserdem, wie lange sich frischer Spinat hält, wenn er in ein feuchtes Tuch geschlagen und im Kühlschrank aufbewahrt wird. Polenta gegen den Hunger stand auch noch auf dem Speiseplan – geht schnell und ich liebe dieses einfache Gericht.

Dann habe ich die jetzigen Mieter meines zukünftigen Zuhauses angerufen. Das war dringend nötig, damit ich endlich einen Umzugstermin festsetzen und bei verschiedenen Firmen die Offerte einholen kann. Ausserdem möchte ich alle Räume ausmessen, damit ich weiss, ob und wo meine Möbel Platz haben. Und den Garten ausmessen, um diesen auf Papier zu planen. So wie es aussieht, darf ich bereits im April im Garten werkeln gehen. Das macht durchaus Sinn, denn im Mai müsste der Boden schon lange vorbereitet und das eine oder andere bereits eingepflanzt sein. So klappt das ja ganz wunderbar. Denke ich. Ab Dienstag weiss ich es genau. Bzw. eher ab Montag, wenn ich den Termin nach vorne schieben kann. Denn dass ich mich genau dann mit den Mietern verabrede, wenn ich Therapie habe, ist mal wieder typisch für mich. *grummel* Also muss ich dort noch einmal anrufen. Sch***!

Nach dem Pflicht-Telefonat kam das Pflicht-Frischluftprogramm. Als Aufhänger diente das morgige Abendessen, zu dem ich Lene eingeladen habe. Dafür brauchte ich noch ein paar wenige Sachen. Also Kamera umgehängt und achtsamen Schrittes ab in die Migros. Mindestens zwei Stunden bin ich draussen rumgelaufen. Dachte ich wenigstens, als ich wieder zuhause war. Der Blick auf die Uhr zeigte mir jedoch, dass ich gerade mal eine gute Stunde unterwegs war. So viel zu meinem Zeitgefühl. ;-) Doch der Kopf fühlt sich auch nach einer Stunde wieder frischer an. Das Gemüt wurde durch die Sonne etwas aufgehellt. Und die Kombination «achtsames Gehen» und Fotografieren hilft mir immer, auf andere Gedanken zu kommen. Wie gut, dass ich inzwischen solche Instrumente in meiner Stimmungs-Aufhell-Schublade liegen habe – und sie erst noch anwende.

Schneeglocken Schneckenhaus_sw  StahldrahtEisteeGlimmerBeeren_2altes_Haus_1 altes_Haus_2  Moos_1 Seil

Advertisements

7 Antworten to “Na los, reiss Dich am Riemen”

  1. TD 25. März 2013 um 17:26 #

    Richtig geil…öhm, richtig klasse Fotos. Das Dritte ist der Oberhammer! Fotografieren hilft tatsächlich immer. Und es stimmt nicht was du sagst. Wichtig ist nICHT die Kamera, sondern das Auge dahinter!
    Ich geh dann mal nach draußen und gewöhne mir andere Superlative an, okay ;-)

    • fiirvogu 25. März 2013 um 19:24 #

      Daaaaaanke! :-) Naja, vielleicht war das mit der Kamera etwas dick aufgetragen. Aber mit einer Spiegelreflex fällt das Fotografieren doch einfacher, als mit einer Systemkamera. Finde ich!

      • TD 25. März 2013 um 19:36 #

        Jede hat ihre Vorzüge, ich arbeite mit allem Möglichen und habe auch schon mit einfachen Kameras unglaubliche Bilder dazwischen gehabt,
        Gerade bei der Kälte, die wir hier im Norden noch haben….habe ich Angst, dass meine SpeigelreflexKams kaputt gehen. Eine Bridge, die in Daunenjacke passt, ist mir sicherer bei diesen Minusgraden. schick doch mal ein paar Grade her…bitte!

      • fiirvogu 25. März 2013 um 20:10 #

        Klar, ich habe mit meiner Lumix und sogar mit dem iPhone auch bereits schöne Fotos geschossen. Mit der Spiegelreflex habe ich halt einfach ganz andere Möglichkeiten. Was die Kälte angeht, so muss es wirklich schon sehr kalt sein, damit die Kamera nicht mehr funktioniert. Da lohnt es sich dann, ein Ersatzakkupack in einer warmen Tasche zu haben, da es meistes der Akku ist, der als erstes schlapp macht.
        Ich würde Dir ja sehr gerne etwas Wärme schicken, aber heute ist auch hier nicht wirklich warm. Es fällt sogar gerade ein wenig Schnee. Igitt.

      • TD 25. März 2013 um 21:00 #

        Mir ist bei der Kälte der interne Blitz durchgeknallt! Das war so laut, dass ich beinahe einen Herzkasperl erlitt. …meine Güte – ich hätte tot sein können…schnief.
        Nun muss ich mir einen externen – Ist sowieso besser – kaufen. Akkus habe ich immer genug mit. Nach beinahe einem halben Jahr Winterszeit ist man/frau ja schon Kummer gewöhnt

  2. bambibaby2012 24. März 2013 um 02:28 #

    Wunderwunderwunderschöne Fotos! Wie machst Du das nur…

    • fiirvogu 24. März 2013 um 10:40 #

      Danke, Liebes! Aber die mache doch nicht ich, die macht meine Kamera. :-) Ich suche nur die möglichen Sujets.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: