Mehr Routine! Aber wie?

17 Mrz

Sehr lange bin ich ja noch keine regelmässige Nutzerin von WordPress. Doch inzwischen kann ich mir diese Plattform gar nicht mehr aus meinem Leben wegdenken. Das hört sich nun dramatischer an, als es ist. Aber es entspricht der Wahrheit. Denn inzwischen schätze ich die Möglichkeit, mir die Dinge einfach aus dem Kopf zu schreiben, sie abzulegen und für eine Weile ruhen lassen zu können. Inzwischen ist es auch so, dass das Schreiben bei mir zur «Routine» geworden ist. Nicht umsonst heisst es, dass man Dinge mindestens 8 Wochen regelmässig machen muss, um eine Routine zu entwickeln.

Ich schätze auch sehr, dass ich mir von anderen Blogs auch immer mal wieder eine Anregung holen kann oder von Lesern via Kommentar ein Gedankenanstoss kommt. Zum Teil zu Dingen, die ich eigentlich weiss, die ich aber gerne immer mal wieder vergesse. Zum Teil zu Dingen, die ich aus dieser Sicht noch nicht betrachtet habe. In den letzten Tage waren es zwei Anregungen, die ich mir unbedingt zu Herzen nehmen möchte. Auf der einen Seite aus einem Beitrag über ein Buch von Brian Tracy, das ich mir vermutlich kaufen werde. Das Buch behandelt das Thema, wie man seinen Tag effizienter erledigen kann. Im Grunde genommen nichts Neues. Denn dass ich die unangenehmsten oder die aufwändigsten Aufgaben als erstes erledigen sollte, das weiss ich. Nur scheitere ich auch hier – wie so oft – an der Umsetzung.

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Quelle: Amazon

Wer weiss, vielleicht hält dieses Buch noch den einen oder anderen Tipp bereit, wie ich mich selber überlisten kann. Und wie ich mein Verhaltensmuster so ändern kann, dass die «eat the frog»-Strategie irgend einmal zur Routine wird. Und das bringt mich dann gleich zu der zweiten Anregung. Und zwar durch den Kommentar einer Leserin zum Thema «gesunde Ernährung». Bei mir ist die nämlich alles andere als gesund. Mein Körper zeigt mir das auch deutlich mit Verdauungsproblemen, mit Schwindelanfällen, unreiner Haut und mit einer deutlichen Gewichtszunahme in den letzten Wochen. Die Leserin empfahl mir selbstgemachte grüne Smoothies am Morgen. Das hört sich ja auch sehr logisch und lecker an. Aber der Aufwand ist nicht zu unterschätzen. Da kommt zuerst das Einkaufen, dann das regelmässige Zubereiten und die Unordnung, die dabei hinterlassen wird und beseitigt werden muss. Alles Dinge, die im ertsen Augenblick unheimlich abschreckend auf mich wirken. Dabei ist es bestimmt auch hier nur eine Frage der Zeit, bis sich eine gewisse Routine eingependelt hat. Denke ich.

Nur: Routinen sind meine Sache nun wirklich nicht. Und zwar nicht, weil es in meinen Augen spiessig wäre, Tag für Tag die gleichen Abläufe einzuhalten. Im Gegenteil. Ich denke, dass ich mich unheimlich wohl fühlen würde, wenn mein Leben aus mehr Routine bestehen würde. Nur stehe ich mir dabei komplett selber im Weg. Ich habe das immer auf der Arbeit gesehen – dort habe ich mit einer enormen Willenskraft und mit gewaltigem Energieaufwand meine Aufgaben gemeistert. Und habe mich dabei Tag für Tag ein Stück mehr verloren. Unter Anderem deswegen denke ich immer wieder, dass ich für diese Welt und für das Leben einfach nicht geschaffen bin. Auch wenn ich mir, zum Beispiel von meinen Eltern, dadurch vorwerfen lassen muss, dass ich mit «meinen Krankheiten» und meiner Lebensmüdigkeit kokettiere. Da frage ich mich doch gleich, ob die Leute eigentlich das Gefühl haben, dass ein Mensch aus Jux und Tollerei den Tod dem Leben vorzieht. So im Stil von «juhuu, ich will heute mal ein bisschen sterben». Klar, ich habe früher immer mal wieder mit dem Tod geflirtet. Zum Beispiel, wie ich mir das Gleitschirmfliegen alleine beigbracht habe – ohne Schule und Lehrer. Und wenn ich mit dem Schirm bewusst in Lee-Schläuche geflogen bin, um Höhe zu gewinnen, wo sonst keine mehr zu gewinnen gewesen wäre. Wenn ich mit dem Bike ohne Helm und Schutz irgendwelche Abhänge runtergefahren bin. Oder alleine irgendwelche Bergtouren am Limit unternommen habe. Das ist aber nicht das Gleiche. Und das mache ich schon lange nicht mehr. Denn diese Methoden sind absolut nicht «todsicher», um es etwas morbide auszurücken. Denn die Chance, so etwas schwer verletzt und mit einer bleibenden körperlichen Behinderung zu überleben ist unheimlich gross. Und für mich daher nicht erstrebenswert.

Nun bin ich jedoch ziemlich vom eigentlichen Thema abgewichen. Denn was mich momentan beschäftigt ist, wie ich in mein Leben mehr Routine bringen kann, ohne dabei meine Lebensenergie mehr und mehr anzuzapfen. Vom gesunden Kochen und Essen über die regelmässige Meditation und Sport, bis hin zur Arbeit. Mit dem Blog schreiben klappt das ja schon ganz gut. Ebenso mit dem Kochen am Sonntag (heute übrigens wieder einmal Osso bucco). Also hoffe ich, dass es auch mit weiteren Elementen funktionieren könnte. Heute Morgen habe ich mir zum Beispiel das erste Mal einen grünen Smoothie zubereitet. Ohne Rezept, denn es muss auch ohne gehen – damit nehme ich schon mal eine Hürde raus. ;-) Also habe ich eine Hand voll frischen Spinat, drei Radieschen, drei Viertel Apfel (das letzte Viertel ist gleich in meinen Mund gewandert), einen Esslöffel griechischen Yoghurt, einen Spritzer Zitronensaft und einen Teelöffel Weizenkleie zusammen mit Leitungswasser smoothieg gemixt. Bewusst ohne Gewürze, damit der Geschmack der Zutaten zur Geltung kommt. Und was soll ich sagen, das hat sich echt lecker getrunken (und gelöffelt).

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